Hanna in China #21: Vor den Toren Hongkongs

Hanna in China #21: Vor den Toren Hongkongs

Im Moment passiert einfach so viel, dass ich überhaupt keine Zeit mehr finde zu schreiben! Auf den Rat meiner Mama mache ich mir deswegen mal ein relaxtes Wochenende mit Filmeabenden in Jogginghose mit Annie, denn Emma und Eli sind über’s Wochenende nach Xi’an zur Terrakottaarmee geflogen. Das ganze Reisen ist auf  Dauer ganz schön anstrengend… ;) Zum ersten Mal überhaupt in China konnte ich trotz nichtexistenter Matratze und dem ganzen Lärm draußen bis halb 11 ausschlafen!

Es ist Samstagabend und wir haben Stromausfall. Das ist auf einmal ein ganz anderes China. Die Atmosphäre verändert sich schlagartig. Es ist plötzlich so friedlich. Kein geschäftiges Treiben, kein Baulärm, keine Bohrmaschinen. Aus den Fenstern leuchtet das Kerzenlicht und auch in allen Restaurants, in denen sonst die gnadenlosen Neonröhren von der Decke strahlen, wird heute Abend ein Candlelight Dinner serviert. Alle lächeln sich zu als würden sie ein großes Geheimnis teilen. Wir sitzen im Treppenhaus vor einer winzigen Notstromlampe und lesen. Wie romantisch! Da kommen doch gleich Weihnachtsgefühle auf. :)

Morgen trete ich dann auch einen neuen Job an. Letzte Woche habe ich bei Irene’s, der neuseeländischen Bar, in der man einfach jeden Ausländer antrifft, einen Chinesen kennengelernt. Er wollte meine Nummer haben und meinte, er bräuchte einen Englischlehrer. Zuerst wollte ich nicht so recht glauben, dass das der Grund ist, warum er sich mit mir treffen will, aber meine Neugier war geweckt. Und Arvin ist echt nett, er will nächstes Jahr anfangen in London zu studieren. Unsere Konversationen beschränken sich zwar aufgrund seines brüchigen Englischs aufs Wesentliche, aber für 150 Kuai die Stunde und einen Iced Mocha unterhalte ich mich doch gerne mit einem freundlichen Chinesen. :P

Letztes Wochenende habe ich mich mit Preben, Ingvild, Emmanuelle und Felipe in Shenzhen, vor den Toren Hongkongs, getroffen. Als Ingvild und ich ankamen, haben wir erst mal Preben geschrieben, dass wir leider aus Versehen durch die falsche Schranke gelaufen sind und jetzt in den Kontrollen nach Hongkong feststecken. Da wir nur ein One-Entry Visum haben, können wir leider nicht mehr zurück kommen. :D Das war lustig und er hat’s uns auch noch abgekauft. Minuten später kriegen wir aus dem ganzen Land besorgte SMS zugeschickt. So unwahrscheinlich ist das in Shenzhen nämlich gar nicht, ehe man sich versieht, ist man in Hongkong!

Shenzhen ist eine tolle Stadt, nur ein bisschen zu viele Ausländer gibt es da für meinen Geschmack. Das totale Gegenteil zu unserem Ghetto Houjie: saubere Straßen, internationale Marken, und tolle Restaurants und Clubs… Oh ja… ;) Am nächsten Morgen haben wir dann ziemlich verkatert den höchsten Wolkenkratzer besucht. Woah, war das hoch. Die Aussicht war super, an einem wolkenlosen Tag hätte man bis nach Hongkong schauen können!

Und am Mittwoch geht es dann nach Chengdu! Das war doch letztens noch so weit weg… Ich kann’s kaum glauben, dass schon Mitte November ist während wir noch in Shorts rumlaufen und die Bäume in allen Farben blühen! Nur noch 8 Unterrichtswochen! :o Pandacity! Ich kann’s kaum erwarten! Von überall her kommen Freunde, wir treffen uns alle zu einer riesen Geburtstagparty von drei Freunden in der Stadt. Das wird unglaublich!

Mehr dazu dann in meinem nächsten Eintrag… ;)

 

Hanna in China #20: Halloweeeen // HIER WEITERLESEN // Hanna in China #22: When in Chengdu

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2 Kommentare

  1. Katharina

    18. November 2012 at 14:29

    Keine Matratze??? Hanni, wie schläfst du denn da bitte?
    Acht Wochen sind immerhin noch 40 Unterrichtstage. Das geht doch eigentlich ;) Und was danach kommt, ist ja auch nicht unbedingt das Schlimmste ;) Aber genieß deine Zeit noch in Chinaaaa!
    Küsschen von deiner Schwester

    Antworten

    • Hanna Dreßen

      Hanna Dreßen

      19. November 2012 at 06:47

      Man gewöhnt sich dran, zuhause kann ich dann wahrscheinlich garnicht mehr auf meiner wunderbar weichen matraze schalfen :P 40 Seiten, die ich im Buch noch durchziehen muss, aber leider keiner 40 Tage mehr, da gibt es Sportsdays, Spelling Bee Wettbewerbe und Final Exams… Puh!
      Aber übermorgen erstmal Chengdu, ich freu mich!!
      Küsschen zurück an meine große Schwester ;)

      Antworten

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Hanna aus NRW war bereits mit Stepin im High School USA-Programm unterwegs. Nun ist sie mit Teach & Travel China auf Reisen. Von ihren Trips und spannenden Erlebnissen berichtet sie live auf der Weltneugier.

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