Freiwilligenarbeit Sri Lanka: Ein Inselstaat der Superlative

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Drei Wochen hat Vivien aus Sachsen-Anhalt als Volunteer in Sri Lanka verbracht und dabei Land und Leute kennengelernt. Neben der Kulturwoche hat sie an der Trekking Week und dem Community-Projekt teilgenommen, bei dem sie sich um sogenannte »Antis« kümmerte. Warum ihr der Abschied beinahe das Herz brach und wie es dazu kam, dass sie eine Misswahl gewann, verrät Vivien in ihrem Erfahrungsbericht.

Bergland, Hochland, Küste und Regenwald: Keine Insel ist so abwechslungsreich wie das singhalesische Eiland am südlichen Zipfel von Indien. Kandy als Kulturhauptstadt des Landes wurde im Rahmen meiner Freiwilligenarbeit für drei Wochen eine Art Heimat für mich. Unsere Volunteer-Unterkunft – das sogenannte »Green House« – war dabei Ausgangspunkt unserer Exkursionen und Trips.

Trekking: Von anstrengenden Wandertouren & atemberaubenden Landschaften

Vivien sitzt auf einem Felsvorsprung und blickt in die grüne, hügelige LandschaftAn der Trekking Week teilzunehmen war eine super Entscheidung – mehr kann man in einer Woche auf eigene Faust nicht entdecken. Und gewisse Plätze entdeckt man ohne die einheimischen Guides einfach nicht. Allerdings haben uns die Touren auch sehr viel Anstrengung, Schweiß und Muskelkater gekostet.

Leicht unterschätzt man die Luftfeuchtigkeit und in Kombination mit den hohen Temperaturen ist man gefühlt nach drei Metern schon komplett durchgeschwitzt. Die Ziele, die wir besuchten, machten allerdings alle Anstrengungen wieder wett.

Saftig grüne Teeplantagen-Hügel auf Sri LankaWir haben zum Beispiel eine der ältesten Teeplantagen Sri Lankas gesehen. Auf dem Bild seht ihr die langen, mit Teepflanzen besetzten Hügel. Als wir uns durch das grüne Dickicht gekämpft hatten und das letzte Stück durch dschungelartiges Gestrüpp klettern mussten, erreichten wir ein Plateau, bei dem wir kurz Pause einlegten und den gigantischen Blick in die Ferne genossen.

Ein Gefühl von Freiheit

An einem anderen Tag fuhren wir zum Little World’s End. Dort angekommen, befanden sich genau zwei Felsvorsprünge vor einem in die tiefe stürzenden Abgrund. Natürlich bot sich die Gelegenheit schöne Fotos zu knipsen, allerdings schlug einem das Herz doch schon bis zum Hals: ein Schritt in die falsche Richtung und es wäre vorbei gewesen mit der schönen Aussicht. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, denn das Gefühl dort oben auf der Kante dieses Felsens zu stehen, war unbeschreiblich eindrucksvoll und ein kleiner Anflug von Freiheit überkam mich!

Löwenfelsen in SigiriyaThe Little World‘s End war nur ein kurzer Stopp und weiter ging es nach Sigiriya zum Löwenfelsen. Majestätisch sah man ihn schon aus weiter Ferne und alle fragten, »Was? Schon wieder irgendwo hoch klettern?«

Aber auch dieses Mal trauten wir unseren Augen kaum: mitten im flachen grünen Land stand ein riesiger Felsen, als hätte ihn Buddha höchstpersönlich dort fallen gelassen.

Wochenendtrips: Trink-Koma-(Lee)

Am Wochenende unternahmen wir viel auf der Insel. Der erste Trip ging nach Trincomalee, ein Backpacker Ziel an der Küste im Osten Sri Lankas. Und dieser Ausflug war auch mit der schönste. Nach sechs Stunden turbulenter Busfahrt, bezogen wir unser 3-Euro-Hostel. Toll war es nicht, aber wir waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben, da in dem Örtchen so gut wie alles ausgebucht war.

Strand auf Sri LankaLange hielten wir uns in den Schlafräumen nicht auf, denn der Strand rief! Und er war einfach atemberaubend schön: Feiner weißer Sand, kilometerlang und klares blaues Wasser, das eine angenehme Abkühlung bot. Trotz mehrfachen Eincremens mit Sonnenmilch verbrannten wir natürlich alle, aber »nach Rot kommt Braun«, wie man so schön sagt!

Die beiden Abende in Trincomalee, oder Trink-Koma-(Lee), wie wir unser Ausflugsziel liebevoll nannten, waren mit Abstand die schönsten! Wir fanden eine urige und gemütliche Strandbar. Dort ließen wir uns mit Cocktails verwöhnen an einer Bar, die anstatt Stühle, Schaukeln als Sitzmöglichkeit boten. Zu heißen Beats tanzten wir im Sand und genossen unsere Zeit.

Mädchengruppe in Saris auf Sri LankaAm zweiten Abend veranstaltete der Besitzer eine Misswahl, bei der wir fünf Mädels landestypische Saris anzogen. Mit ein, zwei Cocktails im Blut trauten wir uns dann auch mitzumachen und so standen wir plötzlich in den traditionellen Gewändern auf einer improvisierten Bühne und wer hätte es gedacht, mir wurde die Krone aufgesetzt! Kein Wunder, hatte doch der Besitzer am vorigen Abend an der Bar fleißig geflirtet. ;-)

Community: Zwischen Kartenspielen und Abschiedsschmerz

Aber auch dieses schöne Wochenende ging vorbei und unsere Projektwoche in Kandy begann. Ich habe mich für das Projekt »Community« eingetragen und war auch sehr zufrieden damit. Wir wurden mit unserem Koordinator in eine christliche Einrichtung für ältere Frauen gefahren und unsere Aufgabe war es, die acht Ladies ein bisschen zu beschäftigen.

Community-Projekt auf Sri LankaVormittags übernahmen wir auch Aufgaben, wie z.B. den Flur kehren oder den Damen die Nägel schneiden. Die »Antis« (auf singhalesisch »Großmutter«) schlossen uns sofort in ihr Herz und auch wir freuten uns, sie jeden Tag wieder zu besuchen. Sie waren sehr fürsorglich und mütterlich zu uns, so wie Omas eben sind!

Wir spielten mit ihnen UNO und versuchten ihnen auch deutsche Kartenspiele beizubringen. Auch sie lehrten uns ein singhalesisches Brettspiel, dessen Name mir allerdings leider wieder entfallen ist. Die fünf Tage gingen schneller rum, als uns lieb war. Am letzten Tag verabschiedeten wir uns überschwänglich mit Küsschen rechts und links und langen Umarmungen. Auch unsere Adressen tauschten wir mit der Heimleiterin aus. Uns brach es fast das Herz, den Antis auf Wiedersehen zu sagen.

Für uns war es eine sehr unterhaltsame Aufgabe, die Frauen zu betreuen, aber für sie bedeutete es auch sehr viel, da sie keinen anderen Kontakt nach draußen hatten und vor allem nicht zu der jüngeren Generation und erst recht nicht zu Ausländern. Unsere Gefühle waren unbeschreiblich. Den Tränen nahe, verließen wir dann das Heim und eine Woche Reisen auf eigene Faust stand uns bevor.

Beim Schreiben dieses Erfahrungsberichtes überkam mich gerade wieder großes Fernweh und für jeden, der überlegt, für längere Zeit ins Ausland zu gehen: Macht es! Von meiner Seite aus muss ich langsam feststellen, dass das Reisen eine Art Sucht in mir ausgelöst hat. Ich würde jederzeit sofort wieder los und die Ziele auf meiner »Must have Seen«-Liste wachsen von Tag zu Tag. Also mache ich mich jetzt an die Planungen für die nächste Reise! :-)

Eure Vivien

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