Lea in Australien #2: Abschied nehmen und los geht’s!

Lea in Australien #2: Abschied nehmen und los geht’s!

Wie fühlt es sich an, sich von seinen Liebsten zu verabschieden und zu wissen, dass man sie in den kommenden acht Monaten nicht sehen wird? Lea steht nach einer schlaflosen Nacht ein tränenreicher Abschied von ihrer Familie bevor. Ob ihr Flug nach Brisbane zum Work and Travel in Australien wohl ohne Komplikationen verlaufen wird?

Die letzten Stunden daheim

Wie zu erwarten, habe ich in der Nacht vor meiner Abreise kein Auge zugemacht. Um nicht ins Grübeln zu verfallen, das mich nur unnötig runterzieht, habe ich fast die kompletten drei Staffeln Türkisch für Anfänger angeschaut. Ich wusste, dass Mama auch nicht schlafen konnte, aber ich wollte in der Nacht keine Unruhe stiften.

Am Morgen lag ich noch lange in meinem Bett, um die letzten Minuten nur für mich zu genießen, da das im Hostel eher selten der Fall sein wird. Anschließend habe ich ganz in Ruhe meine Haare gewaschen, war duschen und habe mich so von dem bevorstehenden Abschied abgelenkt. Um 11:00 Uhr kam meine beste Freundin vorbei, um sich von mir zu verabschieden – ansonsten wollte ich an diesem wichtigen Tag niemanden mehr sehen.

Mit der hundertsten Kontrolle meiner Packliste und der wichtigsten Einreisedokumente habe ich den Nachmittag dann auch noch hinter mich gebracht. Als mein kleiner Bruder um 16:00 Uhr von der Schule nach Hause gekommen ist, sind wir direkt ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg zum Münchner Flughafen gemacht.

Ein tränenreicher Abschied am Flughafen

Sobald wir das Auto im Flughafen-Parkhaus abgestellt hatten, haben meine Hände nicht mehr aufgehört zu zittern. Natürlich habe ich darauf bestanden, mein ganzes Gepäck selbst zu tragen – so wird es schließlich auch die nächsten acht Monate sein.

Flugticket und ReisepassDie Gepäckabgabe verlief schnell und problemlos, sodass wir beschlossen, noch eine Kleinigkeit Essen zu gehen. Das Essen kam mir wie mein letztes Abendmahl vor, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, die nächsten acht Monate ohne diese drei Menschen zu verbringen, die mir die Welt bedeuten.

Als wir das Gate C06 erreichten, konnte ich meine Gefühle nicht länger zurück halten und der Abschied war tränenreich und sehr emotional. Während ich durch die Sicherheitskontrolle gelaufen bin und meine Familie mir nachgeschaut und immer wieder gewunken hat, hat es mir beinahe das Herz herausgerissen.

Beim Warten auf das Boarding kamen mir erneut die Tränen, während ich das wunderschöne Abschiedsgeschenk meiner Familie betrachtete. Als ich im Flugzeug saß, wurde mein Herz mit jedem zurück gelegten Kilometer schwerer… Hatte ich die richtige Entscheidung getroffen?

Mein Flug von München nach Dubai

Die sechs Stunden im Flugzeug nach Dubai waren sehr angenehm, da ich am Fenster saß und beide Plätze neben mir frei blieben. So konnte ich es mir bequem machen und Filme schauen.

Sonnenuntergang aus dem FlugzeugIn Dubai am Flughafen wurde ich von einem traumhaften Sonnenaufgang begrüßt und ich konnte sogar den Burj Khalifa sehen. Zum Glück landete mein Flugzeug aus München am selben Terminal, an dem mein Flug nach Australien starten sollte, sodass mir eine Fahrt zwischen den verschiedenen Terminals erspart blieb.

Trotz allem war die Ankunft hektisch, da ich große Angst hatte, dass mein Rucksack verloren gehen würde oder ich mich verlaufe und meinen Anschlussflug verpasse. Während alle anderen Passagiere also erstmal zum Essen oder zur Toilette verschwunden sind, bin ich zu meinem Gate gehetzt. Glücklicherweise war Gate B32 schnell gefunden und so blieb mir auch noch Zeit für einen Kaffee.

Weiter geht’s nach Brisbane

Der 15-Stunden-Flug nach Brisbane erwies sich als deutlich unangenehmer. Zum einen hatte ich keinen Fensterplatz mehr, zum anderen saß ich zwischen zwei korpulenteren Herren, die beide Armlehnen in Beschlag nahmen. Na das konnte ja heiter werden! Meine beste Freundin hatte mir zwar erzählt, dass ich einen neuen Sitzplatz bekommen würde, wenn mein Sitz »ganz aus Versehen« kaputt geht, aber das habe ich dann doch lieber sein gelassen.

Landeanflug auf BrisbaneWährend des Fluges kam ich mir vor wie in einer Mathestunde in der Schule: Man schaut auf die Uhr und hat das Gefühl, seit dem letzten Mal müssten Stunden vergangen sein, dabei waren es nur 4 Minuten. Somit zogen sich die 15 Stunden unerträglich in die Länge und ich war das glücklichste Mädchen der Welt, als wir mit dem Landeanflug auf Brisbane beginnen konnten.

Am Flughafen dauerte es noch einmal ewig, bis ich alle sehr strengen Kontrollen der australischen »Border control« passiert hatte. Zum Glück hatte ich alle wichtigen Dokumente zur Einreise beisammen und bekam endlich den Stempel in meinen Reisepass. Als ich die Ankunftshalle des Flughafens verlassen und die ersten Palmen gesehen habe, waren die Strapazen der letzten 24 Stunden vergessen. Ohne lange Wartezeit hat mich der gebuchte Shuttlebus zu meinem Hostel gebracht und hier sitze ich nun auf meinem Stockbett und kann mein Glück kaum fassen.

Bis bald,
Eure Lea

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About Lea

Lea

Lea ist 18 Jahre alt und kommt aus Mittelfranken in Bayern. Im Juni 2016 hat sie ihr Abitur bestanden und nimmt sich nun vor ihrem Soziologie Studium acht Monate Auszeit zur Selbstfindung in Australien.


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