Freiwilligenarbeit Sri Lanka: Ein unvergessliches Volunteer-Abenteuer

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Samira hat zwei unvergessliche Monate als Volunteer in Sri Lanka verbracht. Sie ist bei der Arbeit in verschiedenen Freiwilligenprojekten im sozialen Bereich sowie im Tierschutz über sich hinausgewachsen und wird ihren Auslandsaufenthalt so schnell nicht wieder vergessen. Wie es sich anfühlt, mit einer Elefantendame durch ein Dorf zu spazieren oder kranke Schildkröten zu versorgen, verrät uns die 19-Jährige in ihrem Erfahrungsbericht.

»Alleine bin ich in mein Abenteuer gestartet, mit vielen neuen Freunden und Erfahrungen bin ich zurückgekehrt.«

Unser Volunteer-Haus in Kandy

Samira auf Sri LankaWir Freiwilligen haben alle zusammen in einem Haus am Rande der Stadt Kandy gewohnt. Vom Zentrum lief man erstmal durch ein Wohnviertel, dann durch ein großes Reisfeld und kam schließlich an unserem Volunteer-Haus an. Wir haben also direkt bei den Einwohnern gelebt und so die Kultur authentisch miterlebt.

Das Haus besteht aus drei Etagen, wir hatten einen Gemeinschaftsraum und eine kleine Küche, in der eine ältere Frau jeden Morgen unsere Spiegeleier zubereitet hat. Unser Frühstück bestand nämlich immer aus ganz viel frischem exotischem Obst, einem Toast und einem Spiegelei.

Kulturwoche: Start in die Freiwilligenarbeit

Während der Kulturwoche haben wir viel vom Leben in Sri Lanka mitbekommen. Hier ist alles komplett anders als bei uns: keine Verkehrsregeln, überfüllte Busse und es gibt mehr Männer mit Röcken als Frauen mit Hosen. An was ich mich auch nach acht Wochen nicht gewöhnt habe war, dass als Zeichen der Zustimmung leicht der Kopf geschüttelt wird, anstatt zu nicken.

Community-Projekt: Eine besondere Erfahrung

Mein erstes Projekt war die Mithilfe in einem Waisenhaus für physisch und psychisch benachteiligte Menschen, dem »Disabled Orphanage«. Die Eindrücke dort haben mich sehr mitgenommen. Man trifft dort Kinder an, die ihr kurzes Leben nur im Bett liegen werden oder Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben und von der Umwelt nichts mehr mitbekommen. Man füttert die Babys, spielt und singt mit den Älteren oder bringt ihnen Farben und Zahlen bei.

Man kann hier etwas bewegen, indem man den Kindern zeigt, dass es jemanden gibt, der sich für sie interessiert und ihnen Liebe schenkt. Jedes einzelne Lächeln war es wert dort gewesen zu sein. Nach zwei Wochen ging es für mich und drei andere Freiwillige in ein Waisenhaus mit 22 Babys und einigen Kleinkindern. Mir fiel es schwer, das »Disabled Orphanage« zu verlassen, aber ich wollte möglichst viel kennenlernen.

Wir haben die Kinder gefüttert, gewickelt, sie aus ihren Bettchen genommen und mit allen zusammen am Boden gespielt. Wir haben den Kindern und Babys Spielzeug mitgebracht und es war total süß zu sehen,  wie die Babys hin und her gewippt sind, als die Musik anging. Wenn jedoch eines angefangen hat zu schreien, haben alle 21 Anderen mitgemacht. Es konnte also echt anstrengend werden mit so vielen Babys auf einmal, aber man hat sich total in sie verliebt.

Schildkröten-Projekt in Ambalangoda

Nach den Sozialprojekten ging es dann weiter mit Tierschutzprojekten. Ich habe für zwei Wochen am Strand in einer Schildkrötenauffangstation mitgeholfen. Ambalangoda ist ein kleines Dörfchen und wir haben in einem tollen Haus gelebt, mit einem Teich mittendrin. Eine Sri Lankische Familie hat genau daneben gewohnt und jeden Tag für uns gekocht – super liebe Menschen.

Samira im Schildkröten-Projekt auf Sri LankaIn der Auffangstation sind viele kranke Schildkröten, die am Strand gefunden wurden, in Tanks untergebracht. Einige können nicht mehr tauchen, weil sie Plastik geschluckt haben, das die Menschen so arglos rumliegen lassen und welches dann im Meer landet. Sie würden ohne Hilfe nicht überleben, da sie keine Nahrung fangen können. Andere Schildkröten haben ein oder mehrere Flossen verloren, die ihnen von Fischern abgeschnitten werden, wenn sie sich in den Netzen verfangen. Sie können nie wieder ins Meer entlassen werden.

Wir haben die Schildkröten in ihre Futtertanks getragen und sie mit Fischen, die wir vorher kleingeschnitten haben, gefüttert. Ich hätte zuvor nie gedacht, dass ich jemals einen Fisch zerschneiden werde, aber es ging dann doch irgendwie. Jeden zweiten Tag haben wir die Tanks mit Meerwasser und Sand geputzt und die Schildkröten mit Kokosnussschalen und Sand gesäubert, was im offenen Meer eigentlich die Fische übernehmen würden.

Einmal in der Woche haben wir außerdem den Strand von Müll befreit und sogar einmal Schildkröteneier vergraben, die die Woche darauf geschlüpft sind. Es war so toll, den Tieren etwas Gutes zu tun, auch wenn es manchmal richtig anstrengend war. Aber dadurch, dass wir am Strand waren, sind wir nach getaner Arbeit einfach ins Meer gerannt, um uns abzukühlen.

Elefanten-Projekt bei Rambukkana

Der Hauptgrund, warum ich nach Sri Lanka wollte, war das Projekt mit den Elefanten. In Sri Lanka leben über 250 hart arbeitende Elefanten, die für Großgrundbesitzer Baumstämme die Berge hochziehen und transportieren müssen. Es gibt ein tolles Projekt, bei dem man einem Elefanten für eine Woche Urlaub ermöglichen kann, indem man dem Besitzer dafür Geld zahlt. Ich und ein Freiwilliger aus den Niederlanden haben uns um Elefantendame Mali gekümmert.

Die Natur war so wunderschön, direkt am Urwald. Wir sind mit Mali durch das kleine Dorf gelaufen, wo sie von einigen Dorfbewohnern Bananen bekam. Im Wald haben wir Blätter von Bananenbäumen und andere Bäumen gesammelt und zusammengebunden, um sie zu Malis Schlafplatz zu bringen. Unterwegs ist sie immer wieder stehen geblieben um Blätter zu »naschen«.

Samira putzt Elefant auf Sri LankaElefanten sind sehr schlaue Tiere, die genau wissen, wer ihnen Gutes tut und wer nicht. Wenn wir mit ihr an den Fluss gegangen sind, um sie mit Kokosnussstücken zu putzen, fing sie an zu schnurren oder, wenn sie sah, dass wir kommen, wackelte sie mit ihren Ohren.

Ich werde nie vergessen, wie es ist, einen Spaziergang mit einem Elefanten zu machen. Ich meine, wer kann das schon von sich behaupten.

Ein unvergessliches Abenteuer

Hier auf dem Lande fällt man als Hellhäutiger noch mehr auf als sowieso schon. Einmal kam eine Frau auf mich zu und wollte unbedingt, dass ich zusammen mit ihrem Kind ein Foto mache (aus einem Foto wurden dann 100).

Mich dann schlussendlich von all den lieben Menschen, die ich dort kennengelernt habe zu verabschieden, fiel mir so unendlich schwer. Man wächst bei der Freiwilligenarbeit so über sich hinaus und steckt seine Grenzen neu. Man schätzt das, was man Zuhause hat noch mehr. Und eins ist sicher: ich werde dieses Abenteuer nie vergessen.

Eure Samira

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