Freiwilligenarbeit Südafrika: Ein Land, viele Kulturen

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Aaron hat in Südafrika das Fußball Freiwilligenprojekt unterstützt und eine Menge über Kapstadt und seine Bewohner erfahren. Auch wenn die Arbeit mit den Kindern manchmal anstrengend war, hatte Aaron super viel Spaß. Nebenbei hatte er genug Freizeit, um Kapstadt und seine Umgebung gründlich zu erkunden.

Freiwilligenprojekt: Fußball

Wer Abwechslung sucht und weder Abenteuer, noch Entspannung missen möchte, ist in Südafrika genau richtig. Denn das Land ist so vielfältig, wie kaum ein anderes. Man findet die schönsten Strände, atemberaubende Landschaften, traumhafte Wandermöglichkeiten, sowie einen breiten Mix an Kulturen, die unterschiedlicher teils nicht sein könnten. Und doch leben sie alle in einem Land: Südafrika.

Mir war bei der Wahl ins Ausland zu gehen klar, dass ich nicht nur entspannen konnte. Ich wollte etwas bewegen und nebenbei das Land kennenlernen. Meine Entscheidung fiel deshalb auf das Fußballprojekt. Da ich selbst aktiv Fußball spiele, bestand mein Interesse sofort. Gesagt, getan.

Ankunft

In Kapstadt Anfang Februar dieses Jahres angekommen wurde ich zunächst sehr freundlich von Charles, einem Fahrer der Partnerorganisation, empfangen. Nach 20 Stunden Reise tut eine nette Begrüßung doch ganz gut. Er fuhr mich zu meinem Hostel, dem African Heart, welches relativ zentral in einem Studentenviertel gelegen ist.

Freiwilligenarbeit Südafrika: Elefant vor Aarons AutoDie Pforte ging auf und viele strahlende, freundliche Gesichter blickten mir entgegen und begrüßten mich herzlich. Wahnsinn! Viel Zeit zum Atmen hatte ich auch gar nicht, so wurde ich direkt in die abendliche Unternehmung miteingebunden. Es ging zum Forex, einer sehr beliebten Bar in Observatory. In den Gesprächen kristallisierte sich schon heraus, was für eine tolle Zeit das werden könnte; ich sollte nicht enttäuscht werden.

Am ersten Wochenende (Ankunft am Donnerstag) kommt man in den Genuss der Orientation Day Touren, die von einem Guide der Organisation durchgeführt werden. Diese sollen einen ersten Eindruck der Stadt vermitteln und dafür sorgen, dass man erstens alleine in der City nicht ganz verloren ist und zweitens ein gewisses Pflichtprogramm an Attraktionen und Sehenswürdigkeiten erfährt. Die Touren waren absolut nie langweilig, was meine größte Befürchtung bei einer Ganztagestour war. Wenn man das schafft, hat man seinen Job verstanden! Extrem erschöpft, aber glücklich fiel ich in den Nächten dieses Wochenendes in den Schlaf.

Das Projekt

Das Projekt findet in einer normalen Grundschule im Stadtteil Milnerton statt, ca. 20 Minuten vom Hostel entfernt. Wir wurden jeden Morgen um ca. acht Uhr eingesammelt und zur Schule gefahren. Dort angekommen, herrschte jedes Mal rege Begeisterung, sobald wir den Fußballplatz betraten. Die Kinder freuen sich immer gewaltig auf jede Schulstunde, die man mit ihnen verbringt. Nach der obligatorischen Begrüßung der gesamten Klasse, Lehrer und Freiwilligen ging es dann auch schon los.

Freiwilligenarbeit Südafrika: Blick auf ein Fußballfeld an einer SchuleMeist sind zwei Trainer bzw. Sportlehrer vor Ort, die Anzahl der Freiwilligen variiert und ist stets international, also perfekt fürs Englisch üben. Die Schulkinder werden in Jungs und Mädchen unterteilt. Nach einer Runde zum Warmlaufen wird gerannt und getobt, was das Zeug hält. Natürlich irgendwo geordnet und mit Sinn. Das war unter anderem meine Aufgabe: Übungen durchführen, Spaß und Respekt vereinen. Gerade letzteres ist bei den Jüngeren sehr wichtig. Oft bekommen sie Zuhause nicht die Erziehung, die gut für sie wäre.

Mit deutschem Sportunterricht lässt sich das kaum vergleichen, die Anforderungen sind generell deutlich geringer. Die Aufgabe liegt zudem nicht im rein sportlichen, gar taktischen Bereich (höchstens bei den ältesten Kindern, ca. 13 Jahre alt), meiner Meinung nach geht es vielmehr darum, eine gewisse Disziplin einzuführen. Man ist eher Sozialbetreuer als Fußballtrainer sozusagen, was absolut nichts Schlechtes ist!

Jede Klasse hat immer eine Doppelstunde Sportunterricht. In den Pausen ist Zeit für einen netten Plausch mit den Coaches und dafür, sich gut mit Sonnencreme einzuschmieren, denn die afrikanische Sonne ist erbarmungslos. Um 14 Uhr wurden wir dann meistens ziemlich fertig, aber immer glücklich, von unserem Fahrer wieder eingesammelt.

Freizeit – Travel Tipps Kapstadt

Montags bis donnerstags ist Projektzeit, jeweils von 9-14 Uhr. Vergleicht man die Zeiten des Fußballprojektes mit anderen Programmen, so hat man fast am meisten freie Zeit zur Verfügung. Wunderbar, um Kapstadt und Umgebung zu erkunden! Oft verabredeten wir uns mit anderen Volunteers am Strand oder entdeckten Rooftop Bars und ließen uns dort nieder.

Strände in Kapstadt

Falls ihr einen Tipp für den vielleicht schönsten Strand Kapstadts braucht, fahrt zum Clifton 2nd Beach!

Freiwilligenarbeit Südafrika: Strand in KapstadtEtwas ruhiger, windstill (der Wind kann in Kapstadt schon mal zu viel des Guten werden) und wunderschön, lässt er sich relativ einfach erreichen. Doch Achtung, das Wasser ist ziemlich kalt! Solltet ihr im Sommer fahren, ist das ein absolutes Muss.

Wer Lust auf einen anschließenden Cocktail oder etwas zu Essen hat, dem empfehle ich das Restaurant »The Bungalow«, welches fußläufig zu erreichen ist. Der Blick auf die zwölf Apostel sowie Camps Bay ist unschlagbar.

Lions Head

Freiwilligenarbeit Südafrika: Sonnenuntergang KapstadtSollte die Sonne seltenerweise nicht scheinen, so gibt es genug andere Aktivitäten. Persönlich hat mir der Lions Head von allen Attraktionen am besten gefallen, die zum touristischen Pflichtprogramm gehören. Man wandert rund eine Stunde einen wunderschönen Weg entlang, je nach Tempo variiert die Zeit.

Viele Kapstädter nutzen den Lions Head für ihren Frühsport und sprinten den Berg förmlich hoch! Wir waren eher auf die Sonnenuntergänge aus und glaubt mir, alles was ihr bis jetzt gesehen habt, wird von diesem Sunset überboten! Der 360 Grad Blick mit Kapstadts Zentrum, Tafelberg und Meer ist einzigartig und den Aufstieg jedes Mal wert.

Ebenfalls traumhafte Sonnenuntergänge mit Blick auf Kapstadts Küste lassen sich von Sunset Beach oder Eden on the Bay mitansehen. Verbunden mit einem Restaurantbesuch oder Picknick am Strand ist das ziemlich cool!

Kapstadt – Die Innenstadt

Solltet ihr mal in die Innenstadt wollen, so lässt sich vom Hostel relativ simpel und günstig der Zug nehmen, dieser benötigt etwa 15 Minuten in die Stadt und kostet umgerechnet 50 Cent. Achtet darauf, dass ihr bei der Wahl des Bahntickets die 3. Klasse angebt. Dies ist die günstigste Kategorie, unterscheidet sich aber nicht wirklich von anderen Klassen.

In der Stadt lässt es sich gemütlich über den Green Market schlendern oder in einem der zahlreichen Cafés oder Bars haltmachen. Kloof und Bree Street sind dafür besonders zu empfehlen. Abends ist Feiern gehen durchaus eine gute Option. In der Long Street tummeln sich die Clubs, man hat die Qual der Wahl. Durch die Verhältnismäßig günstigen Eintrittspreise ist auch gegen Clubhopping nichts einzuwenden, sollte einem die Entscheidung schwerfallen.

Langeweile – Was ist das?

Ihr merkt, es gibt so einiges zu erleben in Kapstadt. Abseilen, Paragliden, Skidiven und Bungeejumpen sind im Vergleich zu Deutschland um einiges günstiger. Wer Mut hat, sollte mindestens eine Sache gemacht haben!

Freiwilligenarbeit Südafrika: Aaron beim Bungee JumpDurch die anderen Volunteers kann einem nie langweilig werden, es werden immer Sachen unternommen oder es wird im Hostel selbst Party gemacht. Der Zusammenhalt war wirklich einzigartig! Auch mein Englisch wurde immer besser, sodass ich mich besser und besser unterhalten konnte.

Garden Route Tour

Freiwilligenarbeit Südafrika: Aaron am StrandIch lege euch ans Herz, während oder nach eures Projektes eine Garden Route Tour zu machen. Kapstadt ist wunderschön, repräsentiert aber nur einen Teil Südafrikas. Atemberaubende Landschaften, coole Hostels und Strände soweit das Auge reicht erwarten euch. Vergesst nicht der höchsten Bungeebrücke der Welt einen Besuch abzustatten, falls euer Adrenalinspiegel das zulässt.

Fazit

Ich bin ehrlich: Eigentlich war ich nicht wirklich der Typ fürs Ausland, bzw. hat es mich weniger gereizt als manch andere. Dass ich den Schritt gewagt habe, habe ich meiner Freundin, die aktuell in Australien weilt, zu verdanken.

An alle, die noch nicht sicher sind: Wagt es! Es hat sich absolut gelohnt, ihr macht so viele neue Erfahrungen! Sich selbst organisieren, rauskommen, sein Englisch verbessern – es gibt fast nur positive Seiten des Reisens. Ich bin überzeugt und kann für mich sprechen, dass mir die Reise unfassbar viel gebracht hat. Südafrika mit seinen freundlichen Menschen kann ich dafür nur wärmstens empfehlen. Die Freunde die ich dort gewonnen habe, vermisse ich jetzt schon!

Herzlichst
Euer Aaron

Mehr Infos zum Projekt

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