St. Patrick’s Day: Kiss me, I’m Irish – 5 Klischees über Irland

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In Irland regnet es immer. Die Iren trinken gerne Bier und auch meistens über den Durst. Alles hier ist grün, deshalb nennt man Irland auch »die grüne Insel«. Einen Iren zu küssen bringt Glück. Irland ist ein Teil Großbritanniens. Die Liste der Klischees über Irland und seine Einwohner kann man beinahe endlos fortsetzen und wäre am 17. März nicht der irische Nationalfeiertag »St. Patrick’s Day« so könnte man die stereotype Vorstellung von der Insel, die tatsächlich nicht zu Großbritannien gehört, sondern souverän ist, getrost von sich weisen.

1. In Irland regnet es immer

Es regnet wirklich nicht immer, die letzten Wochen überhaupt nicht. Aber heute. Pünktlich zum Nationalfeiertag. Der irische Regen macht einen aber nicht nass, er fühlt sich lediglich an wie feinste Wassertropfen, die nicht auf der Haut landen, sondern irgendwo zwischen Wolken und Straßenlaternen verloren gehen. Eine Dusche, die man nicht spürt und dennoch erfrischt.

2. Die Iren trinken gerne Bier und auch meistens über den Durst

Pub in DublinUnd ja, die Iren trinken gerne. So wie die Deutschen, die Schweden oder die Spanier. Am St. Patrick’s Day und auch schon in den Tagen davor wird die Insel und vor allem das beliebte Weggehviertel Temple Bar nicht nur von Touristen überschwemmt, sondern auch von Unmengen an zusätzlichen Bierfässern, die morgens erst von den Ladeflächen der Lastwagen auf ein Kissen geworfen und dann lautstark über das Kopfsteinpflaster  zu den eisenbeschlagenen Kellertüren der Pubs gerollt werden.

Die letzten Wochen brachten literweise Guinness, grüne Kleeblattformationen und große Stoffhüte, die in den Farben der Landesflagge – grün, weiß, orange – während dieser Tage spazieren getragen werden. Irland und besonders Dublin ist eben nicht ausschließlich grün, sondern bunt und farbenfroh: eine phantasievolle Parade schlängelt sich durch das Stadtzentrum, haushohe Spinnen und Meeresbewohner tauchen ein in das grüne Meer der Schaulustigen und werden zu blauen und roten Farbflecken.

3. Grüner geht’s nicht

St.Patrick's Day Parade in DublinWährend sich die Hauptstadt Irlands vor allem farblich dem Feiertag anpasst, ist der 17. März auch für Irlands Wirtschaft eine Großveranstaltung. Das mehrtägige Event mit internationaler Bedeutung wird hier vor allem als psychologischer Start der Tourismus-Saison gesehen.

Sobald der Frühling in den Startlöchern steht, wird die grüne Insel wieder zum beliebten Urlaubsziel. Auch wir hatten euch schon einmal eine Liste zusammengestellt von Orten in Irland, die ihr unbedingt mal besucht haben solltet.

Die Events zum St. Patrick’s Day findet ihr allerdings weniger in der Natur, als eher in den Städten. Die Medien sind natürlich ebenfalls am großen Rummel beteiligt, schließlich wird die St. Patrick’s Parade, die Tausende vom Straßenrand aus betrachten, im Fernsehen übertragen. Auch in den USA und Kanada gibt es aufgrund der vielen irischen Einwanderer zahlreiche Paraden und es wird feucht-fröhlich gefeiert – der Chicago River wird sogar jedes Jahr traditionell grün eingefärbt. Nach 16 Uhr erleben dann die irischen Pubs und Restaurants eine wahre Hochkonjunktur. Ein Ausblick, der die Unternehmer unter den Iren sicherlich freuen dürfte.

4. Kiss me, I’m Irish

Für viele, die in Dublin leben und arbeiten, ist der heutige Tag eine Ballung all der sympathischen Klischees über eine Stadt und ein Land, das natürlich mehr zu bieten hat, als kleine Kobolde, die am Ende eines Regenbogens mit einem Topf voll Gold warten. Die Leprechauns sind trotzdem nicht zu unterschätzen, denn wer am St. Patrick’s Day kein Grün trägt, wird zur Strafe gezwickt.

Blarney CastleWer lieber geküsst als gezwickt wird, sollte sich ein T-Shirt mit dem Aufdruck »Kiss me I’m Irish« besorgen. Die sieht man am St. Patrick’s Day überall, denn einen Menschen irischer Herkunft zu küssen soll ja angeblich Glück bringen. Das Sprichwort geht auf den »Blarney Stone« zurück, der sich auf Blarney Castle, in der Nähe von Cork befindet. Küsst man diesen Stein, bringt dies nicht nur Glück sondern auch Redegewandtheit. Da natürlich nicht jeder die Möglichkeit hat, sich an die eiserne Brüstung zu hängen um an den berühmten Stein zu kommen, tut es zur Not eben auch ein Ire – angeblich mit dem gleichen Ergebnis.

Keins der – vielleicht manchmal auch nervigen – Klischees trübt jedoch die Vorfreude auf die Paraden, das erste Guinness am Nachmittag, die ausgelassene Stimmung und auf das kleine, grüne (!) Kleeblatt, das man sich auf die Wangen malen lässt. Man atmet tief ein, spürt die Frische des Nieselregens, hört den traditionellen Irish Folk mit Fiddle und Tin Whistle aus den Pubs erklingen, stolpert über das Kopfsteinpflaster in Temple Bar und fragt sich, warum die Tourismusindustrie nicht einen zweiten »St. Paddy’s« erfinden kann.

5. Irland ist ein Teil Großbritanniens

Warum sich dieses Gerücht so hartnäckig hält, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel. Viele verwechseln den Inselstaat wahrscheinlich mit dem Gebiet Nordirland, das rein geographisch betrachtet natürlich ein Teil der grünen Insel ist, politisch aber zum Vereinigten Königreich gehört. Genauso wie England, Schottland und Wales. Wäre das auch geklärt!

St. Patrick’s Day – Viele Klischees und ein Heiliger…

Mal abgesehen von all den Klischees über Irland und die Verbreitung eben dieser am St. Patrick’s Day: Warum feiern die Iren und mit ihnen die ganze Welt eigentlich diesen speziellen Tag?

Heiliger St. Patrick bei der ParadeDie Iren danken ihrem Schutzheiligen, dem Heiligen Patrick dadurch vor allem für zwei Dinge. Gerüchte und über Jahrhunderte hinweg weitergegebene Geschichten besagen, dass es dank ihm nämlich keine Schlangen mehr auf der grünen Insel gibt – er vertrieb sie.

Und er war es, der als erster christlicher Missionar nach Irland zurückkehrte. Dort war er Jahre zuvor von irischen Plünderern verschleppt worden, konnte sich aber befreien.

Sein Todestag – der 17.März im 5. Jahrhundert – wurde zum christlichen Feiertag, aber erst im Jahre 1903. In den letzten Jahren wurde immer wieder Stimmen laut, dass der Nationalfeiertag – der einzige Tag während der Fastenzeit übrigens, an dem Bier getrunken und geheiratet werden darf – zu einem sekulären Besäufnistag verkommt. Angesichts der sich rasant vermehrenden Touristen in den letzten Tagen, kann man wohl davon ausgehen, dass am St. Patrick’s Day mehr als genug Guinness konsumiert werden wird. Cheers and Happy St. Patrick’s Day!

Solltet ihr am 17. März bei einer Parade oder in einem Pub oder einfach so in Irland unterwegs sein: Viel Spaß dabei und wenn ihr Lust habt, postet eure Bilder auf unserer Facebook-Seite! Viele unserer »Steppies« haben den St. Patrick’s Day auch schon live erlebt oder längere Zeit in Irland verbracht – Henrik und Antonia beim Working Holiday oder Nicole als Demi-pair.

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