Farmarbeit in Norwegen: Das Leben ist kein Ponyhof, oder doch?!

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Anfang September 2015 ist Silja in ihr Abenteuer »Farmarbeit in Norwegen« gestartet. Gespannt und aufgeregt ist die 18-Jährige damals ihre Reise von Hamburg auf die Lofoten und später weiter Richtung Voss angetreten. Was während der nächsten Monate alles passiert ist und, wie Silja ihr Farmaufenthalt gefallen hat, verrät sie uns in ihrem Erfahrungsbericht.

Meine Arbeit auf der Ziegenfarm

Auf den Lofoten habe ich auf einer Ziegenfarm mit 300 Ziegen gearbeitet. Das war erstmal eine große Umstellung für mich – von einer Großstadt wie Hamburg in ein kleines »Örtchen« mitten im Nirgendwo.

Nordlichter in NorwegenIn der nächsten Umgebung gab es genau zwei Nachbarn. Anfangs war ich sehr begeistert. Die ersten Tage war ich praktisch wie berauscht von dem Leben auf der Farm. Bevor ich auf die Lofoten kam, hatte ich noch nie zuvor das Nordlicht gesehen. Dort konnte ich es fast jeden Abend sehen. Das war einfach beeindruckend.

Jeden Morgen und jeden Abend habe ich beim Melken der Ziegen geholfen. Des Weiteren habe ich meiner Gastfamilie dabei geholfen, die Touristenhütte zu renovieren, den alten Ziegenstall zu reparieren oder die Jungziegen zu versorgen. Besonders viel Freude hat es mir gemacht, beim Beerenpflücken und beim Heimtreiben der Schafe aus den Bergen mitzuhelfen. Einmal in der Woche bin ich mit dem Bus ca. 35 km in die nächste Stadt mit 2.500 Einwohnern gefahren, um an einem Norwegisch-Kurs teilzunehmen.

Leider gab es einige Kleinigkeiten im Alltag, bei denen sich meine norwegische Gastfamilie und ich nicht ganz einig waren. Ab und zu bekam ich da zu hören: »Livet er ingen dans paa roser« was auf Deutsch so viel bedeutet wie: »Das Leben ist kein Ponyhof«. Mit Hilfe von Stepin und der Norwegischen Partnerorganisation konnte jedoch schnell eine Lösung gefunden werden, die sowohl meinen Vorstellungen als auch denen meiner norwegischen Arbeitgeber entsprach.

Das Leben auf einem Ponyhof in Voss

So kam es, dass ich Anfang November durch fast ganz Norwegen zu meiner neuen Gastfamilie geflogen bin. Von den Lofoten nach Voss, wo ich ab dem Zeitpunkt dann tatsächlich auf einem Ponyhof gearbeitet habe! Meine Zeit auf diesem Hof war absolut klasse. Er ist mittlerweile in der 10. Generation und verfügt über sehr schöne alte Gebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Bei der Arbeit haben wir ab und zu alte Farmgeräte genutzt, die noch von den Vorfahren erhalten waren. Dadurch habe ich sehr viel über die norwegische Geschichte und Kultur gelernt.

Silja mit Kindern im WaldMeine Gastfamilie besteht aus zwei jungen Eltern und deren Kindern. Neben meinen Aufgaben auf der Farm, war ich auch manchmal als Babysitter im Einsatz. Die Kinder sind sehr niedlich und wollten gerne Deutsch lernen. So habe ich ihnen die deutschen Worte für die Farmtiere beigebracht und sie können sich jetzt selbst auf Deutsch vorstellen.

Meine Hauptaufgabe auf dem Ponyhof war es, bei der Versorgung der Pferde mitzuhelfen, was bedeutete, die Boxen auszumisten und die Pferde zu füttern. Außerdem habe ich in der Reitschule mitgeholfen. Dort habe ich die Pferde gesattelt oder die Anfänger bei Ausritten sowie auf dem Reitplatz geführt. Ab und zu konnte ich auch bei den erfahreneren Reitschülern in der Reitschule mitreiten oder bei Ausritten dabei sein.

Silja reitet in NorwegenManchmal habe ich nicht im Stall gearbeitet, sondern bei der Arbeit im Wald mitgeholfen. Dort wurden Bäume gefällt, diese mussten mit Hilfe einer Maschine gespalten und in Paletten gestapelt werden. Mit dem Holz werden im Winter Haus und Stall beheizt.

Im Winter war es meine Aufgabe, die Pferde zu trainieren – das war klasse. In dieser Zeit bin ich oft selber zum Reiten gekommen und habe Pferde longiert. Ab und zu haben wir einige der Pferde in eine Kutsche eingespannt. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das Einüben einer Voltigiernummer für die Weihnachtsshow zusammen mit einigen Reitschülern. Das Publikum war sehr begeistert, weil Voltigieren hier nicht sehr verbreitet ist.

Meine Freizeit in Norwegen

Manchmal ist es vorgekommen, dass wir bei -10°C oder -15°C draußen geritten sind. An manchen Tagen war es kälter als -20°C Grad. Als der See zugefroren war, konnten wir Schlittschuhlaufen. An meinen freien Tagen war ich mehrmals Skilaufen, in verschiedenen Skigebieten in der Umgebung. Landschaftlich sind die einfach einmalig. Außerdem kann man hier gut wandern gehen und schöne Radtouren unternehmen.

Silja reitet im SchneeIm Stall habe ich meine ersten Kontakte in Voss geknüpft. So bin ich dann auch zu meinem Hobby gekommen: Tensing. Dabei treffen sich 80-90 Jugendliche und singen gemeinsam. Danach teilt sich die große Gruppe in kleinere Gruppen auf, in denen man dann backt, Theater spielt, in einer Band übt oder im Minichor singen kann. Aus den eingeübten Stücken und Szenen soll am Ende eine Aufführung entstehen.

Mein Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Arbeit auf einer norwegischen Farm sehr abwechslungsreich ist und mir viel Spaß gemacht hat. Am besten finde ich, dass man so viel an der frischen Luft ist und die Leute im Einklang mit der Natur leben.

Silja auf einer Schaukel in NorwegenMit der Zeit haben sich meine Norwegisch-Kenntnisse so verbessert, dass ich den Alltag ohne Probleme auf Norwegisch meistern konnte. Es hat zwar nicht immer auf Anhieb geklappt, wodurch aber sehr viele lustige Situationen entstanden sind. Da wird auf einmal aus »Kartoffelbrei« eine »Kartoffelmaus«.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich auf meiner zweiten Farm sehr zufrieden gewesen und alles war so, wie ich mir meine Farmarbeit in Norwegen vorgestellt hatte. Da soll mir doch nochmal einer sagen, das Leben ist kein Ponyhof ;-)

Liebe Grüße,
Silja

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