Lara in Australien #2: Mein letzter Monat vor dem großen Abenteuer

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Stipendiatin Lara wird für 5 Monate eine australische High School besuchen. Anfang Juli, in weniger als drei Wochen, beginnt ihr Auslandsabenteuer Down Under. Heute berichtet sie von ihrem letzten Monat vor ihrer Ausreise zum Schüleraustausch in Australien. Kommen die Visumsunterlagen wohl pünktlich an? Welches Gastgeschenk soll sie mitbringen? Wird sie ihre Liebsten zuhause sehr vermissen?

In weniger als einem Monat werde ich nach Australien reisen… Und was merke ich davon? Nichts, ehrlich gesagt. Es tut mir leid, wenn ich jetzt irgendjemanden enttäusche, aber ich bin in der Tat noch nicht aufgeregt. Dafür habe ich während des ungeheuer langen Fluges auch noch genug Zeit.

Letzte Vorbereitungen
Während ich mich auf die letzten größeren Schularbeiten konzentriere, verliert meine Mum dagegen so langsam ihre innere Ruhe. Meine Visumsunterlagen sind noch nicht angekommen und die Post droht mit unbefristetem Streik – klar, dass sie sich da Sorgen macht. Da ist es besser, wenn ich mich nicht von der Aufregung anstecken lasse. Für meine Eltern und Freunde ist mein Auslandsjahr eine ganz neue Situation, weil sie mich nun fünf Monate lang nicht sehen. Es ist definitiv nicht so, dass mir alles egal wäre oder Ähnliches – beim besten Willen nicht. Meine Aufregung kommt noch, ganz bestimmt! :-)

Bis zu diesem Zeitpunkt haben meine Eltern und ich nun schon einiges hinter uns – all die auszufüllenden Bewerbungsunterlagen, das Vorbereitungsseminar, ein paar Arzttermine und natürlich die zahlreichen Gänge zu den Behörden für Sorgerecht, Reisepass, etc. Ich war auch schon bei den lokalen Medien und habe ein wenig über mein bevorstehendes Auslandsjahr berichtet: Sie wollten wissen, warum ich nach Australien möchte, für wie lange ich denn dort bleibe und wie das mit dem Stipendium abgelaufen ist.

Album bastelnGastgeschenke
Obwohl nun schon einiges geschafft ist, sind dennoch ein paar Dinge offen. Meine Packliste und die Gastgeschenke sind noch fällig. Von Lebensmitteln halte ich lieber Abstand. Nicht, dass ich alles in Deutschland lassen muss und meiner Gastfamilie mit leeren Händen gegenüberstehe. Bisher tendiere ich zu einem Füller. Das klingt für Deutsche vielleicht ein bisschen komisch, aber so was gibt es in „Down Under“ nicht und von daher finden die Australier Füllhalter eben sehr interessant. Außerdem gibt es in einem Laden hier Postkarten, auf denen deutsche Sprichwörter wortwörtlich in das Englische übersetzt wurden. „Friede, Freude, Eierkuchen“ wurde dann einfach zu „Peace, Joy and Eggcake“. :-)

Auf keinen Fall dürfen aber Fotos von Deutschland, meiner Familie und meinen Freunden fehlen. Dafür habe ich schon eine ganze Menge Bilder zusammengesucht. Macht den Koffer zwar ein bisschen schwerer, aber ich will das Album meiner Gastfamilie schenken. Je nachdem, wann ich meine Gastfamilie bekomme und wie oft ich bis zur Ausreise mit ihnen Kontakt habe, finde ich eventuell auch noch ein paar weitere Interessen von ihnen heraus. Dann kann ich mich nach ein paar spezifischeren Geschenken umsehen.

Abschied nehmenErste Abschiedsparty
Was dagegen schon geplant ist, sind die Abschiedspartys. Ja, mehrere Partys und nicht nur eine. Ich möchte nicht mit allen auf einmal feiern, da nicht alle dieselben Interessen haben. Damit sich keiner langweilt oder sich unwohl fühlt und ich mir für jeden noch einmal genügend Zeit nehmen kann, sind mehrere Veranstaltungen nötig. Die erste Party fand bereits heute statt.

Fällt es mir schon schwer, mich von jemandem zu verabschieden, den ich eventuell bis zum Abflug nicht mehr sehe? Nein. Bis auf die Tatsache, dass ich nicht da bin, geht für Freunde und Familie hier in Deutschland der Alltag ganz normal weiter. Ich hingegen muss mir meinen Tagesablauf in Australien und mein soziales Umfeld komplett neu organisieren. Ich werde so viel erleben, jeden Tag etwas Neues, sodass ich wahrscheinlich gar nicht so viel Zeit haben werde, mich allzu häufig bei jemandem in Deutschland zu melden. Für mich werden die fünf Monate rasend schnell vorbei sein. Glücklicherweise haben dafür aber alle Verständnis und sind mir nicht böse, wenn ich den Kontakt während des Auslandsjahres etwas zurückfahre.

Dafür schreibe ich ja regelmäßig Berichte darüber, was ich in Australien alles erlebe. Mum meinte nur: „Solange du dich nicht persönlich meldest, weiß ich, dass es dir gut geht.“ Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich von allen Seiten erhalte. Nicht nur von Verwandten und Bekannten, sondern auch von den Mitarbeitern von Stepin, die sich hier in Deutschland und vor Ort in Australien um mich kümmern.

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About Lara

Lara

Lara aus Aschersleben hat im Rahmen ihres Stipendiums 5 Monate lang eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat die 16-Jährige regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.

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