High School Australien: Organisatorin Inga im Interview

High School Australien: Organisatorin Inga im Interview

Schüleraustausch Down Under ist ein Traum von vielen Jugendlichen. In Australien zur Schule Gehen ist mit einzigartigen Erfahrungen und unvergesslichen Erlebnissen verbunden – viele unserer Returnees können ein Lied davon singen. Eine unverzichtbare Rolle spielt dabei natürlich auch die gute Betreuung vor Ort.

Unsere ehemalige Kollegin Inga Höltz, die für einige Jahre bei Stepin im Bonner Büro als Australien-Spezialistin tätig war, hat das Fernweh Australien nicht losgelassen und so entschied sie sich, wieder nach Down Under zu ziehen. Da sie die Beschäftigung im Schüleraustausch liebgewonnen hatte, nahm sie eine Stelle bei unserer australischen Partnerorganisation für Programm »Schüleraustausch Australien« an. Wir freuen uns natürlich sehr, dass Inga seit dem Frühjahr 2012 auf der anderen Seite der Erde unsere »Steppies« in Empfang nimmt und mit dazu beiträgt, dass alle Schüler einen gelungenen Aufenthalt erleben dürfen. Heute steht sie uns Rede und Antwort.

Stepin: Warum hast du dein Herz an Australien verloren?

Inga: Neben der absolut atemberaubenden Landschaft und den unglaublich lebendigen Metropolen ziehen mich persönlich die Menschen nach Australien. Die Menschen sind einfach sehr herzlich, freundlich und hilfsbereit.

Bild einenr australischen High School KlasseIch habe es schon mehrfach erlebt, dass, sobald ich eine Straßenkarte auch nur ausgeklappt habe, ich direkt von einem Australier angesprochen wurde, ob ich Hilfe benötige. Die Schulkinder bedanken sich beim Busfahrer, wenn sie aus dem Bus aussteigen. Der Umgang miteinander ist geprägt von Respekt und Herzlichkeit.

Stepin: Wieso Schüleraustausch in Australien?

Inga: Natürlich kann man Australien auch als Tourist oder als Work and Traveller oder Praktikant erleben und eine großartige Zeit haben, ABER ich kenne kein Programm, in dem jemand in dem Maße in die australische Kultur integriert wird, wie im Schüleraustausch. Der Schüler lebt für einen längeren Zeitraum in der Gastfamilie, er lernt Gewohnheiten, Bräuche und Sitten dieser Familie im Alltag kennen. Er verharrt nicht in der Rolle des Besuchers, sondern er wird ein Teil der Gemeinschaft.

In der Schule kann der Schüler viele Fächer wählen, die in Deutschland nicht auf dem Stundenplan stehen. Das können handwerkliche Fächer sein, wie z. B. das Verarbeiten von Holz oder das Reparieren von Autos, kreative Fächer wie z.B. Fotografie, Grafikdesign oder Nähen oder aber auch akademisch sehr anspruchsvolle Fächer wie Jura, Management oder Führungskräftetraining. Das Schulsystem erlaubt das Ausprobieren von Neuem. Fast alles ist möglich.

Stepin: In welchen australischen Bundestaaten leben die Austauschschüler?

High School Schülerin mit GastfamilieInga: Im Grunde kann es in jedem Bundesstaat eine oder mehrere Gastfamilien geben, die sich für ein internationales Familienmitglied auf Zeit interessieren und sich bei uns bewerben. Wenn die Familie die Voraussetzungen erfüllt und es einen Betreuer im Umkreis der Gastfamilie gibt, dann kann diese einen Schüler aufnehmen.

Unser Hauptbüro befindet sich  in der Nähe von Melbourne, und deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Schüler ihren Aufenthalt im Bundesstaat Victoria verbringen. Allerdings finden die Schüler ihr neues Zuhause auch oft entlang der Ost- oder Südküste, einige wenige an der Westküste, zum Beispiel in Perth oder im Northern Territory.

Stepin: Wie werden die Gastfamilien ausgewählt?

Inga: Die potentielle Gastfamilie bewirbt sich bei uns mit einem Bewerbungsformular, in dem sie erst einmal Grundauskünfte über die Familie gibt wie z. B. Anzahl der Familienmitglieder (inklusive Haustiere), Beruf der Eltern, Hobbies und Interessen etc. Anhand dieses Formulars wird entschieden, ob die Familie theoretisch als Gastfamilie in Frage kommt. Falls dies der Fall ist, wird sie von einem lokalen Betreuer besucht. Dieser schaut sich die Umgebung und die Wohnverhältnisse an und erfährt vor Ort mehr über die Motivation der Familie, einen Gastschüler aufzunehmen.

Stepin und Partner in MelbourneSollte alles stimmen und haben wir ein gutes Bild, muss die Gastfamilie dann noch drei Referenzen von Nachbarn, Freunden oder Lehrern vorlegen, die durch uns sorgfältig überprüft werden. Außerdem muss jedes Mitglied im Haushalt, welches über 18 Jahre alt ist, ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Sollte die Familie allen Anforderungen entsprechen, dann kann sie einen Gastschüler aufnehmen und darf auch mitentscheiden,  ob sie z. B. lieber einen Jungen oder Mädchen aufnehmen möchten, welche Nationalität sie bevorzugen und welche Hobbies des Schülers sich gut mit dem Familienleben vereinbaren lassen.

Stepin: Können die Schüler Reisen unternehmen?

Inga: Es werden für die Schüler sowohl regionale Tagesausflüge als auch mehrtägige überregionale Reisen angeboten. Schüler, die z. B. in der Umgebung von Sydney in einer Gastfamilie leben, hatten die Möglichkeit am 28. und 29. Juli 2012 an einer Tour in die Blue Mountains sowie an einer eine Sightseeing-Tour durch Sydney teilzunehmen. Darüber hinaus können die Schüler jedes Jahr eine Reise ins rote Zentrum zum Ayers Rock sowie einer Reise ins sonnige Queensland an das Great Barrier Reef machen. In jedem Fall wird es warm und sonnig.

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