Leandra in Australien #5: Aussie Christmas

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Au-pair Leandra erlebt ihr erstes Weihnachten und Silvester bei sommerlichen Temperaturen in Australien. Klar, dass da die Schoki im Adventskalender schmilzt und die Geschenke im Bikini ausgepackt werden. Aber füllt der Nikolaus eigentlich auch Down Under die Stiefel der Kinder und wo hat man Silvester in Sydney wohl den besten Blick aufs Feuerwerk?

Jingle Bells am Strand

PlätzchenEs ist der 1. Dezember und ich öffne das erste Türchen meines Schokoladenadventskalenders. Doch warte mal – die Schokolade ist ja geschmolzen! Ach ja, ich bin ja auch in Australien und nicht in Deutschland. Ich befinde mich auf der Südhalbkugel der Erde und wir haben Sommer.

Trotz meines Adventskalenders bin ich überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung. Warum? Nun ja, es ist komisch Weihnachtsmusik am Strand zu hören und bei 30 Grad Plätzchen im Bikini zu backen. Für mich mag das alles ungewöhnlich sein, aber für die Australier ist das die stinknormale Weihnachtszeit.

Mit dem ersten Dezember werden auch in den Malls und in der Innenstadt alle Gebäude auf Weihnachten umgestellt. Das Queen Victoria Building glänzt nur so vor goldenen Weihnachtskugeln und es riecht nach Nadelbäumen, auch wenn es nicht die gewohnten Nordmanntannen sind.

Weihnachtsmarkt mal anders

Weihnachtsmärkte gibt es ebenfalls, aber auch die kann man mit unseren nicht vergleichen. Hier wird kein Glühwein oder Kakao mit Sahne getrunken und auch keine gebrannten Mandeln gegessen. Man schlendert eher durch die vielen Reihen Food Trucks, sucht sich etwas aus und setzt sich dann – wie im Sommer üblich – mit seinen Freunden zum Picknick zusammen und schlemmt.

Winterwunderland im Warmen

Eines bleibt allerdings immer gleich: die Weihnachtsdekorationen. Wir sind einen Abend in ein Viertel gefahren, welches bekannt für seine Weihnachtsdekorationen ist. Die buntgeschmückten und beleuchteten Häuser wollten wir uns unbedingt mal anschauen. Davidson ist nur fünf Fahrminuten von unserem Haus in French Forest entfernt. Alle, sogar Nanna (die Oma), sind mit uns gekommen.

Weihnachtsdeko in AustralienWir haben gewartet, bis es dunkel wird und haben uns dann beim Spaziergang die Lichter angeguckt. Die ganze Straße wurde von den Lichtern erhellt. Jedes Haus hat seine Dekoration, die sie jedes Jahr genauso wieder aufbauen oder andere, die jährlich wechseln.

Es werden Spenden gesammelt und Eis verkauft. Man fühlt sich, trotz des warmen Wetters, wie im Winterwunderland.

Der Nikolaus füllt zum ersten Mal australische Stiefel

Die Tradition, die Stiefel am Abend vor dem 6. Dezember vor die Tür zu stellen, wird hier in Australien eigentlich nicht zelebriert. Aber ich habe meinen Kids davon erzählt und erklärt, wie wir das in Deutschland machen. Für sie wurde das Ganze dann zur Premiere: wir haben unsere Schuhe geputzt und am Abend vor Nikolaustag rausgestellt. Am Morgen hatten sie allerdings schon wieder vergessen was eigentlich für ein Tag war und nach einem »Oh, was ist das denn?« kamen sie auch schon angesaust, um ihre Süßigkeitentütchen zu inspizieren. Ob sie diese Tradition fortsetzten, steht noch in den Sternen, aber es war ganz schön, ihnen was von meiner Kultur beizubringen.

Pavlova und Cricket statt Gans mit Klößen

Ehe ich mich versah, konnte ich auch schon das 24. und somit letzte Türchen aufmachen, es war HEILIGABEND! Aber Heiligabend ist kein nationaler Feiertag in Australien. Wie an jedem anderen Tag, gehen die Menschen zur Arbeit, sind unterwegs und machen Erledigungen. In Australien wird der 25. Dezember, der 1. Weihnachtstag, groß gefeiert.

Alle Geschäfte und Büros sind geschlossen – das einzige, was zählt, ist Cricket! Entweder man spielt es im Park bei einem Picknick oder man verfolgt das Cricket-Qualifikationsspiel für Australien im Fernsehen – das läuft überall. Am 1. Weihnachtstag wird also bei 30 Grad am Pool oder Strand Weihnachten gefeiert – mit Weihnachtsbaum, Geschenken und einem Weihnachtsschmaus. Ein wenig ungewohnt für mich. Zu essen gab es auch keine Gans mit Klößen, sondern Fisch, Salat und natürlich Pavlova, ein Dessert aus gebackenem Eischnee mit Sahne und Früchten.

Koala-Shorts im »Boxing Day Sale« ergattern

Den Tag darauf nennt man »Boxing Day«. Zu diesem Anlass gibt es in allen Geschäften den sogenannten »Boxing Day Sale«. Dieser ist zu vergleichen mit dem »Black Friday« in den USA. In manchen Läden bekommen zum Beispiel die ersten 50 Leute einen Gutschein geschenkt und in anderen Läden kann man mit bis zu 70% Preisnachlass rechnen. Tausende machen an diesem Tag die Geschäfte unsicher und plündern die Läden aus.

Kein Wunder, dass manche Menschen sich schon um 4 Uhr morgens auf den Weg zu den Geschäften machen, um die guten Sachen zu bekommen. Ich habe mich natürlich auch auf den Weg gemacht, um die Angebote abzuchecken und für mich und meine Cousine dieselbe Hose bei einer bestimmten australischen Pyjamamarke zu kaufen. Auf den Schlafanzugshorts sind ganz viele Koalas drauf.

3…2…1…Happy New Year in Sydney

Nach diesen Tagen war Weihnachten auch schon vorbei und Silvester war das nächste große Event, auf welches ich mich sehr gefreut habe. Silvester wollte ich unbedingt in Sydney verbringen – denn was ist schon größer als die »Sydney Harbour Fireworks« in Australien? Nichts, genau! Außerdem bin ich im Gegensatz zu meinen Freunden in Deutschland eine der ersten, die ins neue Jahr reinrutschen.

Der frühe Vogel bekommt den besten Platz

Das Feuerwerk ist ein riesen Event in Sydney. Schon ein halbes Jahr im Voraus werden Tickets für Veranstaltungen verkauft und Werbung gemacht. Ich habe mich dazu entschieden zu einem der öffentlichen Beobachtungspunkte zu gehen. Zusammen mit meinem Freund, der mich übrigens aus Deutschland besuchen kam, habe ich mich auf den Weg zum Macquaries Chair gemacht, ein Bereich im Botanischen Garten von Sydney.

Sydney bei NachtNormalerweise muss man sich sehr früh auf den Weg machen, um gute Plätze zum Picknicken auf der Wiese zu bekommen. Wir sind um 12 Uhr los und waren zwei Stunden später schon drin. Die Suche nach einem Platz hat zwar gedauert, aber es hat sich gelohnt. Wir hatten einen perfekten Blick. Bis zu 16.000 Menschen tummeln sich dort jährlich an diesem Platz, um gemeinsam das Feuerwerk zu schauen. Es war schön, ein Teil davon zu sein..

Der perfekte Start ins neue Jahr

Um 9 Uhr abends ging dann das erste Feuerwerk los. Danach ging alles so schnell, Menschenmengen machten sich auf den Weg nach vorne, um das große Mitternachtsfeuerwerk zu sehen.

Im Endeffekt hat es nichts gebracht die guten Plätze abzusichern, denn die Sicht wurde von hunderten von Menschen geblockt. Wir konnten uns noch eine gute Sicht ergattern und dann wurde auch schon mit 16.000 Menschen der Countdown runtergezählt. 10, 9, 8… 3, 2, 1 BUMM KRACH BUMM! Das war vielleicht ein Spektakel! Der Himmel war hellerleuchtet und bis auf den Krach der explodierenden Raketen war nichts zu hören. Alle waren in den Bann der Show gezogen. Das war ein perfekter Start ins neue Jahr.

Bis bald,
Eure Leandra

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About Leandra

Leandra

»Warum Australien? Das macht doch momentan jeder.« Diese Worte schwächen Leandras Traum von einem Au-pair-Aufenthalt in Down Under nicht mal annähernd ab. Schon seit sie klein war, wollte die 19-Jährige einmal als Au-pair in einem weit entfernten Land arbeiten. Ihr wollt wissen, wie es ihr in Australien gefällt? Dann begleitet sie durch ihr Aussie-Abenteuer!


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