Hanna in China #2: The Great Wall, Teacher’s Practice und chinesischer Verkehr

Hanna in China #2: The Great Wall, Teacher’s Practice und chinesischer Verkehr

Unsere Autorin Hanna Dreßen hat sich entschieden, mit unserem Teach and Travel Programm ein halbes Jahr in China zu verbringen, um dort Englisch zu unterrichten. In ihrem Blog berichtet sie über die ersten kulturellen Ungereimtheiten, die sie in Beijing während ihrer Unterrichtsprobewoche miterlebt.

Sport an der chinesischen Mauer…

The Great Wall! Und ich kann sagen, sie ist wirklich »GREAT«. Zusammen mit ein paar tausend Chinesen sind wir die vielen, vielen Stufen hochgeklettert. Mao meinte: »You’re not a real man if you haven’t climbed the Great Wall«. Nach einer Stunde, schweißgebadet, völlig erschöpft aber stolz hatten wir‘s geschafft! Nächster Halt: Olympischer Park! Wir haben uns »The Bird’s Nest« und »The Water Cube« angeschaut. Die Anlage ist riesig und die Architektur einfach großartig!

Blick die chinesische Mauer hinunterDanach sind wir in Tuk-Tuks durch ein altes chinesisches Viertel, die Hutongs, gefahren. Nach einem leckeren Dinner hatten wir das starke Bedürfnis, unseren von der Chinesischen Mauer geschundenen Körper wieder in Schuss zu bringen und sind geradewegs in den nächsten Massagesalon gelaufen. Meine erste chinesische Massage.

Ich fühle mich, als ob ich gerade an jeder Disziplin der olympischen Spiele teilgenommen hätte! Mir tut alles weh, aber das gehört wohl dazu.

…und Teacher’s Practice

Heute ist unser einziger freier Tag. Morgen geht »Teacher’s Practice« los! Wir werden an eine Primary School und eine High School verteilt und unterrichten eine Woche lang, jeder eine halbe Stunde pro Tag. Ich unterrichte 16-Jährige, deswegen muss ich jetzt endlich mal an meinen »lesson plans« arbeiten!

Gerade war ich zum ersten Mal in Beijing joggen! Das war auch dringend nötig nach drei Wochen Kohlenhydraten pur. Am Anfang habe ich ja noch von der großen China-Diät geträumt, als wir dann aber unser Grundnahrungsmittel Chocolate Chip Cookies entdeckt haben, hatte das ein baldiges Ende ;). Aber zurück zum Joggen… entspannend ist anders! Alle 100 Meter steht man an einer sechsspurigen Kreuzung und damit vor der Entscheidung fünf Minuten zu warten oder um sein Leben zu rennen.

Der Verkehr hier ist so eine Sache für sich

Ein Kreisel in ShanghaiEs gibt nichts Verwirrenderes als Straßenkreuzungen in Beijing. Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben und bei Grün zu gehen ist mindestens genauso lebensgefährlich wie bei Rot. Da gibt es die Taxis, die mindestens die Hälfte des Verkehrs ausmachen, die Dreiräder, die Busse und die Rollerfahrer, die sich aus Selbsterhaltungszwecken nur in Rudeln auf die Kreuzung wagen.

Doch für die Beijinger muss hinter diesem Chaos irgendein System stecken, denn sie wissen immer, wann sie gehen können. Daher unsere einzige Verkehrsregel: Immer nur zusammen mit Chinesen die Straße betreten!

Typische Tischsitten

Viele (auch sehr hochwertige) Restaurants kochen auf der Straße. Da steht dann eine große Blechwanne, auf der die Spieße mit allen möglichen undefinierbaren Fleischsorten aufgereiht werden. Die Bestellung aufzugeben ist immer wieder ein großes Abenteuer. Manche Speisekarten haben Bilder, meistens zeigen wir aber ungeniert auf die Teller unserer Nachbartische: »Ja, das sieht lecker aus, das sollten wir mal probieren!«. Nach der obligatorischen Diskussion darüber, was wir eigentlich gerade vor uns stehen haben, geht’s los. Das Schöne an der chinesischen Küche ist, dass niemand nur für sich selbst bestellt, sondern sich alle zusammen ein paar Speisen aussuchen.

So verläuft unsere Unterrichtswoche

Morgen ist unser letzter Tag der »Teaching Practice«-Woche. Jeden Tag »lesson plans« vorbereiten, Material besorgen, Activities ausdenken und Feedback geben. Das ist schon ganz schön anstrengend. Die Schüler sind alle sehr schüchtern. Zum Reden bringt man sie nur, wenn man sie bittet aufzustehen und die Antwort zu sagen.

Unsere Gruppe vor dem "Bird's Nest"Mädchen und Jungen zur Partnerarbeit zusammen einzuteilen ist ebenfalls schwierig, obwohl die meisten schon 16 sind. Was die Sozialkompetenzen angeht hat man manchmal das Gefühl mit 10-Jährigen zusammenzuarbeiten. Trotzdem macht es Spaß und ich wüsste nicht, wie ich ohne diese Vorbereitung die nächsten fünf Monate überstehen sollte

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3 Kommentare

  1. Verena Hanneken

    Verena Hanneken

    24. August 2012 at 11:00

    Liest sich spannend, dein Blog! Weiter so Hanna! :)

    Antworten

  2. Julia

    15. August 2012 at 15:08

    Hast du schon mal eine Fussmassage ausprobiert? Wuerde mich wundern, wenn du danch noch laufen kannst! ;) Ich finds echt toll, deinen Blog zu lesen, erinnert mich an meine erste Zeit in Taiwan..Weiter so! :)
    Kuesschen aus Taiwan! :-****

    Antworten

    • Hanna Dreßen

      Hanna Dreßen

      15. August 2012 at 15:15

      Vor der Fußmassage wurde ich schon gewarnt, das lass ich lieber Soviel wie wir jeden Tag rumlaufen.. Viel Spaß noch in Taiwan bevor es ernst wird ;) :*

      Antworten

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Hanna aus NRW war bereits mit Stepin im High School USA-Programm unterwegs. Nun ist sie mit Teach & Travel China auf Reisen. Von ihren Trips und spannenden Erlebnissen berichtet sie live auf der Weltneugier.

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