Gerd in Kanada #1: Reise an den Rand der Arktis

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Mit der heute startenden Serie »Reise an den Rand der Arktis – Churchill in Kanada« stellen wir zum einen unseren neuen Autor Gerd Dreßen vor und begeben uns zum anderen erstmals mit der Weltneugier in die eisige Kälte der Arktis in Kanada. Eine Reisebericht in 4 Teilen.

Aber lassen wir Gerd zunächst selbst über die Hintergründe seiner Reise zu Wort kommen:

»Bei den frei lebenden Polar Bears im kanadischen Churchill (»Welthauptstadt der Eisbären«) habe ich mit meinem Lieblings-Fotografen Bernhard Moll vor einigen Wochen »Steppi« Linda Gläß besucht. Sie arbeitete da im Seaport-Hotel als Zimmermädchen. Für die Jugendzeitschrift »Mädchen« haben wir eine große Reportage über die junge Frau aus der Nähe von Leipzig gemacht.

Mit diesem Blog-Beitrag will ich Euch über diese erlebnisreiche Reise an den Rand der Arktis berichten. Warum? Weil so eine Reportage in einem Magazin nie genug Platz bietet für die vielen berichtenswerten Dinge. Und weil ich Euch – selbst Vater von zwei Töchtern – neugierig machen will auf die Welt.«

Airport-Hopping: Lang ist die Reise an den Rand der Arktis

Für uns alle ist es heute ganz einfach, um die Welt zu reisen. (Findet zumindest meine Tochter Johanna: »Papa, glaubst du, ich sollte nach JFK fliegen oder doch lieber Newark nehmen, wenn ich zu meiner Freundin in New Jersey will?«) Das Schwierigste ist doch eigentlich, möglichst günstig an ein Flugticket zu kommen – zumindest, wenn man Töchter hat, die gerne um die Welt fliegen.

Arktische LandschaftSchwieriger – und erheblich teurer – wird so ein Trip, wenn es nicht in die Metropolen des Planeten geht, sondern ans Ende der Welt. Und Churchill liegt im »Far North« Kanadas. Also am Ende der Welt – finden selbst die meisten Kanadier! Für die Geografen unter euch: ziemlich genau auf dem 58. Breitengrad am Ufer der Hudson Bay.

Für uns Rheinländer beginnt so ein Trip auf dem HBF in Köln. Denn von dort bringt einen der ICE (wenn kein Schnee liegt oder die Sonne die Klimaanlagen ausfallen lässt) in 58 Minuten »Tor hinaus in die Welt«, also dem Frankfurter Flughafen. Hat man da erst mal eingecheckt (das dauert mit einer fetten Fotoausrüstung mit Licht, Stativen etc. und einem Fotografen, der sein Equipment hütet wie seinen Augapfel), kehrt für so zehn Stunden Ruhe ein. Und wir landen in Toronto. Doch bevor wir relaxen können, geht es noch mal mit dem Flieger weiter nach Winnipeg. Jep, wir haben es geschafft: Wir sind zumindest schon mal im richtigen »Bundesland« Manitoba!

Ankunft in Manitoba

Ab ins Hotel. Duschen. Und dann ein Bierchen und ein paar kleine (fettige!) Happen in der Bar des Hauses. Und jetzt nur noch ins Bett.

Weltneugier Churchill Kanada 3Der nächste Morgen: Wildnis, wir kommen! Doch bevor es soweit ist, nutzen wir den halben Tag bis zum Abflug nach Churchill für einen Einkaufsbummel. Dort wird in ein warmes Daunen-Jäckchen investiert, nachdem der nette Verkäufer mitleidig auf unseren Wams geblickt hat: »Da draußen ist der Wind eisig. Da braucht Ihr Daunen, damit ihr nicht friert!«

Von Winnipeg aus führen genau zwei Routen hinauf in den »Far North« ins 1.600 km entfernte Churchill zu den Eisbären: ein gut 2-stündiger Flug mit den Raubrittern von »CalmAir«, die sich ihre Monopol-Stellung fürstlich entlohnen lassen – oder der 38-stündige Ride mit der guten alten Eisenbahn bei Tempo 40 durch Taiga und Tundra über Gleise, die jederzeit im aufgeweichten Boden zu versinken drohen.

Ab in die Wildnis – Churchill wir kommen!

Oh ja, der Zug hätte uns gereizt, aber wir haben nur wenige Tage Zeit, um unseren Job zu machen. Es bleibt nur der Flieger. Wir nehmen also Platz auf einem der 33 Sitze zwischen den beiden Propellern der Saab 340 B. Das Ding macht einen Höllenlärm, und hat schon bessere Tage gesehen. Wir glauben dem Werbespruch von CalmAir sofort: »2 ½ hour flight from Winnipeg, 1.000 kilometres from Ordinary!« Ähnlich dürfte es auch die einheitlich gekleidete Seniorengruppe eines Musemsfördervereins aus Ontario sehen. (Später wird sich herausstellen, warum in erster Linie die ältere Generation zu den Eisbären will: Wer kann schon 10.000 kanadische Dollar berappen für ein paar Tage an der Hudson Bay…)

Weltneugier Churchill Kanada 7Während des Fluges in die Wildnis verändert sich die Landschaft zusehends. Gibt es zunächst noch Felder so weit das Auge reicht, erstreckt sich bald unter uns eine karge Landschaft mit unzähligen Seen und Gewässern. Und nach 1,5 Stunden Flug ist die Welt gepudert, die Seen erstarrt. So muss es aussehen, das Paradies für Schlittschuhläufer!

Nur: Siedlungen sind weit und breit nicht zu sehen! Es gibt sie so gut wie nicht. Später werden wir erfahren, dass es acht Stunden braucht, um von Churchill zur nächsten Siedlung zu gelangen. Mit dem Snowmobil, denn Straßen führen nicht hinaus!

Dann landen wir in Churchill. Willkommen in the middle of nowhere!
(c) Fotos Bernhard Moll/Stepin

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Ein Kommentar

  1. Reisevorbereitungen Churchill

    19. Oktober 2011 at 14:01

    […] einen spannenden Bericht mit atemberaubenden Fotos. Ebenso spannend ist der vierteilige Bericht “Reisen an den Rand der Arktis” im Weltneugier-Blog. In der FAZ finden sich mit “Auf den Pelz gerückt” und “Auf […]

    Antworten

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