Freiwilligenarbeit Südafrika: Ein Tag im Leben eines Wildlife-Volunteers

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Stepin-Mitarbeiterin Annika nutzte während ihrer Reise durch Südafrika die Gelegenheit, das auf ihrem Weg gelegene Wildlife-Projekt bei Port Elizabeth anzuschauen und sich für kurze Zeit unter die Volunteers zu mischen. Wie sind die freiwilligen Helfer untergebracht? Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus? Welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung werden den Teilnehmern der Freiwilligenarbeit in Südafrika geboten? Und welche Tiere können beim Wildlife Monitoring bestaunt werden?

Auf dem Weg zum Wildlife-Projekt

Port Elizabeth, März 2016 – Herbst in Südafrika. Die Sonne scheint und wärmt die Luft auf angenehme 25°C. Auf meinem Roadtrip durch die südlichste Region Afrikas habe ich bereits über 3.000 Kilometer auf dem Tacho. Der zuverlässige Miet-Corsa ist staubig vom Fahren auf holprigen, unbefestigten Straßen in den Nationalparks und freut sich schon auf eine kleine Verschnaufpause. Noch eine Stunde, dann hat er es erstmal geschafft. So lange dauert die Fahrt von Port Elizabeth bis zum Projekt-Standort in der Provinz Ostkap – meinem heutigen Ziel.

Der Projekt-Standort

Vor Ort angekommen werde ich freundlich von André, dem Volunteer Coordinator begrüßt. Er zeigt mir das Projektgelände: Von den Volunteer-Unterkünften, über die Aufenthaltsräume und den Pool im Garten macht alles einen sehr gepflegten Eindruck auf mich.

Annika im Wildlife-Projekt in SüdafrikaDas Zimmer, in dem ich die Nacht verbringen werde, ist großzügig und mit liebevollen Details gestaltet. Die Terrasse bietet eine tolle Aussicht auf die weitläufige afrikanische Landschaft und es gibt sogar ein Tütchen voller Begrüßungskekse auf dem Kopfkissen. Die internationalen Volunteers teilen sich jeweils zu zweit ein Zimmer mit angrenzendem Duschbad.

Bei meiner Ankunft wundere ich mich, dass das Areal wie leergefegt scheint, doch André erklärt, dass die ca. 30-40 Volunteers jeden Vormittag unterwegs sind und erst gegen 12:00 Uhr zum Mittagessen wiederkommen würden. Bis dahin bleibt mir noch ein wenig Zeit, also beschließe ich, mir das Gelände bei einem Spaziergang etwas näher anzuschauen.

Unterkunft im Wildlife-Projekt SüdafrikaBei der Feuerstelle angekommen, treffe ich auf den Briten David. Heute ist sein Abreisetag und somit seine dreiwöchige Zeit im Projekt vorbei. Es war bereits sein zweiter Besuch – er hat sich in Afrika und in das Freiwilligenprojekt verliebt und ist nun sehr traurig, wieder nach Hause fliegen zu müssen.

Begeistert berichtet er von seiner Zeit vor Ort: »Die Mitarbeiter sind einfach fantastisch – angefangen mit den immer-lächelnden Köchinnen, die jeden Tag erstklassiges Essen auf den Tisch zaubern, bis hin zu den Managern und den sehr zugänglichen Rangern, mit denen man die meiste Zeit des Tages verbringt.«

12:00 Uhr: Zeit fürs Mittagessen. Die von der körperlichen Arbeit hungrigen Volunteers versammeln sich an den Tischen im offenen Essbereich. Heute gibt es eine leckere Gemüsesuppe mit frischgebackenen Brötchen. Nachdem die freiwilligen Helfer aus aller Welt den Vormittag damit verbracht haben, Wege zu pflegen, fremdartige Vegetation zu entfernen oder Dinge im Gewächshaus anzupflanzen, folgt am Nachmittag der »Monitoring Part«, also Verhaltensbeobachtungen von Wildtieren.

Wildlife Monitoring

Heute soll das Fressverhalten von Elefanten beobachtet werden. Schnell die Sonnenbrille und den Hut aufgesetzt, auf den Safari Land Rover geschwungen und dann kann es auch schon losgehen.

Wildlife-MonitoringMit einer Gruppe von etwa zehn Volunteers fahre ich zusammen mit einem erfahrenen Ranger und bewaffnet mit Kamera und Fernglas in die Tiefen des Reservats. Auf der Suche nach der Elefantenherde begegnen wir Zebras, Warzenschweinen, allen möglichen Antilopenarten und Nashörnern – nur die Elefanten lassen sich zunächst nicht blicken.

Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt auf engen Feldwegen mit Schlaglöchern finden wir die Herde endlich. Es sind bestimmt 12 Tiere auf einmal, darunter auch einige Jungtiere – ein Kleiner säugt sogar noch bei seiner Mutter. Aus wenigen Metern Entfernung beobachten wir die Dickhäuter, die sich durch uns gar nicht stören lassen und notieren für eine Langzeitstudie, was sie zu sich nehmen.

Da wir noch einen langen Rückweg vor uns haben und nicht zu spät zum Abendessen kommen wollen, machen wir uns auf den Weg zurück zum Projektstandort am anderen Ende des Parks.

Freizeit

Inzwischen sind die neuen Volunteers angekommen (diese Woche gibt es 5 »Newbies«) und der Grill ist angeheizt. Montags, dem An- und Abreisetag, findet in der Regel ein Welcome-BBQ mit Salaten, Maiskolben und leckerem Fleisch statt.

BBQ-Welcome-Dinner im Wildlife-Projekt in SüdafrikaNach dem Essen werden die letzten Sonnenstrahlen für eine Partie Volleyball im Garten genutzt. Sobald es dunkel wird, sitzt eine Gruppe Volunteers am Lagerfeuer, lässt den Tag Revue passieren oder erinnert sich an gemeinsame Erlebnisse der vergangenen Wochen. Andere haben sich in kleinen Gruppen zu einem Spieleabend zusammengetan, spielen eine Runde Tischtennis oder lesen ein Buch.

An den Wochenenden bietet sich den Volunteers eine Vielzahl an Optionen. Freitagabends fährt meist eine Gruppe in einen etwa 30km entfernten Pub, um dort zusammen mit anderen »Internationals« das Wochenende einzuläuten. Samstags kann man einen Tagestrip nach Port Elizabeth planen, um an den Strand zu gehen oder zu shoppen oder man relaxt am Pool und genießt es, einfach mal nichts zu machen.

Man kann natürlich auch gleich das gesamte Wochenende in einem Ort in der Umgebung verbringen: Jeffreys Bay ist ein weltbekannter Surfspot und hier hat man die Möglichkeit, wilde Delfine zu beobachten. Auch Plettenberg Bay mit seinen Stränden und Küstenwanderwegen ist einen Besuch wert.

Volunteers-beim-VolleyballspielAll zu spät gehe ich an diesem Abend nicht ins Bett, denn ich weiß, der Wecker klingelt am nächsten Morgen um 7:00 Uhr. Noch vor dem Wecker wache ich auf und schaue mir von der Terrasse aus den Sonnenaufgang an. Einige Frühaufsteher stehen schon in den Startlöchern für eine Runde Frühsport, andere schlafen noch tief und fest.

Die Anlage ist großzügig durch Zäune eingesäumt, sodass man problemlos eine Runde joggen gehen kann, ohne von einem Löwen angegriffen zu werden. ;-) Nach einem einfachen Frühstück mit Toast, Cornflakes und einem Kaffee kann für mich der zweite Tag im Projekt starten. Für die »Newbies« besteht der Dienstagmorgen aus einer Einführungsveranstaltung, während die anderen Volunteers diverse Vorbereitungsaufgaben, wie das Säubern der Safari-Jeeps, erledigen.

Orientation

Die Einführungsveranstaltung startet um 8:00 Uhr im Lehrzimmer und wird von einem der Ranger gehalten. Die Neuankömmlinge erfahren einiges über die Geschichte der Gegend und des ca. 25.000 Hektar großen Big 5-Reservats.

Sonnenaufgang in SüdafrikaDerzeit leben in diesem Nationalpark sowohl zwei Leoparden als auch vier Geparden. Sie verstecken sich sehr gerne, man muss also etwas Glück haben, sie zu Gesicht zu bekommen. Wenn man das Wildlife-Projekt jedoch vier Wochen oder länger besucht, stehen die Chancen sehr gut, so die Ranger.

Elefanten, Nashörner, Büffel und Löwen wird man jedoch während seiner Projektzeit definitiv beobachten können. Die Volunteers bekommen außerdem noch Infos über den Ablauf der Projektarbeit, erfahren also wie ihr Arbeitsalltag aussehen wird.

Während die folgenden Stunden für die Volunteers im Zeichen des »Predator Monitoring« stehen, breche ich auf, um meinen Roadtrip durch Südafrika fortzusetzen. Ich habe einen tollen Einblick in dieses abwechslungsreiche Freiwilligenprojekt erhalten, werde gerne wiederkommen und kann es allen Outdoor-Fans nur wärmstens weiterempfehlen.

Eure Annika

Mehr Infos zum Freiwilligenprojekt

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