Markus in Kanada #8: Elora – Kleine Stadt ganz groß!

Markus in Kanada #8: Elora – Kleine Stadt ganz groß!

Unser Stepin-Teilnehmer Markus Büssecker wird in den kommenden Monaten über seine Erlebnisse und Erfahrungen während seines Work and Travel-Abenteuers in Kanada für die Weltneugier berichten wird. Heute ist er in dem kleinen Geheimtipp Elora angekommen.

»Ontarios most beautifull village« – steht da ganz selbstbewusst auf der Website von Elora. Dass ich überhaupt auf der Seite gelandet bin, verdanke ich meinem Reiseführer. Der wimdet diesem 4.546 Seelen-Städtchen nordwestlich von Toronto immerhin einen kompletten eigenen Absatz. Ob der Absatz es wert ist?

Staufreie Fahrzeit mit dem Auto von Toronto: 1 Stunde und 37 Minuten.

Mehr als eine Randnotiz im Reiseführer

Natürlich habe ich vorher auch das Tourismusbüro von Ontario konsultiert und siehe da: Elora rangiert bei den Sehenswürdigkeiten ganz weit oben. Romantisch, verträumt und künstlerisch soll es dort sein.

Hausfassaden in EloraDas Wetter spielt mit und nach einer Fahrt durch Wald und Wiesen gibt es schon bald die ersten Hinweisschilder auf Elora. Das Städtchen selbst hat einen Ruf über die Provinzgrenzen hinaus. Dazu kommt die Lage an einer sogenannten Conservation Area, einer Art Landschaftsschutzgebiet. Der Grand River hat sich über Jahrtausende tief in das Gestein gegraben, so dass tiefe Schluchten entstanden sind.

Ich bin zwar kein Geologe, es soll aber auch einfach nur beeindruckend sein. Ich biege ein letztes Mal rechts ab und dann bin ich im Flusstal, fast direkt im Zentrum von Elora. Über eine alte Stahlbrücke gelange ich nach Downtown. Das sind hier im Wesentlichen die Mill Street und zwei weitere Straßenzüge.

Wuseliges Künstlerstädtchen

Künstlerladen in EloraAls erstes fällt mir die recht große Anzahl an alten Häusern auf. Viele sind aus Holz und beherbergen eine Vielzahl von Boutiquen, Ateliers und Cafés. Das Ganze hat wirklich etwas von einer Künstlerkolonie. Es sind viele Leute, ein ganz gemischtes Publikum, unterwegs. Da sieht es in mancher Großstadt um diese Uhrzeit ganz anders aus. Elora selbst ist als Stadt mit eigener Mühle  seit dem 19. Jahrhundert gewachsen.

Die Mühle steht heute still. Sie wird als Edelunterkunft mit Sparessort betrieben. Es liegt eine Patina von Geschichte über dem Ort. Ich flaniere durch die Straßen und Gassen. Immer wieder gibt es eine ausgefallenes Häuschen oder ein interessantes Schaufenster, dass mich anlockt. So werden aus drei Straßen schnell drei Stunden Stadtbesichtigung.

Die Schlucht von Elora

Gewappnet mit einem Coffee To-Go nehme ich mir einen Blick in die Schlucht vor. Distanzen sind hier, und das ist in Kanada eine Ausnahme, kein Problem. Ein gesicherter Wanderpfad verläuft entlang der Klippen. Ein bisschen suchen muss ich allerdings, um einen guten Aussichtspunkt zu finden.

Flussausblick von EloraStändig sind Äste im weg. Unten rauscht der Fluss und oben stehe ich. Ich entdecke sogar den Zahn der Zeit. Eine Gesteinsformation, die mitten im Strom steht. Das sieht sehr wackelig aus. Ich will nicht wissen, wie lange der Zahn der Zeit trotzen kann. Im Sommer kann man mit Gummireifen den Fluss hinabtreiben. Klingt verlockend, doch die Wassertemperaturen sind im Mai eher unpassend.

Ich atme mal kräftig durch. Ahhh, so in etwa habe ich mir den Geruch der kanadischen Wildnis vorgestellt. Leider hat meine Uhr etwas gegen zeitlose Momente. Elora, mach es gut. Bis zum nächsten Mal.

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3 Kommentare

  1. Stefan

    24. Mai 2012 at 13:37

    Ein echter Geheimtipp! Sieht sehr, wie soll ich sagen, alternativ aus das Dörfchen. Während mich das untere Bild durch die alten Mauern bzw. die Bausubstanz eher an Schottland erinnert, weckt das obere Bild bei mir Assoziationen vom Wilden Westen (rechts) gepaart mit dem Charme einer italienischen Klienstadt. Schade dass man die ganze Straße nicht sieht!
    Ich werde es mir diesen September mal ansehen. Die Flüge sind schon gebucht!

    Antworten

  2. Markus

    23. Mai 2012 at 01:02

    Hej Fabian,

    der nächste Artikel kommt bestimmt!;)

    LG

    Markus

    Antworten

  3. Fabian

    21. Mai 2012 at 07:10

    Wow… die Bilder sehen wirklich absolut genial aus!

    Die stadt kannte ich vorher noch garnicht. Bin schon gespannt auf den naechsten Artikel aus der Kanada Serie.

    Beste Gruesse

    Fabian

    Antworten

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