Gerd in Kanada #3: Endlich bei den Eisbären!

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In unserer Serie »Reise an den Rand der Arktis – Churchill in Kanada« begleiten wir Gerd Dreßen bei seiner Reise in die eisige Kälte der Arktis. Nach seiner Ankunft in Churchill gab es noch keine Bären zu sehen, daher wird nun eine Schneesafari gebucht.

Das Größte an einem Urlaub in Afrika ist für viele eine Löwen-Safari. Wer es ein wenig extremer mag, der geht in Churchills Tundra auf Bären-Safari. Was in der Savanne die Jeeps, sind hier in Churchill riesige weiße Monster-Büchsen mit Fenstern, denen gewiefte Ingenieure mannshohe Räder mit Allradantrieb untergeschraubt haben. Und in diesen Dosen mit eingebautem Gasofen finden gleich mehrere Dutzend Touris Platz, die sich auf die Spur der Eisbären begeben wollen.

Eisbär-SafariAuf geht’s über alte Militärwege hinein in die Tundra! Fahren wäre das falsche Wort für diese Art der Fortbewegung. Denn unsere Mischung aus Monstertruck und Omnibus kämpft sich durch metertiefe Schlaglöcher, steigt dabei steil gen Himmel, um im nächsten Moment nach vorn wegzukippen. Ich habe schon Autos bei geringerer Seitenneigung umfallen sehen.

Fotoshooting mit Linda und Eisbär

Wir haben Linda zu einem »Fotoshooting mit Eisbär« eingeladen und hoffen, auf ein paar der Pelztiere während unserer ganztägigen Fahrt zu stoßen. Fotograf Bernhard Moll will nur eins: Linda und Bär auf einem Bild! Nicht ganz einfach die Aufgabe, denn Linda ist im Laster und der Bär draußen.

Weltneugier Churchill Kanada 18 Der Erste, den wir treffen, scheint das Spiel mit den Touristen genau zu kennen. Ohne sich an uns zu stören, liegt er gemütlich in einer Kuhle aus Seetang. Nach etwa drei Minuten beginnt der Bursche zu posen, was das Zeug hält: ein Bein ausgestreckt, dann das zweite hoch, und nun in die stabile Seitenlage. Verzückt klicken die Kameras.

Von Touristen und Hobby-Fotografen

Apropos Kameras. Die Gäste an Bord lassen sich wie folgt einteilen: Touris mit der »Ritsch-Ratsch-Klick«, mit der sich unscharfe Fotos von Bären in bis zu 20 Meter Entfernung machen lassen. Darüber lacht die zweite Gruppe: Hobby-Tierfotografen, die mit sündhaft teuren Teleobjektiven auf die visuelle Pirsch gehen. Bär 300 Meter voraus in nördlicher Richtung? Kein Problem, den zoomen wir formatfüllend ran! Und dann gibt es Bernhard, der für einen einzigen guten Schuss von Linda mit Bär alle anderen Motive sausen lassen würde.

Eisbär und TouristenUnd endlich bekommt er sein Bild: Neugieriger Bär kommt zum Fenster, Linda lehnt sich raus, Bernhard hängt sich weit über die Reeling, verscheucht lautstark die Knipser-Schar – und hat DAS Bild.
(OK, anschließend haben wir uns bei einigen Mitreisenden für seine, Bernhards, ungestüme Art entschuldigen müssen.)

Am Ende des Tages haben wir über 20 Eisbären ganz nah bei uns gehabt. Es gibt sie wirklich in den Weiten der Tundra! Gut, dass es bei uns in Churchill die Bear Patrol gibt, die auf uns aufpasst…

(c) Fotos Bernhard Moll/Stepin

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