Lena in Neuseeland #1: Ein turbulenter erster Monat als Au-pair

  • Lena in Neuseeland #1: Ein turbulenter erster Monat als Au-pair
  • Lena in Neuseeland #1: Ein turbulenter erster Monat als Au-pair
  • Lena in Neuseeland #1: Ein turbulenter erster Monat als Au-pair

Lena lebt seit vier Wochen als Au-pair in Neuseeland, bei ihrer Gastfamilie in Auckland. In ihrem ersten Monat am anderen Ende der Welt hat sich ihr Leben komplett verändert: Sie durfte sehr viel Neues erleben und einige neue Menschen kennenlernen. Doch hat sie an ihrer Entscheidung nach Neuseeland zu gehen, auch manches Mal gezweifelt… In ihrem ersten Blogpost der neuen On Tour-Serie »Lena in Neuseeland« beschreibt die 19-Jährige den Abschied von ihren Liebsten in Deutschland und die Eingewöhnungsphase in ihrer neuen Heimat auf Zeit.

Abschiednehmen

Meine große Reise begann nicht erst damit, dass ich ins Flugzeug nach Neuseeland gestiegen bin, sondern schon mit ganz vielen Abschieden, dem Besorgen der Gastgeschenke und vielem mehr.

Lena und ihre FreundeIch entschied mich vor meiner Abreise ganz bewusst dafür, von meinen Freunden im kleinen Rahmen Abschied zu nehmen, um nochmal mit ihnen zu quatschen, zu lachen und vor allem die gemeinsame Zeit zu genießen.

Natürlich war nicht der ganze Abend so fröhlich, denn meine Liebsten in Deutschland zurückzulassen und mich alleine auf ans andere Ende der Welt zu machen, fiel mir keinesfalls leicht. Beim Abschied von meiner Familie flossen nicht wenige Tränen…

Koffer packen und los geht’s!

Doch wirklich Zeit über alles nachzudenken, was auf mich zukommen sollte, hatte ich gar nicht, da es doch noch einiges zu erledigen gab und der Abflug schneller näher rückte als erwartet. So wurde es drei Tage vorher dringend Zeit, mit dem Kofferpacken zu beginnen. Doch wie bekommt man in einen einzigen Koffer alles rein, was man für das nächste Jahr braucht oder mitnehmen möchte? Irgendwie schaffte ich es dann doch und am Montag, den 16. Mai, ging es gegen Abend auf zum Frankfurter Flughafen.

Jetzt wird’s ernst!

Die letzten Stunden waren echt unerträglich und mir fiel der Abschied total schwer. Die Vorstellung, mein Zuhause, indem ich fast mein ganzes Leben verbracht habe, für so lange Zeit zu verlassen, machte mich ziemlich fertig. Nachdem wir meinen Koffer aufgegeben hatten, kam vor der Sicherheitskontrolle die Zeit des letzten Abschiednehmens. Dies war einer der Momente, in denen ich begann, meinen Traum alleine in die Welt hinauszugehen, anzuzweifeln und hätte mir einer vorher erzählt, wie schwierig dieser Moment sei, hätte ich es ihm wahrscheinlich nicht geglaubt.

Der Flug ans andere Ende der Welt

Als ich dann jedoch im Flugzeug saß, wurde es langsam besser. Immerhin begann endlich meine Reise nach Neuseeland, auf die ich schon so lange gewartet hatte.

Social-Tree am Flughafen in SingapurIch hatte auf meinem ersten Flug eine ganze Sitzreihe für mich alleine und somit echt viel Platz. Der Flug nach Singapur verging glücklicherweise trotz einer Dauer von 12 Stunden relativ schnell. Ich freute mich darauf, den Flughafen ein wenig zu erkunden: Es ging für mich zur Fußmassage, in den Schmetterlingsgarten, zu den Koi-Teichen und zum Social-Tree.

Nach fast fünf Stunden ging es wieder zurück ans Gate und rein in den zweiten Flieger. Diesmal hatte ich zwei nette Neuseeländerinnen als Nachbarn, die mir beim Ausfüllen der blauen Einreisekarte halfen. Leider bekam mir das Flugzeugmenü von Singapore Airlines nicht sonderlich gut, sodass ich es bevorzugte kaum etwas zu essen. Dazu kamen einige Turbulenzen in der Nacht, weswegen in froh war, als wir nach neun Stunden in Auckland landeten.

Endlich angekommen!

Vom Flughafen aus, wo ich direkt Bekanntschaft mit der Freundlichkeit der Neuseeländer machen durfte, fuhr ich mit dem Shuttle zum Hotel, in dem meine Orientation stattfand. Den restlichen Tag bemühte ich mich nur noch möglichst lange wachzubleiben, um den Jetlag einigermaßen gut zu überstehen. Die nächsten zwei Tage hatte meine neuseeländische Partnerorganisation ein buntes Programm organisiert, um uns Au-pairs gut auf unseren Job vorzubereiten. Man hatte gleich die Möglichkeit, ein paar andere Leute kennenzulernen, darunter auch Julia und Juliana, mit denen ich auch jetzt immer noch viel unterwegs bin.

Hello Family!

Im Laufe des zweiten Tages stieg sowohl meine als auch die Aufregung der anderen Au-pairs auf das persönliche Kennenlernen der Gastfamilie ins Unermessliche. Ich fiel Kathleen, dem derzeitigen Au-pair meiner Gastfamilie, die mich abholte, erstmal in die Arme. Zuhause durfte ich dann auch meine beiden »Hostkids« Kyla (fünf Jahre alt) und Cooper (zwei Jahre alt), meine lieben Gasteltern und die Oma, die gerade zu Besuch war, kennenlernen und wurde von allen lieb aufgenommen, wobei vor allem meine Große erstmal total schüchtern war. Zum Abendessen bestellten wir Pizza, bevor ich noch mit meinen Gasteltern und Kathleen quatschte und schließlich ziemlich müde und überwältigt von all dem Neuen in mein Bett fiel.

Die Eingewöhnungsphase

Am ersten Wochenende war ich mit Kathleen unterwegs. Sie zeigte mir die Strände bei uns in der Nähe sowie Downtown Auckland und Mount Eden, ein großer Berg, von dem man einen tollen Blick über Auckland hat und einiges mehr.

Blick von Mount Eden auf AucklandAnsonsten verbrachte ich natürlich auch einige Zeit damit, meine Gastfamilie kennenzulernen, sie mit meinen Gastgeschenken zu überraschen und einfach nur anzukommen. Da ich das große Glück hatte, noch mehr als eine Woche gemeinsam mit Kathleen hier zu sein, konnte ich der ersten Arbeitswoche relativ entspannt entgegenblicken.

In der folgenden Woche eröffnete ich mein Bankkonto, beantragte meine Steuernummer und lernte den Alltag Schritt für Schritt kennen.

Aller Anfang ist schwer

Während ich zu Cooper schon von Beginn an oder spätestens nach der Übergabe der Gastgeschenke einen guten Draht hatte, war es etwas schwieriger mit Kyla Freundschaft zu schließen. Sie war nicht nur viel schüchterner, sondern verstand die Situation, dass die Zeit mit Kathleen bald vorbei sei und ich dann nun auf sie aufpassen würde, deutlich besser. Außerdem hatten wir, weil sie bis nachmittags in der Schule ist, deutlich weniger Zeit, etwas miteinander zu machen. Zu Beginn war natürlich auch die Verständigung ein Problem, denn auch wenn ich mich immer bemühte, verstand ich längst noch nicht alles.

Nachdem wir Kathleen verabschiedet hatten, war ich etwas unsicher, weil ich realisierte, dass ich ab dem Zeitpunkt ganz auf mich alleine gestellt war. Umso mehr freute ich mich, als die Familie versuchte mich aufzuheitern und als verspätetes Willkommensgeschenk noch mit einem kuscheligen Bademantel überraschte. Mit Vorfreude, insbesondere auf einen bevorstehenden Road Trip nach Rotorua, aber auch mit ein wenig Angst vor den kommenden Aufgaben, schlief ich an diesem Abend ein.

Die erste Woche ohne Kathleen war teilweise ganz schön chaotisch und sowohl für die Kids als auch für mich nicht ganz einfach. Ich selbst hatte natürlich noch keine wirkliche Routine und versuchte die kleinen Hindernisse des Alltags zu meistern, angefangen mit »Wie klappt man den Buggy zusammen?« bis »Wo finde ich … in diesem Haus?«. Zudem versuchten Cooper und Kyla immer mal wieder ihre Grenzen auszutesten und vermissten natürlich auch Kathleen.

Mein Leben als Au-pair

Meine Gasteltern versuchten mich in dieser Anfangsphase bestmöglich zu unterstützen, kamen ein wenig früher von der Arbeit, halfen mir bei Fragen weiter und vor allem nahmen sie mir nichts übel und fragten täglich wie mein Tag gewesen sei.

Au-pair-Beschäftigung: Backen mit den KindernEbenfalls half mir die große Anzahl an Möglichkeiten, etwas mit den Kindern zu unternehmen: an den Strand oder auf den Spielplatz gehen bei schönem Wetter, ansonsten eben zu einer der Playgroups oder anderen Angebote hier in der Nähe oder auch mal einen Back-/ Basteltag zu Hause einzulegen.

Mit der Zeit wurde es immer besser und mittlerweile kommen wir alle echt gut miteinander aus. Zudem habe ich schon einige andere Au-pairs kennengelernt. Unter der Woche bin ich vor allem mit meiner Kleinen sehr viel unterwegs, aber sobald Kyla zu Hause ist, genieße ich auch die Zeit zu dritt, in der wir häufig spielen, rausgehen oder basteln. Neigt die Woche sich dann langsam dem Ende zu, freue ich mich natürlich auch darauf, an meinen freien Tagen mit den anderen Au-pairs etwas zu erleben und dennoch zu wissen, ab Montag bin ich wieder mit den Kids unterwegs.

Bis bald,
Eure Lena

Mehr Infos zum ProgrammLenas nächster Artikel

P.S.: Wenn ihr immer auf dem aktuellsten Stand sein wollt dann schaut gerne mal bei meinem Blog vorbei: https://einwenigfernweh.wordpress.com/

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

About Lena J.

Lena J.

Lena ist 19 Jahre alt und kommt aus Rheinland-Pfalz. Nachdem sie im Frühjahr 2016 ihr Abi bestanden hat, hat sie sich aufgemacht Richtung Neuseeland, um dort als Au-pair zu leben. Den Traum, nach Neuseeland zu gehen hatte Lena schon eine längere Zeit. Die einzigartige Natur und Kultur, aber auch die unzählige Zahl an Wassersportarten haben ihr Interesse für das schönste Ende der Welt geweckt. Da sie zudem gerne Zeit mit Kindern verbringt, ist ihr die Entscheidung dort als Au-pair zu arbeiten nicht schwer gefallen.


Du interessierst dich auch für das Programm »Au-pair in Neuseeland«? Hier findest du alle Infos: Au-pair in Neuseeland

Unsere Gratis-Kataloge

Zu unseren Programmen

Stepin auf Facebook

Stepin auf Instagram