Lara in Australien #4: Lauter erste Male

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Unsere Stipendiatin Lara ist nun schon seit knapp 3 Wochen in Australien. In ihrem heutigen Blog-Post berichtet die 16-jährige von ihrem Vorbereitungsseminar in Sydney, dem Kennenlernen ihrer Gastfamilie, den ersten Schultagen an ihrer australischen High School und ihren ersten Eindrücken aus Down Under.

Mein Gastbruder Sebastian war total begeistert von dem Lego-Set, das ich ihm geschenkt habe. Das Spielen mit den Kids war aber ganz schön ermüdend für mich. Nicht nur wegen dem Jetlag, sondern auch, weil ich bisher ein Leben als Einzelkind geführt und nun plötzlich zwei jüngere Geschwister habe.

Stipendiatin Lara in SydneyGruppenausreise
Am 06.07. ging es für mich endlich auf nach Australien. Um 22.20 Uhr startete der Flieger nach Dubai, wo wir in eine andere Maschine stiegen. Nach einundzwanzig Stunden Flug landete ich mit den anderen deutschen Austauschschülern in Sydney. Leider schlug sich die Zeitverschiebung (momentan ist man in Sydney der deutschen Zeit acht Stunden voraus) in extremer Müdigkeit nieder und ich habe die Busfahrt durch Sydney zum Vorbereitungsseminar größtenteils verschlafen.

Vorbereitungsseminar in Sydney
Am ersten Tag des Seminars ging es hauptsächlich darum, uns Austauschschüler aus diversen europäischen Ländern, wach zu halten und uns an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Während der darauf folgenden Tage ging es dann aber auch noch einmal um Regeln und Tipps für unseren Auslandsaufenthalt. Zudem haben wir einen Tagestrip nach Sydney und Manly unternommen. Ich konnte schon erste Fotos von der Harbour Bridge und dem Sydney Opera House machen und durfte meine ersten Tim Tams (Kakaokekse mit Schokocreme-Füllung) probieren.

Kennenlernen der GastfamilieLaras Gasteltern
Am Samstag, den 11.07. war es dann soweit: Endlich sollte ich meine Gastfamilie kennen lernen. Ich habe sie erst gar nicht erkannt, denn a) hatte ich leider vorher kein Bild von ihnen und b) hat man akustisch gar nicht verstanden, wer gerade von seiner Gastfamilie über die Lautsprecher ausgerufen wurde. Auf jeden Fall waren sie mir alle von der ersten Sekunde an sehr sympathisch und ich wurde von meinen Gasteltern Ramani und Paul zur Begrüßung wortwörtlich mit offenen Armen empfangen.

Bevor es zu meinem zukünftigen Zuhause ging, haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Strand gemacht und meine Familie hat mir mitgeteilt, dass wir während meines Aufenthalts Zuwachs bekommen würden. Ich freue mich richtig für meine Gastfamilie und bin ihnen sehr dankbar, dass sie dieses Erlebnis mit mir teilen möchten. So etwas erlebt nicht jeder Austauschschüler, denke ich.

Laras GastgeschwisterWährend der Fahrt nach Hause sind auch meine Gastgeschwister Olivia und Sebastian (beide deutlich jünger als ich) ein wenig aufgetaut und ich habe schon ein bisschen mit ihnen erzählt. Zu Hause angekommen, gaben mir die beiden eine Tour durch mein neues Heim und bis in den Abend hinein habe ich mit den beiden gespielt. Danach gab es dann ein Gespräch mit Paul und Ramani: welche Pflichten habe ich im Haushalt? Welche Regeln gibt es? Wann soll ich zuhause sein? Ich war so nervös, dass ich zwischendurch angefangen habe, mit spanischem Akzent zu sprechen – obwohl ich nie spanisch gelernt habe. :-) Als dieser Teil dann geklärt war, war ich dann allerdings erst einmal fix und fertig und wollte nur noch eins – schlafen.

Am Sonntag ging es dann weiter mit dem Spielen – Sebastian war total begeistert von dem Lego-Set, das ich ihm geschenkt habe. Auch wenn ich mich nicht viel aktiv bewegt habe, war es dennoch ganz schön ermüdend für mich. Nicht nur wegen dem Jetlag, sondern auch, weil ich bisher ein Leben als Einzelkind geführt und nun plötzlich zwei jüngere Geschwister habe. In den darauffolgenden Tagen habe ich mit Paul ein paar Vorbereitungen für den Schulstart getroffen – schließlich herrscht in Australien Uniformpflicht und dementsprechend musste ich noch ein paar Sachen kaufen.

Erster SchultagStipendiatin Lara in Schuluniform
Am Mittwoch hatte ich dann schließlich meinen ersten Schultag an der Muirfield High School, die eine Landwirtschafts-High School ist und sogar eine eigene Farm mit Kühen, Schafen, Hühnern, Gemüsegarten usw. hat. Die komplette erste Stunde (an meiner Schule habe ich täglich 4 Unterrichtsstunden à 80 Minuten) habe ich mit Bronte verbracht, die mich durch die Schule geführt und mir bei der Fächerwahl geholfen hat.

Fächerwahl
Ich habe mich bei den so genannten „Electives“ für Graphik (Photoshop, Animation), Landwirtschaft und PASS (Gesundheit, Coaching) entschieden. Nach der Mittagspause hatte ich dann Sport und ich habe mich zunächst an Fitness versucht. In den Pausen selbst hatte ich kaum Zeit, etwas zu essen, weil ich mich den zahlreichen Fragen meiner neuen Mitschüler stellen musste. Ich habe schon so viele nette und interessante Menschen kennen lernen dürfen.

Auf jeden Fall haben mir die neuen Fächer sehr viel Spaß gemacht – sogar PDHPE (Körperliche Entwicklung, Gesundheit und Körperliche Erziehung, sprich: nochmal Sport), wo wir Basketball gespielt haben. Ich muss gestehen, in allen Sportarten, die einen Ball beinhalten, eine absolute Niete zu sein und deswegen machen sie mir meist kaum Spaß, aber diesmal war dem offensichtlich nicht so.
Landwirtschaft war natürlich besonders spannend und die Tiere dort auf der Farm sind sehr zutraulich und knuffig, dafür mussten wir aber mit Schuluniform und normalen Schuhen durch den Matsch. PASS hat sich als eine sehr gute Wahl erwiesen, da ich dort meine Coaching-Kenntnisse erweitern konnte, nur mit Graphics hatte ich ein paar Schwierigkeiten – Frauen und Technik eben – aber ich seh‘ das mit Humor.

Mit der Schuluniform habe ich übrigens kein Problem gehabt und wider meiner Erwartung ist die Schule auch nicht ganz so streng damit, wenn man im Winter eben doch mal lieber dicke Klamotten von Zuhause drunterzieht oder sie farblich zur Schuluniform passen.

Lara beim Kochunterricht in AustralienStufenwechsel
In der darauf folgenden Woche hätte es schulisch gesehen eigentlich ruhiger zugehen sollen, da ich eigentlich ein schneller Lerner bin und der Alltag langsam einkehren sollte. Zu früh gefreut…
Da ich ein ganzes Jahr älter bin als meine Klassenkameraden und den meisten Unterrichtsstoff bereits vor Jahren behandelt habe, haben meine Gasteltern und ich uns dazu entschieden, zu beantragen, dass ich in die elfte Klasse versetzt werde. Ich habe das gerade einmal ansatzweise im Office angekündigt, als ich auch schon dienstags vor dem Deputy der Oberstufe (Klasse 11 und 12) stand und neue Fächer wählen sollte.

Natürlich war ich erstmal total überrollt von der neuen Situation und habe die Fächerwahl erst nach einer Beratung mit meiner Gastfamilie am Abend getroffen. Und wieder gab es total viele neue Fächer zum Ausprobieren, unter anderem habe ich jetzt auch Kochen & Küchenhygiene angewählt. Das gemeinste an dem Klassenwechsel ist, dass ich jetzt so viele liebenswerte Menschen kennengelernt habe, mich aber nicht zerteilen kann, um die Pause mit jedem verbringen zu können.

Freizeit in AustralienLara beim Eislaufen in Australien
Am Donnerstag habe ich Olivia abends zu den Guides (Pfadfindern) begleitet und war anfangs komplett überwältigt von dem Kreischen und Quietschen von zwanzig bis dreißig Mädchen im Grundschulalter. Ramani hat mir auch ans Herz gelegt, es mal mit den Guides in meinem Alter zu versuchen, da diese viel unternehmen und ich somit noch mehr aus den fünf Monaten rausholen könnte. Somit stand dann auch schon der erste Termin fest: Sonntag ging es in der Eishalle mit den Guides Schlittschuhlaufen. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und dementsprechend haben Ramani und ich uns auch schon um meine Anmeldung gekümmert.

Straße in AustralienAllgemeine Eindrücke
Zum Abschluss aber noch einmal ein paar allgemeine Eindrücke von Australien: Wie gesagt, ich habe damit gerechnet, dass die Schulen strenger sind, aber dem ist nicht so. Da ich in einem Vorort von Sydney lebe, haben die Straßen unheimlich viele Spuren und es ist wahnsinnig viel Verkehr. Paul meinte, dass die Straßen im gesamten Land breiter sind als in Europa – man hat hier ja aber auch schließlich viel mehr Platz.

Der Tagesablauf im allgemeinen ist hier auch etwas anders strukturiert – er beginnt und endet früher. Während ich in Deutschland abends zum Training aufgebrochen bin, entspannt man hier mit seiner Familie. Des Weiteren sind die Sportarten hier saisonal – momentan ist hier Winter, also kann ich nicht Schwimmen als Schulsport wählen. Stichwort Winter: in der Gegend um Sydney ist es ist das ganze Jahr über relativ mild, nicht zu heiß und nicht zu kalt.

Wie wahrscheinlich die meisten wissen, wird in Australien auf der linken Seite gefahren. In den ersten Tagen, wenn meine Gasteltern mich irgendwo hingefahren haben, habe ich jedes mal nur gedacht: „Pass auf, da kommt ein Auto! Oh mein Gott, wir bauen gleich einen Unfall!“ Mittlerweile habe ich mich aber schon daran gewöhnt. So, genügend Informationen für’s Erste.

Es gibt hier so viel zu erleben, dass ich schon in Kürze wieder mehr als genug Material für den nächsten Blog-Post zusammen habe.

Bis dahin – bleibt neugierig! :-)
Eure Lara

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About Lara

Lara

Lara aus Aschersleben hat im Rahmen ihres Stipendiums 5 Monate lang eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat die 16-Jährige regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.

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