Hidden Paris – die schönsten Orte in Frankreichs Hauptstadt

Hidden Paris – die schönsten Orte in Frankreichs Hauptstadt

Eiffelturm, L´Arc de Triomphe und der Louvre – typische Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt und Heimat der Liebe und der Liebenden. Um diese mit Touristen bevölkerten Sehenswürdigkeiten zu sehen, sollte man viel Zeit und Geduld für die langen Warteschlangen mitbringen. Und auch dann sollte man nicht enttäuscht sein, wenn man sich in einer zähen Masse aus neugierigen Menschen durch das Schloss Versailles bewegt, unentwegt Leute durch die Kamera huschen oder einem auf die Füße treten. Für alle ungeduldigen Menschen (wie mir), denen die typisch touristischen Sehenswürdigkeiten schon zu unspektakulär geworden sind, haben wir heute ein paar wunderbare Geheimtipps, um das verstecke Paris fernab aller Touristen zu erkunden.

Coco Chanels Apartment

Paris: Notre Dame

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Unseren Aufenthalt in Frankreich beginnen wir in der Innenstadt von Paris, in der Straße Rue de Cambon Nummer 31. Denn dort befindet sich das Apartment von der Designerin Coco Chanel. Im Erdgeschoss befindet sich der Chanel Store, in dem man die neusten Stücke der Luxus-Marke ergattern kann. Im zweiten Stock ist die Haute Couture Garderobe, im Dritten ihr Appartement und im Vierten ihr Arbeitszimmer.

Alle Stockwerke sind mit der berühmten Spiegeltreppe verbunden, von der aus Coco Chanel in jedes Stockwerk blicken konnte, um zu sehen, was in diesem passierte. Das machte sie immer, wenn eine ihrer neuen Kollektionen vorgestellt wurde, um zu sehen, wie die Reaktionen ihrer Kunden waren. Aber nicht nur diese Treppe ist sehr sehenswert – seit sie 1971 starb, wurde an der Einrichtung des Appartements nichts verändert und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

Ihre Vorliebe für orientalische Muster und Ornamente, für ihre Lieblingsblume, die Kamelie, sowie für ihr Lieblingstier, den Löwen, kommen klar zum Vorschein, wenn man durch das Haus wandert. Kurioserweise ist in keinem der Stockwerke ein Schlafzimmer oder ein Bett zu finden. Denn geschlafen hat sie immer im Haus gegenüber – dem Ritz Hotel. In ihrer alten Suite, die aufwendig dekoriert und eingerichtet wurde, kann man auch gegen viel Geld übernachten. Die oberen Stockwerke von Coco Chanels Appartement kann man übrigens nur von außen besichtigen, denn das Innere ist nur für Chanel VIPs und Journalisten betretbar.

Quartier Latin: Place Furstemberg

Paris: Place Furstemberg

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Das Quartier Latin, was sowieso durch seinen besonderen Charme, die kleinen Gassen und Geschäfte und die Restaurants, die Fondue, Crêpes, Baguette oder Käse anbieten, besticht, ist so oder so einen Besuch wert. Versteckt in dem Viertel befindet sich aber auch der Place Furstemberg. Nicht nur, weil er der Vorbau der Saint-Germain-des-Près Abtei war, sondern auch durch seine Symmetrie, ist der Platz sehr besonders. Hier hatte auch der Maler Eugène Delacroix sein Atelier.

Im Sommer kann man sich hier auf eine Parkbank setzen, im Schatten der Bäume entspannen und die Stille genießen. Denn obwohl der Platz mitten in der Stadt ist, werden die Stadtgeräusche von den hohen Hauswänden verschluckt.

Quartier Latin: Parc de Luxembourg

Paris: Parc de Luxembourg

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In der Nähe des Quartier Latin befindet sich der Parc de Luxembourg, in dem sich auch der Palais de Luxembourg befindet. In diesem tagt auch heute noch der französische Senat.

Der umliegende Park ist mit 26 Hektar der zweit größte in Paris und daher Anziehungspunt vieler Sportler, Naturliebhaber, Familien und Studenten. Außer dem wunderschönen Palast, der von einem gepflegten Garten umgeben ist, befindet sich in dem Park ein Teich mit Springbrunnen, marmorne Statuen und Kunstwerke, sorgfältig bepflanzte Blumenbeete, eine Orangerie und ein Museum.

Quartier Latin: Rue Mouffetard

Paris: Rue Mouffetard

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Im 5. Arrondissement zwischen den Haltestellen Place Monge und Censier-Daubenton liegt die Rue Mouffetard. Der Name „Mouffe“ kommt von dem französischen Wort mofette, was übersetzt so viel wie Pest oder schädliche Ausdünstung bedeutet und darauf zurückzuführen ist, dass es in dieser Straße früher einmal sehr gestunken hat. Dies lag an den Gerbern, die in dieser Straße ihre Felle gegerbt, bearbeitet und anschließend verkauft haben.

Die Gegend war früher sehr heruntergekommen und schäbig. Heutzutage gehört es aber zu einer der letzten Überbleibsel des authentischen Paris, wie es früher einmal war. Stinken tut es übrigens auch gar nicht mehr. Stattdessen findet man in den süßen Lädchen französische Delikatessen, niedliche Cafés und einen sehr speziellen Eisladen, der die leckersten Sorten italienischen Eises zu schönen Rosen formt. Und das sieht dann so aus:

Jardin Buttes-Chaumont

Paris: Jardin Buttes-Chaumont

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Fährt man mit der Metro bis zur Haltestelle Buttes Chaumont oder Botzaris kommt man zum Parc Buttes-Chaumont. Im Sommer ist er am schönsten, wenn die Blumen blühen und die Sonne scheint. Dann kann man seinen Picknickkorb mitnehmen und sich dort auf die Wiese setzen und die vorbeigehenden Leute beobachten.

Der Park ist außerdem erwähnenswert, weil  es dort eine Tropfsteinhöhle und einen Wasserfall gibt.

Belleville: Rue Dénoyez

Das Viertel Belleville gehört zu der Zone Urbaine Sensible von Paris. Das bedeutet, man sollte hier weder alleine noch im dunklen lang gehen und sich nicht allzu offensichtlich wie ein Tourist verhalten.

Paris: Rue Dénoyez

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Inmitten der heruntergekommenen Gebäude und der vielen Obdachlosen, die man in Paris nicht übersehen kann, befindet sich die Straße Rue Dénoyez und die ist ein echtes Phänomen. Während sie vor ein paar Jahren noch genauso heruntergekommen und verlassen aussah, wie viele Straßen in dem Viertel, ähnelt sie nun einem bunten tunesischen Marktplatz.

Denn in dieser Straße ist es erlaubt, Graffitis an die Hauswände zu sprühen und das am helllichten Tag. Es zieht viele junge Künstler in die Straße und ihre Umgebung, es eröffnen wieder kleine Cafés und die Gegend erlebt einen regelrechten Aufschwung.

Village Charonne

Das authentische Paris findet man nur noch an wenigen Stellen, wie zum Beispiel im Village Charonne. Dieses Viertel war früher einmal ein Dorf, was aber durch die Ausbreitung der Hauptstadt nun ebenfalls zu Paris gehört. In dem kleinen Dorf, was bis heute seinen charmanten Charakter bewahren konnte, findet man auch den berühmten Friedhof Père Lachaise. Es gibt keine direkten Sehenswürdigkeiten in Charonne, auch sieht es auf den ersten Blick vielleicht ein wenig ungepflegt und bewuchert aus, aber genau das ist es, was dem Dörfchen seinen Flair verleiht und daher ist es wirklich einen Besuch wert.

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