Laura in Australien #4: Outdoor Education – Das Fach der anderen Art

Laura in Australien #4: Outdoor Education – Das Fach der anderen Art

Es gibt News aus Tasmanien: Nachdem Laura das letzte Mal von den Feierlichkeiten des Australia Day berichtete, schreibt sie diesmal von einem ganz besonderen Schulfach während ihres Schüleraustauschs in Australien, der Outdoor Education!

Nachdem ich wundervolle zehn Wochen Sommerferien mit viel Strand, Sonnenschein und Freiheiten genießen durfte, hat nun mal wieder die Schule begonnen. Es hat sich schon komisch angefühlt, als ich vor zwei Wochen das erste Mal wieder meine grüne Schuluniform anziehen musste, die seit Wochen unberührt in den Tiefen meines Schranks hing.

Schuluniformen

Laura vor einer wunderschönen KüstenskylineObwohl alle immer sagen, wie gerne sie mal ein Schulsystem mit einer Schuluniform ausprobieren möchten und wie cool das immer in all den amerikanischen und englischen Filmen aussieht, habe ich die Uniform während der Sommerzeit wirklich nicht vermisst. Bei der ganzen Schuluniformendiskussion, stehe ich also eher auf der Seite, die sich dagegen ausspricht.

Die vielen Schichten der unterschiedlichen Hemden, die man unter einem Pullover anziehen muss und darüber einen Blazer, fühlen sich besonders jetzt im Sommer bei manchmal 32 Grad echt unangenehm an und sind einfach viel zu warm. Dann würde ich mir wirklich wünschen, ich dürfte in meinem Top und meiner Shorts in die Schule kommen und anziehen, was ich möchte. Aber so ist nun mal das australische Schulsystem und niemand kann etwas dagegen machen. Wie vielleicht schon viele von euch gehört haben, ist das australische Schulsystem ein komplett anderes, als unser deutsches.

Schule in Australien

Das australische Schulsystem, welches viel auf Gemeinsamkeit, Motivation und Spaß setzt, gibt Schülern mehr Freiheit, die unterschiedlichen schulischen Richtungen zu wählen, für welche sie sich interessieren oder was sie gut können. Aufgrund der viel größeren Fächerauswahl habe ich hier die Chance, einige außergewöhnliche und Spaß bringende Fächer auszuprobieren, die wir in Deutschland nie haben würden. Es fängt mit Kochen an, geht über fünf verschiedene Richtungen von Kunst und hört auch bei dem überall beliebten Fach »Outdoor Education« nicht auf.

Laura beim KanufahrenPersönlich habe ich das Fach »Outdoor Education«, welches ich letztes Halbjahr belegen konnte, total geliebt. Das Fach, welches sich auf alle möglichen Aktivitäten in der Umgebung und teilweise auch weiter weg bezieht, ist eins der beliebtesten Wahlfächer und wird an den meisten australischen Schulen angeboten.

Auf dem Lehrplan stehen Ausflüge wie Surfen, Mountain Bike Touren, Wandern, Klettern, Abseilen von Meeresklippen, Kanu Fahren, Schnorcheln und das ist noch längst nicht alles. Obwohl man hier und da mal etwas Theorie gemacht hat, haben wir mindestens einmal in der Woche einen Ausflug gemacht und sind aktiv geworden. Aufgrund der regelmäßigen Ausflüge mussten die Klassen somit auch relativ klein sein und mit nur acht anderen Schülerinnen in der Klasse war es eine innige und freundliche Gemeinschaft, mit der man wunderbare Abenteuer und Mutproben geteilt hat. Dies hat uns wirklich zusammen geschweißt.

Ungewöhnlicher Unterricht außerhalb der Schule

Doch Outdoor Education beinhaltet nicht nur Tagesausflüge, sondern auch große Camps stehen regelmäßig alle drei Monate an, die uns an wunderschöne, naturalistische und abenteuerreiche Plätze in der Umgebung gebracht haben.

Laura und Freundin am StrandSomit bin ich mit einem vollgepacktem Rucksack, Wanderschuhen, Lebensmittel für die nächsten Tage und ganz viel Vorfreude im Oktober vergangenen Jahres in das Outdoor Education Camp zur Wineglass Bay gefahren. Wandern, Klettern, Seakayaking, Schlafen unter dem tollsten Sternenhimmel und Kochen auf dem mitgebrachten Gaskocher waren nur einige der Aktivitäten.

Die Tage mit den Mädels waren wunderschön und es war eine tolle Möglichkeit für mich, einige besser kennen zu lernen. Es gab Hochs und Tiefs und manchmal war man einfach nur fix und fertig, aber am Ende haben wir es doch geschafft. Alle zusammen. Als Gruppe. Als Team. Und als ein Abenteuer, welches wir nicht vergessen werden. Insgesamt waren wir neun Mädchen und außer wenigen Ausnahmen hat uns die strahlende und lachende Sonne auf unserem Weg begleitet. Dieses Camp war wirklich eine einzigartige Erfahrung für mich in der tasmanischen Wilderness und es war ein Paradies, all diese wunderschönen Eindrücke mitzunehmen. Wenn irgendjemand von euch gerne mehr über das Camp erfahren möchte, könnt ihr gerne einmal meinen Auslandsjahr-Blog lesen.

»Education is the key to life«

Insgesamt könnt ihr euch sicherlich auch schon denken, dass mir die australische Schule wirklich gut gefällt. Es sind die kleinen Dinge und Ausflüge, die auch die Schulzeit für mich so besonders machen. Es ist einfach so anders, so aufregend und so interessant zu sehen, wie Schüler für ihre Zukunft in einem anderen Land lernen und ausgebildet werden.

Laura an der KüsteMan fängt an, in manchen Bereichen deutsche Lehrer und das deutsche Schulsystem mehr wertzuschätzen, wobei bei anderen Themen auch Zweifel am deutschen System aufkommen. Die Bildung wird immer einer der wichtigsten Teile der Jugend sein, ob in Australien oder in Deutschland!

Lauras vorheriger Artikel Mehr Infos zum Programm

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Ein Kommentar

  1. Ingried Hunger, geb. Köper

    30. Juli 2016 at 00:23

    Hallo Laura,
    ich bin heute (29.7.16) beim Googeln auf deine „alte“ Seite gestoßen.
    Ulla hat immer ganz begeistert von deinen und Tahnees Fahrten berichtet und uns daran oft teilnehmen lassen.
    Ihr seid tolle Mädchen und Ulla hat euch sehr geliebt.
    Macht´s gut
    Ullas Schwester Inne

    Antworten

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About Laura R.

Laura R.

„If you can dream it – you can do it.“ Laura Ribbehege ist seit Juli 2012 in ihrem Auslandsjahr in Hobart, Australien und hat sich damit ihren Traum erfüllt.

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