Cindy in Australien #1: Brisbanes versteckter Charme

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Die 24-jährige Cindy Ruch, eine der beiden Herausgeberinnen des Literaturmagazins [Lautschrift], lebt derzeit in Brisbane, Australien und wird ab heute über den ganz speziellen Charme der Stadt an der australischen Ostküste berichten. Um sich in der Stadt wohl zu fühlen, hat sie mehr als einen Anlauf gebraucht. Was sie heute immer noch dort bleiben lässt erklärt sie in diesem Teil der Artikelserie.

Es ist einfach, sich in Melbournes kleine Straßen voller Graffitikünste zu verlieben, es ist leicht, das Postkartenmotiv des Sydney Opera House mit offenem Mund zu bestaunen. Diese Städte brauchen nur drei Schritte und schon fühlt es sich an, als wäre man in einer aufregenden und herrlichen Welt angekommen.

Die Skyline von BrisbaneBrisbane macht es einem nicht so leicht, hier muss man sich mehr als drei Schritte und über die Story Bridge hinweg bewegen und mit offeneren Augen suchen. Auch ich brauchte viele Ankünfte und eine lange Zeit, bis ich wunderschöne Plätze fand, ein Stück von Heimat spürte und ständig neue Entdeckungen machte – es dauerte, doch das Warten war es wert, die Hauptstadt Queenslands nun auch mein Brisbane nennen zu können.

Zu Anfang erschlägt mich die Hitze

Das erste Mal kam ich nachts mit dem Bus in der Hauptstadt Queenslands an. Es war so heiß, dass ich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit kurz vorm Umkippen war, doch meine Rucksäcke schafften ein ausgeglichenes Gegengewicht und eine weitere Hitzewand. So stolperte ich in eines der Hostels entlang der Roma St., um sofort einen Kälteschock zu erleben.

Das West End von BrisbaneDie Klimaanlage lief auf Hochtouren, ich kramte schnellstens meine Wollsocken und zwei Lagen Pullover heraus, setzte mich zitternd im Hochsommer auf mein Bett und starrte auf die fensterlosen Wände bis ich einschlief. In den nächsten Tagen sah ich nur Wolken, die die Stadt mit einem grauen Schleier belegten, und hin und wieder Regen fallen ließen. Willkommen im tropischen, grauen Queensland.

Doch ich kam wieder und nahm Brisbane aus einer anderen Richtung und zu einer anderen Jahreszeit in Angriff: West End im Juli. Ich wohnte im gemütlichsten Hostel Brisbanes (Somewhere to Stay) und fuhr mit dem CityCat bei kühlem Sonnenschein an die University of Queensland, um australische Literatur, Torres Strait Islander und die Medienlandschaft zu studieren.

Ein wenig »sich darauf Einlassen« gehört auch dazu

Ich gab Brisbane eine zweite Chance und hörte nicht auf zu suchen: ich streunte durch West End und fand jeden Abend Live Musik, entdeckte neue Bücher und Buchläden, radelte über vierzehn Brücken, fand Geschichten und Freunde und lebte eine Weile am Fluss mit Possums und einer Schlange im Garten.

Die New FarmIch gab nicht auf, Brisbanes Charme zu entdecken, und so wurde die Liste meiner Lieblingsplätze länger und länger. Bis ich plötzlich merkte: Ich war der Stadt verfallen, verliebt, und genoss jede Minute hier. Und so blieb ich diesmal vierzehn Monate, mit Ohrwürmern von Tara Simmons und Muskelkater vom Klettern in Kangaroo Point.

Nun bin ich wieder hier, meinem Herz und meinem Lieblingsland gefolgt, diesmal mit einem großen Repertoire an Wörtern und Filmrollen im Gepäck, um Brisbanes versteckten Charme zu enthüllen und zu beschreiben. Ich habe die Straßen von Brisbane bereits mit eigenen Geschichten gefüllt und genieße meine Fundgrube voller Lieblingssachen und Lieblingsplätze, die täglich größer wird. Ich kann mich fallen lassen in dieser gemütlichen und heimlich produktiven Großstadt, mich hineinstürzen in das Gewusel der Innenstadt oder einfach nur die Ruhe vom Balkon genießen. Brisbane fängt mich auf und zeigt mir mehr und mehr von sich, meine aufregende, herrliche Stadt!

Deine Möglichkeiten in Australien

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Ein Kommentar

  1. […] Brisbanes versteckter Charme Es ist einfach, sich in Melbournes kleine Straßen voller Graffitikünste zu verlieben, es ist leicht, das Postkartenmotiv des Sydney Opera House mit offenem Mund zu bestaunen. Diese Städte brauchen nur drei Schritte und schon fühlt es sich an, als wäre man in einer aufregenden und herrlichen Welt angekommen. Brisbane macht es einem nicht so leicht, hier muss man sich mehr als drei Schritte und über die Story Bridge hinweg bewegen und mit offeneren Augen suchen. (Der komplette Artikel bei Weltneugier…) […]

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