Lara in Australien #7: Update aus Down Under

Lara in Australien #7: Update aus Down Under

In ihrem letzten Bericht hat unsere High School-Stipendiatin Lara von ihrer spannenden Outback-Tour erzählt. Heute berichtet uns die Austauschschülerin in Australien von ihrer neuen Gastschwester Elouise und warum der Verlust eines Handys kein Weltuntergang ist.

Alles in allem bin ich einfach nur unfassbar dankbar, dass ich an dem besonderen Ereignis von Elouises Geburt und ihren ersten Lebensmonaten teilhaben darf!

Lara mit Baby Elouise auf dem ArmBaby Elouise ist da!
Nach meinen zwei Monaten war der große Moment endlich da: meine kleine Gastschwester Elouise ist am 16. September 2015 gegen Mittag zur Welt gekommen. Vor ihrer Geburt herrschte natürlich Chaos – ich hatte am Tag davor keine Schule, weil gerade die Examen geschrieben wurden und ich nur an den Tagen zur Schule musste, an denen ich tatsächlich ein Examen hatte. Statt aber an meinem Study Day für meine Prüfung in Primary Industries (Farmarbeit) zu lernen, habe ich meiner Gastmutter Ramani unter die Arme gegriffen und den Haushalt geschmissen.

Keine Sorge, ich bin hier kein Hausmädchen – alle zwei Stunden die Wäsche von der Waschmaschine in den Trockner zu stopfen und nachmittags auf meine Gastgeschwister aufzupassen ist nun wirklich kein Problem. Als meine Hostmum dann am Abend nach Hause kam, hat sie sogar trotz Wehen Hausarbeiten erledigt, obwohl ich ihr die ganze Zeit meine Hilfe angeboten habe. Dafür habe ich sie echt bewundert.

Die Namensfindung
Einen Tag nach ihrer Geburt konnten beide – meine Gastmutti und Elouise – auch schon aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie unglaublich niedlich Elouise ist! Und sie ist so winzig! Für die ersten Tage hatte sie, um ehrlich zu sein, noch gar keinen Namen. In Australien hat man sechzig Tage Zeit, um sich für einen Namen für ein Neugeborenes zu entscheiden. Es gab zahlreiche Vorschläge. Anastasia, Viola – nur dass die Australier es als »Veiola« aussprechen würden, was meine Gasteltern nicht wollten. Charlotte, aber der Name hat auch nicht ganz gepasst. Und dann gab es eben Elouise, kurz Ellie. Bevor die Entscheidung auf diesen Namen fiel, war sie allerdings einfach »baba« (das ist die australische Abwandlung von Baby).

Umgang mit einem neuen Geschwisterchen
Seither sind wir alle von dem kleinen Mädchen verzaubert und ich kann sie jeden Tag auf dem Arm halten. Ich habe auch schon dabei geholfen, sie zu baden. Meine Gastgeschwister Olivia und Sebastian haben zwar noch kleine Schwierigkeiten im richtigen Umgang mit dem Baby (zum Beispiel wissen sie noch nicht, dass es für das Baby unangenehm ist, den Kopf entgegen der Wuchsrichtung der Haare zu streicheln), aber die beiden sind ja selbst noch Kinder und im Großen und Ganzen bin ich mir sehr sicher, dass sie sich als großartige ältere Geschwister herausstellen werden. Alles in allem bin ich einfach nur unfassbar dankbar, dass ich an dem besonderen Ereignis von Elouises Geburt und ihren ersten Lebensmonaten teilhaben darf!

Der einzige Nachteil an der ganzen Sache ist, dass abends alle todmüde sind und es schwierig ist, als Familie irgendwo hinzugehen. Daher habe ich in letzter Zeit viele Sehenswürdigkeiten alleine besucht. Da mein Handy leider den Benutzer gewechselt hat, ist es auch nicht gerade einfach Freunde zu kontaktieren – aber das ist eine andere Geschichte.

Die Sache mit dem Handy
Dank eines unglücklichen Vorfalls wurde ich in ein Zeitalter zurückgeworfen, in dem das Leben noch ohne Smartphone möglich war. Okay, jetzt ist natürlich die Frage, warum ein fast siebzehn Jahre alter Teenager freiwillig sein Smartphone aufgibt. Die Antwort ist: gar nicht. Nur hatte ich eben das Pech, dass sich irgendjemand in der Innenstadt von Sydney mein Handy angeeignet hat. Ob es mir aus der Tasche gefallen ist oder ob es geklaut wurde – keine Ahnung. Aber wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war das Drama danach natürlich groß: SIM-Karte sperren, alle Passwörter ändern… Die Australier sind schon wirklich unglaublich liebe Menschen, aber wenn du mitten in der Großstadt etwas verlierst, dann stehen deine Chancen gegen Null, dass du jenen Gegenstand jemals wieder siehst.

Meine Tipps
Warum ich das alles erzähle? Mit dieser ganzen Geschichte möchte ich gern zwei Ratschläge an alle Reisenden und Austauschschüler geben:

  1. Egal wie unglaublich unattraktiv ihr Bauchtaschen findet, benutzt sie in der Großstadt. Es ist nicht witzig, wichtige, persönliche Gegenstände im Ausland zu verlieren.
  2. Lasst euch von so etwas nicht unterkriegen. Natürlich war ich traurig, als ich mit meinem Handy den Kontakt zu Freunden über Soziale Medien und ihre Handynummern verloren hatte sowie über 1.000 Bilder. Aber trotzdem lebe ich noch. Meine Gasteltern haben mir als Ersatz ein altes Nokia Handy gegeben und ich muss gestehen: das reicht völlig. Der Akku hält vier Tage und in Australien schreiben eh die meisten Leute normale SMS. Außerdem ist es auch mal schön entspannend, nicht andauernd von seinem Smartphone abgelenkt zu werden. Ich habe trotzdem Spaß in Australien und ich mache meine Bilder von nun an eben nur noch mit meiner normalen Kamera und organisiere mir den Rest via Facebook. Unterkriegen lasse ich mich davon nicht!

Also, liebe/r zukünftige/r Austauschschüler/in: Think positive and enjoy your time being! :-)

P.S.: Schon ganz bald kommt mein nächster Bericht, in dem ich euch von meinem Trip zum Great Barrier Reef erzählen werde.

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

About Lara

Lara

Lara aus Aschersleben hat im Rahmen ihres Stipendiums 5 Monate lang eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat die 16-Jährige regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.

Unsere Gratis-Kataloge

Zu unseren Programmen

Stepin auf Facebook

Stepin auf Instagram