Unser Stepin-Teilnehmer Markus Büssecker wird in den kommenden Monaten live von seinen Erlebnissen und Erfahrungen während seines Work and Travel in Kanada für die Weltneugier berichten wird. Heute berichtet er, wie er Ostern dort erlebt hat.

Es ist spannend zu sehen, wie  in anderen Ländern die großen (Kirchen-)Feste gefeiert werden. Das erste auf meinem Kalender ist Ostern und ich habe das Glück eine Einladung von einer befreundeten Familie zu erhalten. Also bin ich am Ostersonntag mittendrin und nicht nur dabei.

Wo sind die Eier?

Der Hund spielt mit den OstereiernAm Sonntagmorgen stehe ich etwas später auf. Das Osterfest in Kanada wird im Kreis der Familie gefeiert. Am Samstag habe ich noch Eier gefärbt und bis spät abends beim Backen von Cupcakes geholfen. Schließlich will ich auch etwas zu Ostern beitragen…

Da ich den Gang zur Messe im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen habe, geht es direkt zu den Freunden. Die erste positive Überraschung. Auch hier werden Eier gesucht. Da das Wetter regnerisch ist, wird drinnen gesucht. Ziel ist es bunte Plastikeier zu finden, die wiederum mit Süßigkeiten (Milka und Lindt haben es auch nach Kanada geschafft) gefüllt sind. Ich mache ganz ordentlich Beute. Allerdings habe ich auch einen Spürhund zur Hand.

Appetitthappen zum Auftakt

Ok, Schokoeier gibt es auch bei uns reichlich. Aber jetzt kommt der erste Gang. Um die Wartezeit auf das Hauptgericht zu verkürzen, gibt es kleine Snacks. Alle sind von Haus aus zubereitet. Von Pumpernickelbrot mit Spinat-Joghurt Dip bis hin zu Crackern mit Salsasauce ist alles dabei. Dazu gibt es eine Auswahl an allen möglichen Getränken.

Es ist eine nette Runde. Wir lachen viel und ich fühle mich wirklich nicht als Gast, sondern als Freund. Das ist eine Form von grundehrlicher Gastfreundschaft, wie sie leider meiner Erfahrung nach in Deutschland immer weniger gepflegt wird.

Der Kampf mit dem Truthahn

12 Stunden braucht es um ihn zuzubereiten! Bedeutet, dass dieser ziemlich nackte Truthahn mit seinen stolzen 5,5 Kilo schon seit fünf Uhr morgens den Haushalt auf Trab hält. Das ist natürlich ein Klassiker der nordamerikanischen Küche und ich muss gestehen, dass ich vorher nur selten Truthahn gegessen habe. Die Vorschusslorbeeren setzen die Erwartungen hoch an!

Dann geht die Ofentür auf und der Geruch macht Appetit auf mehr. Zum Glück muss nicht ich den Truthahn tranchieren. Mit meinen beiden linken Händen wäre das nicht ratsam. Weder für den Truthahn, noch für mich.

Der Truthahn zu Ostern wird tranchiertAber so ein Truthahn ist mehr als nur ein übergroßes Hühnchen. Es ist gebratenes Kulturgut und dazu gibt es braune Sauce und eine Füllung nach Familienrezept mit Brotkrumen und Rosinen. Mal ganz abgesehen von den Beilagen.
Es gibt Momente, in denen ich Vegetarier nicht beneide. Dieses Osteressen ist einer davon, denn der Truthahn ist ein exquisites Geschmackserlebnis.

Beim Dessert muss ich wirklich kämpfen. Aber Ostern ist ja nur einmal im Jahr. Mein Ostersonntag war super. Ein bisschen wie bei uns und doch anders. In jedem Fall war es sehr lecker. Wobei ich mir sicher bin: Der Truthahn hat gerade menschliche Form angenommen.

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