Lara in Australien #9: Zeit für einen Rückblick

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Unsere High School-Stipendiatin Lara hat fünf Monate als Austauschschülerin in Australien verbracht. In ihrem letzten Blogpost hat sie noch von ihrem aufregenden Trip in den Norden Queenslands berichtet. Nun ist die 16-Jährige schon seit über einem Monat zurück in Deutschland. In ihrem Abschlussbericht beschreibt sie den Abschied von Australien und wie es sich anfühlt, nach einem halben Jahr am anderen Ende der Welt wieder zurück nach Hause zu kommen.

Aus Australien habe ich ganz neue Werte, Ziele und Motivationen mitgebracht. Vor allem habe ich gelernt, mir keine Chance entgehen zu lassen und das Beste aus meinem Leben zu machen.

Abschiednehmen

Stipendiatin Lara und ihre Gastfamilie vor der High School in AustralienDer Abschied von Australien ist mir sehr schwergefallen. Manchmal merkt man eben erst, was einem fehlt, wenn man dabei ist, es zu verlieren. Es hat es mich traurig gemacht, die »Guides« (Pfadfinder) ein letztes Mal zu sehen, vor allem, weil sie sich so eine Mühe mit meinem Abschied gemacht haben. Mit meinen Schulfreunden war es nicht anders. Die letzten beiden Tage habe ich die Pausen damit verbracht, wie verrückt durch die ganze Schule zu laufen, um meine Uniform von meinen Freunden unterschreiben zu lassen. Leider habe ich dadurch meine Freunde nur noch kurz sehen können.

Beim Abschied von meiner Gastfamilie am Tag meiner Abreise ist dann natürlich der Damm gebrochen und ich habe geweint. Ich hatte eine wunderschöne Zeit und ich habe so viel dazu gelernt. Mich hat die Tatsache traurig gemacht, dass wir jetzt eine Familie sind und ich nicht weiß, wann ich sie das nächste Mal wiedersehen kann.

Back at Home

Stipendiatin Lara in SchuluniformDie Rückreise dauerte diesmal 32 Stunden, da wir eine Hochschwangere im Flieger von Sydney nach Dubai hatten, bei der die Wehen einsetzten. Und so führte eins zum anderen – Umweg geflogen, Anschlussflug verpasst, auf den nächsten Flieger gewartet und erst etwa sechs Stunden später als erwartet in Hamburg angekommen. Zum Glück habe ich im Flugzeug weitere Austauschschüler von Stepin getroffen, ansonsten wäre die Wartezeit noch schlimmer gewesen.

In Hamburg angekommen, gab es dann ein frohes Wiedersehen mit meinen Eltern. Obwohl es schon gegen acht Uhr abends war, war alle Müdigkeit auf einmal purer Aufregung gewichen. Am nächsten Tag habe ich es mir dann nicht nehmen lassen, meine Klassenkameraden in der Schule zu besuchen – in meiner Schuluniform versteht sich – und am Nachmittag ging es zu meinen Großeltern. In den nächsten paar Tagen und Wochen habe ich all meine anderen Verwandten und Freunde getroffen und von meinen Erlebnissen erzählt. Natürlich haben sie sich gefreut, mich wiederzusehen und auch ich fand es schön, alle wiederzusehen.

Die Rückgewöhnungsphase

Stipendiatin Lara und ihre Gastgeschwister in AustralienAber die Rückkehr hatte auch ein paar negative Seiten: Zum einen wollte ich dank Jetlag die ersten paar Tage immer schon um sechs Uhr abends ins Bett gehen und hatte kaum Hunger. Zudem hat meine Freistellung in der Schule unerwartet früh geendet, da blieb für die Eingewöhnung nicht sehr viel Zeit. Zum Glück fingen kurz nach meiner Ankunft aber auch schon die Weihnachtsferien an.

Es ist etwas seltsam, auf einmal in einer anderen Klassenstufe als meine Freunde zu sein. Ich habe zwar eine liebe neue Klasse, eine Umstellung bleibt es aber trotzdem. Außerdem hat die Zeit in Deutschland nicht angehalten, während ich weg war und von daher ist es nicht ganz einfach, alte und geliebte Aktivitäten wieder aufzunehmen. Einige Freundschaften müssen wieder in die Gänge gebracht werden und so weiter und so fort.

Zudem habe ich selbst mich auch verändert und dieser Prozess hat noch meinen gesamten ersten Monat zurück in Deutschland angedauert. Aus Australien habe ich ganz neue Werte, Ziele und Motivationen mitgebracht. Vor allem habe ich gelernt, mir keine Chance entgehen zu lassen und das Beste aus meinem Leben zu machen.

Mein Fazit

Ein Schüleraustausch ist eine großartige Sache. Ich war super zufrieden mit Stepin, meiner Gastfamilie, den Erlebnissen in Australien und den Erkenntnissen, die ich von dort mitgebracht habe und ich möchte mich bei allen bedanken, die mich während dem Abenteuer Ausland begleitet und unterstützt haben. Ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich innerhalb von fünf Monaten ein ganzes Leben gelebt habe. Im Sommer geht es dann zum Returnee-Treffen und ich kann es kaum erwarten, mich mit all den anderen Returnees über unsere Austausch-Erlebnisse zu unterhalten. Noch weniger aber kann ich es erwarten, meine Familie in Australien wiederzusehen und noch mehr von der Welt zu entdecken!

Und jetzt liegt es an euch – euer eigenes Abenteuer wartet schon auf euch, ihr müsst nur den Absprung wagen. :-)

Eure Lara

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About Lara

Lara

Lara aus Aschersleben hat im Rahmen ihres Stipendiums 5 Monate lang eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat die 16-Jährige regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.

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