Millionen von Sternen, »Happy Water« und selbstgeschnitzte Essstäbchen – so hat Alina Thailand weit abseits des Massentourismus kennen und lieben gelernt. Während ihres sechswöchigen Aufenthalts hat sie das Hilltribe Projekt am meisten begeistert.

Sechs Wochen Thailand – vier ganz verschiedene Projekte und tolle Erfahrungen. Rückblickend auf diese Zeit kann ich sagen, dass mir das Hilltribe Projekt mit Abstand am besten gefallen hat.

Abseits im Norden, etwa zehn Stunden von Singburi entfernt, befindet sich das kleine Bergvolk. Warme Duschen und weiche Betten findet man dort nicht, aber dafür lernt man die unglaublich tolle und außergewöhnliche Kultur des Akha Hilltribes kennen. Wer also Thailand abseits des Tourismus und in seiner ursprünglichsten Form sehen möchte, ist hier genau richtig! Spaß, großartige Menschen und wunderschöne Landschaften kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz.
Mädchen sitzt auf einem Felsen und genießt die Aussicht

Aber von Anfang an…

Angekommen in der Nähe des Hilltribe Villages wurden wir von unserem »Koordinator« in Empfang genommen. Dieser war mit Abstand der lustigste und coolste Typ, den ich auf meiner Reise kennengelernt habe. Viele Abende haben wir damit verbracht mit unserer Truppe vor dem Lagerfeuer zu sitzen, uns über Gott und die Welt zu unterhalten und gelegentlich ein »Happy Water« (eine Art Obstler) zu trinken.

Alina trink Happy Drinks mit den EinheimischenWenn ihr dort am Lagerfeuer sitzt, müsst ihr unbedingt in den Himmel schauen. Bei gutem Wetter kann man Millionen von Sternen und sogar die Milchstraße sehen! In Bangkok oder auf den Inseln geht das definitiv nicht.

Tagsüber fielen die verschiedensten Aufgaben an. Neben Bäumen pflanzen und in der Schule unterrichten, stand auch das Flechten von Dächern aus Bambus auf dem Plan. An einem Abend haben wie auch einen Nachtmarkt besucht und hatten sehr viel Spaß dabei, die verschiedenen Stände (besonders natürlich die Essensstände) zu begutachten.
Alina flechet Bambus zu einem Dach

Die Attacke der Moskitos

Neben der Arbeit hatten wir außerdem die Möglichkeit, an einem Tag ein »Jungle-Tracking« mitzuerleben. Gesagt, getan! Bewaffnet mit einer Machete und Unmengen Moskitospray zogen wir los ins große Unbekannte. Rückblickend war es eine tolle Erfahrung. Wir haben uns mittags unsere Becher, Teller und Essstäbchen selber aus Bambus geschnitzt und unglaubliche Aussichten genossen. Allerdings muss ich euch warnen: In der Regenzeit kennen die Moskitos keine Gnade, da bringt das beste Spray nichts. In meinem Reisetagebuch steht an erster Stelle für diesen Tag: »Es ist die Attacke der Moskitos! Die Apokalypse! Streuselkuchen!«. Das gilt allerdings überall in Thailand, also macht euch auf etwas gefasst!

Alina schnitzt BambusZu dem Programm gehört es außerdem einen Tag und eine Nacht bei einer Akha-Familie zu verbringen. Das hat mit einen unvergleichlichen Einblick in das Leben des Hilltribes gegeben. Auch wenn die Kommunikation untereinander etwas schwerfällt, lernt man das Leben der Akha hautnah kennen und nur mit einfachsten Lebensumständen auszukommen. Das Highlight dabei: man darf die traditionelle Kluft des Akha Tribes anprobieren. Ich kann euch gar nicht beschreiben wie einmalig diese Kleider aussehen. Aber glaubt mir, die Fotos von euch in dieser Kluft werden zu Hause für viele Lacher sorgen.
Alina mit zwei Einheimischen mit traditioneller Kleidung

Abschied mit viel Tradition

Am letzten Abend fand eine traditionelle »Abschiedsfeier« statt, bei der die Einheimischen in ihrer traditionellen Kleidung kommen, um sich mit einem alten Ritual von euch zu verabschieden. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so einen außergewöhnlichen Abend erlebt und bin jetzt noch von diesem Ritual fasziniert. Außerdem gab es traditionelles Hilltribe Essen und Tänze, bei denen ihr natürlich auch mal das Tanzbein schwingen müsst. Mit genügend »Happy Water« geht aber auch das wie von selbst.

Eingangsschild zum HilltribeIch kann es euch wirklich nur ans Herz legen, sich für diese Erfahrung zu öffnen, und das Hilltribe Projekt selbst zu erleben. Ihr werdet es nicht bereuen!

Eure Alina

Mehr Infos zum Programm

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