Lara in Australien #1: Das Vorbereitungsseminar

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Es wird Sommer und das bedeutet, unsere diesjährigen Stipendiaten bereiten sich auf ihre große Reise ins Land ihrer Träume vor. Lara aus Aschersleben wird in etwa einem Monat, als erste unserer 4 Stipendiaten, den Schritt wagen und ihren Schüleraustausch in Australien beginnen. Im Laufe ihrer 5 Monate vor Ort, wird sie uns hier auf der Weltneugier regelmäßig an ihrem High School-Leben teilhaben lassen. Heute berichtet Lara aber erst einmal von ihren Eindrücken vom Vorbereitungsseminar, auch Interkulturelles Training genannt, welches sie im April besucht hat.

Nachdem ich mich erfolgreich für das Stipendium in Australien beworben hatte, kamen auch schon bald die ersten Rundbriefe mit zahlreichen Informationen zu meinem Auslandsjahr. Manche Fragen blieben dennoch offen, die man teilweise auch lieber von persönlich klären wollte und genau dafür gibt es das Vorbereitungsseminar.

Interkulturelles Training 2015Kennenlernspiele, Eisbergprinzip & Co.
Mein Seminar fand am 18. und 19. April in Bad Honnef bei Bonn statt. Da die Anfahrt etwa fünf Stunden dauert, bin ich mit meinen Eltern allerdings schon am Freitagmittag aufgebrochen. Am Samstag luden mich meine Eltern dann bei der Jugendherberge ab. Es waren schon einige weitere Austauschschüler da und so lernte man sich eben schon einmal kennen: Wo kommt ihr her? Wo machst du dein Austauschjahr? Wie lange bleibst du dort?

Um zwölf Uhr ging es dann richtig los und zwar – wer hätte das gedacht ;-) – mit einem Kennenlernspiel. Aber so was gehört nun mal eben mit dazu. Danach wurden wir in unsere Workshops aufgeteilt. Gleich zu Beginn haben wir erstmal damit begonnen, Vorurteile aus dem Weg zu räumen – ganz nach dem Eisbergprinzip. Wer dieses nicht kennt: Die Spitze des Eisbergs ist das, was man sieht. In diesem Falle, was man von seinem Zielland erwartet oder davon kennt. Dabei gibt es aber noch so viel mehr, was ein Land und seine Einwohner ausmacht – das ist der Rest des Eisbergs, der unter der Oberfläche liegt und nur darauf wartet, entdeckt zu werden. So viel Neues kann manchmal auch beängstigend wirken und so haben wir auch über eventuelle Sorgen bezüglich des Auslandsjahres gesprochen. Da wir aber stets auf die Unterstützung unseres Betreuers zählen können, habe ich solche kaum.

Returnee-Gespräche
Am Interessantesten waren jedoch die Unterhaltungen mit den Returnees. Wer könnte einem schließlich besser weiterhelfen als jemand, der selbst vor nicht allzu langer Zeit im Ausland war und sich einmal in genau derselben Lage befand wie man selbst? Zudem hat man sich auch getraut, Fragen zu stellen, die einem Erwachsenen gegenüber schwerer über die Lippen gekommen wären. Jeder der Returnees hat am Abend sein Gastland und seine Gastfamilie vorgestellt. Dabei hat man auch etwas von den anderen Zielländern wie zum Beispiel Kanada und Neuseeland gehört.

Nach dieser Präsentation wurden wir vier Stipendiaten noch einmal zu einer Besprechung versammelt. Ich fand es spannend, die anderen Stipendiaten kennen zu lernen. Während meines 5-monatigen Aufenthalts sind mehrere Berichte einzureichen, durch die ihr hier auf der Weltneugier meine Erlebnisse mitverfolgen könnt. Für ein Vollstipendium will man schließlich auch etwas tun. ;-)

Talente-Abend
Nach dem Abendessen bestand noch einmal die Möglichkeit, etwas für den Spiele- und Talenteabend vorzubereiten. Ich habe mich bereits im Vorhinein mit ein paar Mädchen zu einer Gruppe zusammengeschlossen, um den Cup Song aus Pitch Perfect vorzuspielen. Der darauf folgende Talenteabend – da muss ich ehrlich sein – zog sich ein wenig in die Länge. Fast jeder hatte ein Spiel vorbereitet, dessen Regeln nicht jedem gleich verständlich waren oder bei dem sich die Beteiligung in Grenzen gehalten hat. Zugegeben, bei uns lief es auch schief. Nach dem Refrain haben wir den Einsatz für die zweite Strophe verpasst, die dann nur noch ein unkoordniertes Murmeln war. Lustig war es trotzdem, man darf sich halt selbst nicht immer ganz so ernst sehen und muss mal über sich lachen.

Interkulturelles Training 2015Kommunikations-Workshop
Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Kommunikations-Workshop. Allerdings haben wir uns dabei nicht die ganze Zeit auf Englisch unterhalten. Ausreichende Kenntnisse in der Sprache sind ja bereits eine Vorraussetzung für so ein Auslandsjahr. Nachdem wir also eine kleine Übung zum Umschreiben gemacht haben, ging es auf Deutsch weiter. Wir wurden darauf hingewiesen, bei Problemen besser Ich-Botschaften zu verwenden, da diese nicht so anklagend wirken wie Du-Botschaften. Ironischerweise hatte ich solche Botschaften ein paar Wochen zuvor im Psychologie-Unterricht. Des Weiteren sind Deutsche bei ihrer Wortwahl sehr direkt, auch wenn einem das selbst nicht direkt auffällt. In Australien dagegen ist man zwar zu jedem freundlich (dort grüßt man im Gegensatz zu hier immer den Busfahrer, etc.), aber man dringt mit den Fragen nicht so weit in die Privatsphäre ein und sollte lieber „durch die Blume sprechen“, um nicht prollig zu wirken.
Neben zahlreichen Informationen, die wir während der Workshops gesammelt haben, konnte ich auch viele neue Bekanntschaften knüpfen. Es ist sehr interessant, Gleichgesinnte zu treffen, die es ebenfalls in die Ferne zieht.

Nachdem wir das Programm ein wenig verkürzt haben (wir sind zügig vorangekommen), wurde die Belehrung bezüglich der Regeln vorgezogen. Letzteres war irgendwie sogar unterhaltsam, wenn man gehört hat, aus welchen Gründen andere Schüler das Programm vorzeitig abbrechen mussten. Da waren schon einige lächerlich peinliche Geschichten dabei.

Danach wurden noch ein paar organisatorische Fragen geklärt – Kreditkarte, Visum, etc. und dann war um 12 Uhr auch schon Schluss. Alles in Allem war es ein sehr spannendes Wochenende und ich kann es kaum erwarten, alle Steppies wiederzusehen. Wenn nicht schon bei der Reise nach Australien, dann spätestens beim Returnee-Treffen im nächsten Jahr.

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About Lara

Lara

Lara aus Aschersleben hat im Rahmen ihres Stipendiums 5 Monate lang eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat die 16-Jährige regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.

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