Lena in Australien #4: Eine typische Schulwoche

Lena in Australien #4: Eine typische Schulwoche

Da man während eines Schüleraustauschs natürlich nicht die ganze Zeit auf Reisen ist, sondern hauptsächlich zur Schule geht, handelt Lenas heutiger Blogpost von einer »ganz normalen Schulwoche« in Australien. Die Österreicherin verrät uns für welche Schulfächer sie sich entschieden hat, wie an ihrer High School ein typischer Schulalltag aufgebaut ist und was sie sonst noch so unter der Woche treibt.

Fächerwahl in Australien

Schullogo Urangan State High SchoolGenerell ist die Schule hier in Australien ziemlich anders als zu Hause. Am Anfang des Semesters durften wir unsere Fächer aussuchen – Pflichtfächer sind nur Englisch und Mathematik. Bei diesen beiden Fächern konnten wir jedoch den geeigneten Schwierigkeitsgrad wählen. Meine Wahl fiel auf ein höheres Leistungslevel, da das australische Schulniveau nicht ganz so hoch wie das österreichische ist und ich mit dem Stoff meiner Schule zu Hause mithalten muss.

Ansonsten habe ich mich für die Fächer Dance in Practise, Drama in Practise und Hospitality Practises entschieden. Vielleicht wundert ihr euch, was dieses »Practise« zu bedeuten hat: Bei diesen Unterrichtsstunden gibt es die Möglichkeit, zu wählen, ob man eher an der Theorie interessiert ist oder, ob man lieber praktisch arbeiten will.

Zu diesen fünf Fächern kommt an meiner High School noch International Support dazu. In dieser Zeit können wir z.B. an Hausaufgaben arbeiten. Manchmal erfahren wir auch etwas über die australische Kultur, doch viele Stunden können wir einfach nur zeichnen, reden, Tänze üben, Fotos überspielen – also den Schulalltag kurz hinter uns lassen. Wir haben International Support, wie im Übrigen auch jedes andere Fach, drei Stunden in der Woche, das heißt, insgesamt 19 Stunden zu je 70 Minuten.

Mein typischer Schultag

Ich stehe um 7:20 Uhr auf (außer mittwochs, da haben wir erst ab 10:15 Uhr Schule), mache mich fertig und fahre zusammen mit einer Freundin mit dem Rad zur Schule. Diese beginnt um 8:45 Uhr mit Roll Class, wobei wir die Mitteilungen des Tages lesen und die Anwesenheit der Schüler gecheckt wird. Danach folgen vier Unterrichtsstunden, unterbrochen von einer 45-minütigen Pause nach der zweiten und einer 30-minütigen Pause nach der dritten Stunde. Diese Lunch-Breaks nutzt man dazu, um mit seinen Freunden zusammenzusitzen, zu essen, zu reden und um neue Leute kennenzulernen. Viele der Schüler hier haben einen Job und somit nicht so viel Freizeit, deswegen trifft man sich nicht so oft nach der Schule, sondern verbringt die Pausen miteinander.

Nach der Schule

Die Schule endet um drei Uhr, ich fahre wieder nach Hause, zum Strand, zum Shoppen, treffe mich mit Freunden oder schwimme in unserem Pool und so weiter… Abends bin ich eine Zeit lang jeden Montag und Mittwoch Hockey spielen gegangen, am Donnerstag zum A Capella und manchmal auch zum Yoga. Sechs Wochen lang habe ich nach der Schule einen Cake Decorating Workshop besucht, ein paar Mal blieb ich länger im Musiktrakt und habe Klavier geübt. Jeder Tag bringt neue Überraschungen und ich bin rund um die Uhr beschäftigt. Wenn ihr euer Auslandsjahr also wirklich genießen wollt, dann fahrt nicht jeden Nachmittag direkt nach der Schule nach Hause und geht in euer Zimmer, sondern seid offen für Neues!

Freunde finden an der High School

International Students in AustralienWährend meines Auslandsjahres saß ich bis jetzt während der Pausen bei drei verschiedenen Gruppen, alle ziemlich unterschiedlich. Die erste war eine reine australische Mädchengruppe, in der alle sehr nett waren. Nach einiger Zeit habe ich mich allerdings ein bisschen wie Dekoration gefühlt, da die Mädels irgendwann das Interesse an mir verloren hatten und ich einfach nur bei ihnen saß, wir aber nicht viel miteinander redeten.

Die zweite Gruppe bestand aus ziemlich unkonventionellen Australiern, viele verschiedene Persönlichkeiten, manche vielleicht etwas komisch, aber dennoch wirklich lieb, gut drauf und lustig. Dann war ich ein Wochenende nicht da und danach waren alle zerstritten und saßen an verschiedenen Plätzen. Da diese Freundschaft nun zu Ende war, ging ich wieder zurück zu der International-Gruppe, in der sich hauptsächlich wir Austauschschüler plus zwei einheimische Mädchen befinden. Mit dieser Gruppe verbringe ich gerne meine Zeit in der Schule und auch in meiner Freizeit.

Mein Tipp an alle: Sucht euch eine einheimische Freundesgruppe, wenn ihr ein Auslandsjahr macht oder versucht es zumindest. Großes ABER: Wenn ihr keine Gruppe findet, die zu euch passt, dann ist es auch vollkommen okay, bei den anderen International Students zu bleiben. Ihr seid im Ausland um Spaß zu haben und nicht, um euch die ganze Zeit vergeblich anzustrengen, unbedingt einheimische Freunde zu finden.

Bis bald,

Eure Lena

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About Lena

Lena

Lena kommt aus St. Pölten in Österreich. 2016 hat es die 16-Jährige allerdings für ganze sechs Monate ans andere Ende der Welt verschlagen. An der Ostküste Australiens verbringt sie als Austauschschülerin eine aufregende Zeit.


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