Justin in Australien #3: Cooloola Great Walk

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Nachdem Justin im Rahmen seiner Farmarbeit für einige Zeit im Hinterland von Queensland gearbeitet hatte, fuhr er für ein paar freie Tage zurück nach Brisbane. Hier informierte er sich über eine mehrtägige Wanderung und entschied sich schließlich für den Cooloola Great Walk – eine 100-Kilometer-Wanderung von Noosa zum Rainbow Beach an der Sunshine Coast. Wen Justin auf seinem Trip so alles kennengelernt hat und, ob er danach zurück zu seinem Job gefahren ist, erfahrt ihr in seinem heutigen Blogpost.

Eine neue Bekanntschaft

Der Bus von Brisbane nach Noosa kostete 25 Dollar. Vor Ort angekommen, suchte ich den Campingplatz, den ich vorher im Internet rausgesucht hatte und bat dabei einen Mann um Hilfe. Dieser war sofort hilfsbereit, bot mir nach einem kurzen Gespräch einen Schlafplatz an und fragte, ob ich nicht Interesse hätte, mit ihm am nächsten Tag Poker zu spielen. Da ich das Pokerspielen vermisste, er sehr nett erschien und eine warme, kostenfreie Nacht in einem Haus verlockend klang, willigte ich ein und lernte einen wahnsinnig interessanten Menschen kennen.

Dean ist 35 und hat als Kind in Saudi-Arabien gelebt. Er hat seine Firma und sein Haus verkauft, seine Freundin verlassen und sechs Monate lang ohne jeglichen Komfort am Strand gelebt. Nun baut er sich ein neues Leben auf. Er ist super hilfsbereit und hat eine Menge spannender Geschichten über sein Leben zu erzählen.

Kasino in AustralienMeine neue Bekanntschaft schenkte mir allerlei Campingausrüstung, eine Badehose und -brille, ein tragbares Aufladegerät, drei kostenlose Übernachtungen und am Wichtigsten: tolle Begegnungen zu sehr netten Menschen in Cooroy und Tewantin. Diese traf ich bei zwei kostenfreien Pokerturnieren, wovon ich eines als Fünfter von 47 Teilnehmern abschloss. Wir redeten alle miteinander, als ob wir uns schon ewig kennen würden – es war toll!

Vorbereitungen für den Wandertrip

Dean hatte mir erst im Kasino ungefragt Drinks gekauft und war dann früher zurück nach Cooroy gefahren, wo ich mir später Hamburger machen und mich für die Wanderung vorbereiten durfte. Ich musste mir noch Tabletten kaufen, die dreckiges Wasser zu Trinkwasser machen, vier Camps auf meiner Wanderroute buchen, Verpflegung für fünf Tage besorgen und die Reise zurück nach Brisbane planen.

Dean überlegte sogar mit mir zu kommen, doch er musste leider absagen. Wir haben uns jedoch versprochen, irgendwann noch einmal zusammen Poker zu spielen. Ich werde niemals den Augenblick vergessen, in dem er sich für warme Nudeln, die ich ihm gemacht hatte bedankte: »Das ist das Netteste, was jemand für mich seit Langem getan hat.«  – Sehr bedauerlich!

Die Wanderung kann beginnen!

Wanderung AustralienAm Dienstagmorgen war endlich alles geplant und vorbereitet und ich hatte schon 10 Kilometer mit meinem vollen Rucksack geschafft, als es anfing zu regnen und ich plötzlich pitschnass war. Ich konnte zwar meinen Rucksack unter einem Verkehrsschild retten, aber der Einstieg in die Tour war wirklich nicht perfekt.

Als ich dann auch noch vergeblich den Eingang des Wanderweges suchte, ging ich nach 25 Kilometern das Risiko ein, eine 5.000-Dollar-Strafe zu kassieren und campte einfach verbotenerweise direkt am Meer. Ich rollte nur meinen Schlafsack aus, ließ die letzten Quads am Strand vorbeifahren (einzigartiger Strand-Highway) und genoss den wunderschönen Blick auf die funkelnden Sterne über mir.

60 Kilometer bis Rainbow Beach

Strand Sunshine CoastAm nächsten Tag wanderte ich weitere 10 Kilometer am Strand entlang und versuchte den Trail (Wanderweg) in den steilen Sanddünen zu finden, der laut meiner Karte nicht weit entfernt sein sollte. Doch jedes Mal verlor ich mich mitten im Gestrüpp und war froh, als mich ein Camper zum nächsten Campingplatz mitnahm.

Von dort ging ich mehrere Kilometer in den Wald hinein und endlich fand ich meine Route. Ich lernte ein Paar aus Melbourne kennen, plauderte ein wenig mit den beiden, aber freute mich dann auch wieder über die Ruhe beim Wandern und die noch kommenden aufregenden Meter und Nächte.

Camping im BuschDer Weg war gut ausgebaut, verlief mitten durch einen Wald und war nur von wenigen Hügeln durchzogen. Ich legte, ohne mich zu stressen, in drei Tagen ca. 60 Kilometer zurück, entdeckte schöne Naturplätze, musste nachts einheimische Mäuse verjagen und ging ganz knapp an einer handgroßen Riesenspinne vorbei.

In Rainbow Beach verbrachte ich eine Nacht als Wildcamper in einem Park. Dann fuhr ich auch schon wieder zurück nach Brisbane und checkte in meinem Hostel ein.

Eine plötzliche Wendung: Der neue Job

Am Montagabend rief mich Max, der Chef meines ersten Jobs an und sagte, dass wir wegen des Wetters bis Donnerstag nicht arbeiten könnte. Ich intensivierte meine Jobsuche und lernte Dienstagmittag, wie durch eine Fügung des Schicksals, in meinem Hostel mehrere Backpacker kennen, die Kontakt zu einer Frau (Sandra) hatten, die Jobs zu vergeben hatte.

Sandra versprach mir zusammen mit Elodie, einem der Backpacker, einen Job und eine Wohnung in Boonah. Dort vermietet sie ein super Haus an Backpacker, das mit allem ausgestattet ist, was man braucht – es gibt sogar Squash- und Fitnessräume. Sandra hat schon vielen Backpackern geholfen und zeigte uns die kleine, aber tolle Stadt. Fünf Meter vom Haus entfernt gibt es Tennisplätze, Fußballplätze befinden sich in 50 Metern Entfernung und fünf Minuten geht man zum nächsten Supermarkt. Ansonsten findet man vor allem: viel Ruhe.

Sandra hatte mir fünf Sekunden gegeben, mich zu entscheiden, mit ihr zu kommen oder nicht und ich musste, trotz meinem eigentlichen Job, diese Möglichkeit annehmen. Ich entschuldigte mich bei Max und meinen Kollegen und weiß derzeit noch nicht viel über meinen neuen Job. Was ich allerdings weiß ist, dass ich eine bezahlbare Unterkunft mit einer netten Frau aus Neukaledonien und anderen Leuten teile, die Möglichkeit Sport zu treiben habe und mich eventuell sogar sozial engagieren kann.

Hoffentlich verspricht diese Option einen sicheren und machbaren Job. Ich bin sehr aufgeregt über diese überraschende Wende und hoffe, dass es gut wird. Doch darüber mehr in meinem nächsten Blogpost.

Bis bald,
Euer Justin

Justins vorheriger Artikel Mehr Infos zum Programm

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About Justin

Justin

Justin hat nach einem unvergesslichen Farmaufenthalt in Island nun wieder seinen Rucksack geschnallt und sich auf den Weg nach Australien gemacht. In den nächsten Monaten berichtet der 23-Jährige live aus Australien von seinen Erlebnissen auf verschiedenen Farmen in Down Under.




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