Freiwilligenarbeit in den USA: Nina im Florida Wildlife-Projekt

Freiwilligenarbeit in den USA: Nina im Florida Wildlife-Projekt

Schon lange bevor sich Nina aus Rheinland-Pfalz für Freiwilligenarbeit in den USA entschieden hatte, war für sie klar, dass sie nach ihrem Abitur 2016 eine Weile ins Ausland wollte. Auf der Suche nach einem geeigneten Freiwilligenprojekt entschied sich die 19-Jährige für den Bereich Tierschutz. Da sie gerne in Amerika als Volunteer arbeiten wollte und der »Sunshine State« mit seinem paradiesischem Wetter nach einem tollen Ziel klang, fiel die Wahl schließlich auf das Wildlife-Projekt in Florida. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt Nina ihre Projektarbeit sowie die Offenheit und Herzlichkeit ihrer amerikanischen Gastfamilie.

Meine amerikanische Gastfamilie

Bevor ich in mein Volunteer-Abenteuer gestartet bin, war meine größte Angst, dass ich mich nicht mit meiner Gastfamilie verstehe. Nach dem ersten Kennenlernen war ich jedoch sehr erleichtert, dass es mit meiner Familie – also Cindy und Bianca – und mir so gut klappte. Auch die anderen Familien, die Volunteers aufnehmen, waren echt in Ordnung. Ich habe einige kennenlernen dürfen.

Zur gleichen Zeit war noch ein anderes Mädchen bei meiner Gastfamilie. Dies war vor allem zu Beginn meiner Freiwilligenarbeit super, weil sie mir bei der Einarbeitung all ihre Tipps und Tricks weitergegeben hat. Für mich waren Cindy und Bianca die perfekte Gastfamilie. Sie und alle anderen Amerikaner empfingen mich mit offenen Armen, waren total neugierig und haben sich richtig über meine Bekanntschaft und das gemeinsame Arbeiten bzw. Leben gefreut.

Die Arbeit im Florida Wildlife-Projekt

Volunteer Nina mit einer EuleMontags bis freitags habe ich jeden Tag von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr gearbeitet. Die Menschen, die in der Auffangstation arbeiten waren sehr nett und dankbar. Man merkte wirklich, dass sie ohne die Freiwilligen aus der ganzen Welt den Laden nicht schmeißen könnten. Neben dem Mädchen, was auch in meiner Gastfamilie gewohnt hat, lernte ich dann noch eine Dänin kennen, die auch als Volunteer vor Ort war.

Die Projektarbeit war echt super. Jeder Tag war anders: mal durften wir im Tier-Krankenhaus helfen, mal wurde das Krokodil-Aquarium sauber gemacht oder mal draußen die Schildkrötenbecken. Manchmal haben wir die Papageien eingefangen und gewogen. Meine absoluten Lieblinge waren jedoch Spooky, ein Opossum, und Yoda, eine kleine Eule, die man auch streicheln konnte.

Die Arbeit draußen wurde vor allem ab Mitte Mai echt anstrengend, weil die Regenzeit schwül-heiße Temperaturen mit sich brachte.

Wochenendaktivitäten in Florida

Wir Volunteers haben versucht, jedes Wochenende etwas zu unternehmen. So besuchten wir Fort Lauderdale, Miami, Jupiter, Naples, fuhren mit einem Airboat durch die Everglades (Alligatoren in freier Wildbahn – unheimlich!) und verbrachten komplette Tage in diversen Malls, in denen wir immer wieder aufs Neue von den unschlagbar günstigen Sale-Aktionen begeistert waren. Ich empfehle jedem, mit wenigen Klamotten nach Amerika zu reisen, denn ist man erst einmal dort, füllt sich der Koffer wie von selbst.

Mein Fazit zum Freiwilligenprojekt

Es war etwas schade, dass ich kaum andere Jugendliche kennengelernt habe, da im Projekt hauptsächlich Erwachsene gearbeitet haben und wir Volunteers unter 21 Jahren in Amerika noch nicht als volljährig galten und deshalb in keine Clubs oder Bars durften.

Wildlife-Volunteer Nina mit Opossum SpookyDas Englischsprechen war überhaupt kein Problem. Ich konnte die meisten Amerikaner gut verstehen und wenn man dann doch zwei oder drei Mal nachfragen musste, wurde es einem auch nicht übel genommen. In der Schule hatte ich mich nie getraut Englisch zu sprechen und in Florida habe ich andauernd Komplimente für mein gutes Englisch bekommen. Ich wurde sogar gefragt, ob ich aus den Staaten komme. Meine Englischkenntnisse haben sich also in den zwei Monaten vor Ort auf jeden Fall verbessert.

Der Abschied fiel mir unglaublich schwer und ich vermisse das sonnige Florida, die Menschen und die Arbeit sehr. Wenn ich 21 Jahre alt bin, möchte ich auf jeden Fall zurückkommen, um mein Gastfamilie, die Arbeit und andere Orte wie die Florida Keys oder Disney World zu besuchen.

Meine Zeit in Florida verging wie im Flug und ich wäre gerne noch länger geblieben, auch wenn ich ab und zu Heimweh hatte. Dank Skype fühlt man sich jedoch gar nicht so weit weg von Zuhause und kann die Zeit umso mehr genießen. ;-)

Eure Nina

Mehr Infos zum Programm

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>