Malte in den USA #2: Der Start in der High School

Malte in den USA #2: Der Start in der High School

Unser Stipendiat Malte absolviert ein High School-Jahr in Pensacola, Florida, USA. In den nächsten Monaten berichtet er uns in regelmäßigen Abständen von seinem Erlebnissen. Nach einem kurzen, aber tollen, Aufenthalt in New York ist Malte in Pensacola angekommen. In seinem neuen Bericht schildert er uns seine ersten Eindrücke.

Nach meiner New York Besichtigung ging es auch ohne Pause weiter. Am Pensacoler Flughafen angekommen, wurde ich von meiner Gastfamilie und meinem örtlichen Supervisor begrüßt. Man hat erst einmal versucht, nicht ganz so verstört in der Gegend rum zu stehen, da die Atmosphäre sehr angespannt war, da niemand einen Fehler machen wollte, um den ersten Eindruck von sich zu zerstören.

High School USA: Malte und das SchulmaskottchenNachdem meine Gastfamilie und ich ins Auto gestiegen sind und uns von dem örtlichen Supervisor verabschiedet hatten, lockerte sich die Stimmung allmählich. Natürlich gab es erst einmal Fragen zum Flug, wie es mir so ergangen ist und was mein erster Eindruck von Florida ist. Ich habe versucht, die Fragen mit meinen Schulenglisch so gut wie möglich zu beantworten, aber manchmal muss man auch einfach nur so tun, als ob man etwas verstanden hat, um nicht dieses unangenehme Schweigen zu erzeugen.

Das neue zu Hause
Angekommen in meinem neuen Zuhause, wurden mir erst mal das Haus, der Garten und mein Zimmer gezeigt. Außerdem wurden auch gleich ein paar Verhaltensregeln aufgestellt. Meine Gastfamilie vertritt allerdings eher die Ansicht, wenn man klug handelt, hat man auch mehr Freiheit und eben umgekehrt. Das hieß für mich: Stell nichts Dummes an, ansonsten schaut dir der Gastvater bei allem über die Schulter. Was sich später aber als inkorrekt rausstellen sollte, da er doch sehr kontrollbegierig ist. Eine andere Kultur eben, aber davon lässt man sich ja nichts verhageln.

In Florida hatte ich auch nur ein Wochenende, was mich vom meinem Schulstart trennte. Dieses habe ich hauptsächlich damit verbracht Pensacola und meine Familie kennenzulernen. Außerdem war Sonntag das Familien Dinner, wo ich die meisten Familienmitglieder kennenlernen durfte. Das „family dinner” ist jeden Sonntag um ca. 18 Uhr und schon jetzt ein fester Bestandteil meiner Woche. Natürlich war ich auch gespannt auf die Schule, aber ein bisschen mehr Eingewöhnungszeit wäre doch sehr angenehm gewesen.

High School USA: Malte beim mexikanischen DinnerDer erste Schultag
Am Montag ging es dann auch schon los. Den Stundenplan hatte ich zuvor, nach einem Schulbesuch am Wochenende, erstellt. Aber die Schule hat mich dann auch ein bisschen alleine dastehen lassen. Mir hatte zwar ein Schüler den Campus gezeigt, aber das riesige neue Schulgelände erst einmal zu verinnerlichen, dauert doch ein bisschen länger. Also musste ich mich zu den Klassenräumen durchfragen, was aber aufgrund der wirklich offenen und freundlichen Lehrer und Schüler kein Problem war.

Im Laufe der Woche musste ich mich an die Alltagsroutine gewöhnen, da in der Schule keine wirklichen Pausen integriert sind – von der Lunch Pause abgesehen. Stattdessen hat man nach Ende einer Schulstunde fünf Minuten um den Klassenraum zu wechseln und jede Stunde dauert 50 Minuten. Aber ein überraschend angenehmer Wechsel war der Schulbus, weil dieser nahezu direkt vor meiner Haustür hält und mich direkt zum Hintereingang der Schule bringt. Also allerhand Neues!

Natürlich muss man sich auch darum kümmern, neue Freunde zu finden. Die Amerikaner sind zwar sehr neugierig und offen, aber wenn man selbst nicht aktiv wird, bringt das einem auch keine Freunde. Das war für mich auch die erste richtige Hürde, da die sprachlichen Probleme doch spürbar waren. Man konnte zwar kommunizieren, aber in den ersten Wochen war es trotzdem eher wie ein abgehacktes Gespräch. Aber das hat sich rasch geändert. Nach ca. zwei Wochen hatte ich schon erste Freunde gefunden, was den ganzen Schulalltag deutlich angenehmer gestaltete.

Viele Leute meinen auch, man sollte gar keinen Kontakt zu Freunden aus Deutschland haben, zumindest in den ersten Wochen, da dies das neue Leben im Ausland negativ beeinträchtigen könnte. Aber mir hat es eher mehr geholfen als geschadet, mit alten Freunden zu schreiben. Also einiges kann man einfach nicht erklären, solange man nicht im Ausland getrennt von seiner Familie ist. Ich hatte einen mittelmäßigen Start in Florida, mit wunderbaren Aussichten auf die nächsten Wochen.

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About Malte

Malte

Malte absolviert ein High School-Jahr in den USA, genauer gesagt in Pensacola im Sonnenstaat Florida. Er ist einer unserer Stipendiaten über ein Stipendium für das Programm High School Classic. In den nächsten Monaten berichtet er uns in regelmäßigen Abständen von seinem Aufenthalt und seinen Erfahrungen!

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