Nach den ersten paar Tagen Eingewöhnungszeit auf Malta, ging es für Jule auch schon los mit ihrem Auslandspraktikum. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Wechsel der Praktikumsstelle ist sie nun glücklich angestellt in einem Hotelbetrieb. In ihrer Freizeit entdeckt Jule weiterhin die Mittelmeerinsel und versorgt euch mit hilfreichen Insider-Tipps. Erfahre in ihrem heutigen Blogpost, welche Sehenswürdigkeiten Maltas sich wirklich lohnen.

Was mir hier auf Malta sehr positiv aufgefallen ist: Auf Grund der Wärme und der Helligkeit habe ich viel weniger Probleme damit morgens aufzustehen, als normalerweise. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir uns zu dritt ein Zimmer teilen und ich meinen Wecker so schnell es geht ausschalten möchte, um niemanden zu stören, während ich zuhause meistens noch mehrfach den Snooze-Button drücke.

Praktikumsstelle Nr. 1 – Problemfall Kindergarten

You can't buy happiness but you can buy Ice Cream SignWährend der ersten Zeit im Kindergarten – meiner ersten Praktikumsstelle – wurde mir schnell klar, dass ich dort nicht glücklich werden würde. Vielleicht lag es an den kulturellen Unterschieden und den teils konträren pädagogischen Grundprinzipien, oder aber auch daran, dass ich im Voraus andere Vorstellungen von meinem Praktikum hatte.

Es ergaben sich andere Aufgaben, als ich vermutet hatte: Anstatt eines erzieherischen Auftrags, standen vor allem pflegerische Tätigkeiten (Füttern, Umziehen und Waschen) im Vordergrund. Erschwerend kam ein extrem hoher Grundgeräuschpegel hinzu, den ich als körperlich unangenehm empfand.

Da ich das Gefühl hatte, mich nicht in das Team einzufinden, beschloss ich nach insgesamt 1,5 Wochen, mein Praktikum zu wechseln. Hierbei wurde ich von der Partnerorganisation vor Ort, aber auch per Mail von Stepin ganz toll unterstützt und es konnte innerhalb weniger Tage eine neue Stelle für mich gefunden werden.

Praktikumsstelle Nr. 2 – Eine tolle Wendung

Am Freitag meiner zweiten Woche auf Malta begann ich somit, in einem Hotel zu arbeiten. Dort arbeite ich nun seit über zwei Wochen und bin wahnsinnig glücklich.

Daher mein Tipp: Scheut euch nicht, wenn ihr mit eurem Praktikum unglücklich seid, nach Hilfe zu fragen! Es gibt wirklich tolle Praktikumsstellen und jede/jeder sollte während ihres/seines Aufenthalts hier eine Arbeit haben, die sie/ihn glücklich macht.

Meine Arbeit in der Hotel-Gastronomie

Das Hotel, in dem ich nun arbeite, liegt direkt an der Promenade Sliemas und ist somit sehr gefragt. Ich fange zwar schon recht früh (um 7:30 Uhr) mit der Arbeit an, da ich morgens beim Frühstück aushelfe, aber dafür habe ich jeden Tag zwischen 14:00 und 15:00 Uhr Feierabend und kann schöne Dinge auf Malta unternehmen.

Sliema WaterfrontNeben dem Frühstück helfe ich auch an der Rezeption; als allererstes darf ich allerdings jeden Tag erst einmal selbst im Hotel frühstücken. Der Hotelmanager spricht fließend Malti, Englisch, Französisch und Italienisch und ist selbst viel gereist. Er ist unfassbar nett und erklärt mir alles, was in dem Hotel vor sich geht.

Während der Arbeit lerne ich zusätzlich viele interessante Menschen auf aller Welt kennen und spreche den ganzen Tag über Englisch. Mit manchen Gästen war ich sogar noch nach der Arbeit einen Kaffee trinken. Durch die Arbeit im Hotel bietet sich mir also wirklich die Möglichkeit, interessante Einblicke in verschiedene Kulturen zu erhalten.

Tipp: Wenn ihr überlegt, nach Malta zu reisen, denkt unbedingt über ein Praktikum in einem Hotel nach! Dies ist auch ohne Vorerfahrung in der Gastronomie gut machbar, bietet viele Möglichkeiten verschiedene Fremdsprachen zu sprechen und bringt zahlreiche interessante Bekanntschaften mit sich.

Sightseeing auf Malta

Neben der Arbeit habe ich nun auch viel Freizeit, um Malta zu entdecken. Ich persönlich bin kein großer Fan vom Sonnenbaden am Strand, was vor allem daran liegt, dass ich sehr schnell verbrenne.

Tipp: Bringt viel Sonnencreme mit! Zwar sagt man normalerweise, dass solche Produkte auch gut erst vor Ort gekauft werden können, allerdings ist Sonnencreme mit einem etwas höheren Lichtschutzfaktor hier recht teuer und das Mitbringen lohnt sich.

MarsaxlokkAußerdem sind mir Maltas Sandstrände – zumindest während der Touristensaison – zu voll. Daher treibe ich mich in verschiedenen Städten herum.

Meine liebsten Orte sind bisher Marsaxlokk (ein kleines Fischerdorf und sein Wochenmarkt), Blue Grotto (eine Bootstour durch die Grotten lohnt sich vor allem auf Grund der bezaubernden Lichtreflexe), Popeye Village (eine Kulissenstadt für die Popeye-Filme) und Pretty Bay am Abend. Doch auch Valletta mag ich nach wie vor sehr gern – eben ein richtiger Wohlfühlort. Mir haben es ganz besonders die Upper Barrakka Gardens angetan.

Ausflüge und neue Freundschaften

Jule und ihre Mitbewohner auf Weinfest in ValettaNeben dem wunderschönen Malta und der spannenden Arbeit ist auch das Zusammenleben im Haus eine bisher extrem positive Erfahrung. Wir unternehmen viel gemeinsam und so hat man direkt von Anfang an ein paar Menschen um sich herum, mit denen man Neues erkunden kann, teils entstehen richtige Freundschaften.

Unter Anderem waren wir alle zusammen auf einem Weinfest in Valletta und fahren regelmäßig gemeinsam an den Strand oder nach San Julian. So lässt sich die Zeit auf Malta noch viel mehr genießen!

Bis bald,
Eure Jule

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