Fabienne in Australien #6: Mein perfektes Abenteuer in Cairns

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Bevor es für High School-Stipendiatin Fabienne bald wieder nach Hause geht, startet sie einen abwechslungsreichen Kurztrip in den Norden Queenslands. Fabienne erfüllt sich ihren Traum von einem Tauchausflug im Great Barrier Reef und geht auf Tuchfühlung mit einem australischen Emu. Was erlebt die Gruppe von Austauschschülern während ihrer vier Tage in Cairns noch?

Ich habe die letzten vier Monate auf diese vier Tage gewartet und nun waren sie endlich da! Ich habe mit einigen anderen Austauschschülern an der »Far North Queensland« – Tour teilgenommen. Schnorcheln am Great Barrier Reef stand auf meiner To-do-Liste für Australien ganz weit oben und es schien surreal, dass dieser Punkt bald abgehakt werden sollte.

Lasst das Abenteuer beginnen

Am Abreisetag musste ich bereits um 5:00 Uhr morgens aufstehen, um rechtzeitig meinen Flug nach Cairns zu erwischen. Mit Kamera, Reisepass, Handy und Shorts im Gepäck war ich bereit für mein nächstes Abenteuer.

Flug über die Ostküste AustraliensNach dem dreistündigen Flug traf ich bereits auf eine der Koordinatoren, die uns durch diese Tage begleiten sollten. Gleichzeitig bekam man den klimatischen Unterschied zu spüren: Von regnerischen 11°C zu tropischen 30°C. Ich war eine der letzten Teilnehmer, die in Cairns ankam, weshalb mich 62 Augen anstarrten, als ich den Bus betrat. Irgendwo hingesetzt und schon begann man mit allen möglichen Leuten zu quatschen. Ich hatte wirklich eine wundervolle offene Gruppe, die diesen Trip sehr bereichert hat.

Zu Besuch im Kuranda National Park

Wir machten zuerst Halt an der Rainforest Station, wo wir zu Mittag aßen. Es gab ein Büffet mit allem Drum und Dran. Es war unglaublich lecker und es sollten in den nächsten Tagen noch einige Büffets folgen… Kurz darauf ging es zu einem »Bush Tucker Walk«, wo uns ein Aborigine etwas über den Regenwald erzählt hat und was dieser für sie bedeutet. Am Ende haben wir noch ein paar Bumerangs geworfen. Ich versteh noch immer nicht, wie die Aborigines damit jagen gehen konnten.

Danach sind wir mit »Army duck«, einem Amphibienfahrzeug aus dem zweiten Weltkrieg, durch den Dschungel und gegen Ende auch durchs Wasser gefahren. Es ist einfach unglaublich, wie dicht und grün der Regenwald doch ist.

International Students in CairnsUm 16:00 Uhr sind wir zur Skyrail gefahren. Diese ist eine Gondelbahn, die im Prinzip genauso funktioniert, wie in den Skigebieten. Nur mit dem Unterschied, dass man wenige Meter über dem Regenwald fährt, anstatt über eine weiße Landschaft.

Der actionreiche Part des Tages nahm ein Ende und wir wurden zu unserem Hotel gebracht, wo es dann auch schon bald Abendbrot gab.

Nach dem Abendessen bin ich zusammen mit ein paar meiner neu gewonnenen Freunde im Pool schwimmen gegangen, wobei sich am nächsten Tag herausstellte, dass es auf dem Hotelgelände drei Pools gab. Viel zu schnell nahm der erste Tag sein Ende, aber wir sahen dem nächsten Tag voller Vorfreude entgegen, denn es stand Schnorcheln auf dem Programm.

Tauchen am Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef ist das weltweit größte Riff. Es ist sogar so groß, dass man es vom Weltall aus sehen kann. Wer viel erleben möchte, muss auch früh aufstehen. Unser Wecker klingelte um 6:00 Uhr, aber ich glaube, alle waren bereits vorher wach, da wir es nicht erwarten konnten.

Nachdem uns unser Busfahrer zum Hafen gebracht hatte, stand uns eine eineinhalb stündige Bootsfahrt bevor. In dieser Zeit erklärte uns die Crew, dass wir auch die Möglichkeit hätten, im Riff tauchen zu gehen. Meine Augen leuchteten bei diesen Worten förmlich auf und für mich stand fest, dass ich tauchen gehen würde. Ich musste zwar etwas Geld bezahlen, aber es war eine einmalige Chance.

Schnorcheltrip in CairnsMir musste niemand sagen, dass wir am Riff angekommen waren, denn man sah das Riff schon aus dem Ozean aufleuchten. Dort angekommen, wurden wir für die Tauchgänge in kleinere Gruppen aufgeteilt. Ich war mit Elisabeth, die einer meiner engsten Freunde in Cairns werden sollte, und zwei Jungen in der Gruppe. Da wir erst etwas später an der Reihe waren, konnten wir vorher noch etwas schnorcheln gehen. Ich bin zuvor noch nie in meinem Leben schnorcheln oder tauchen gegangen, ich kann nur sagen, es war unglaublich!!!

Tauchgang Nummer 1

Nur Zentimeter von unserem Boot entfernt hatte sich ein Fischschwarm versammelt. Als ich dann zum ersten Mal meinen Kopf unter Wasser tauchte, war ich erstaunt. Es erschien alles wie in einem Traum. Diese Berge an Korallen mit hunderten von Fischen im hellblauen Wasser… Es war unbeschreiblich, aber der Moment war nur von kurzer Dauer, denn schon fegte ein erster Schwall Salzwasser in meine Lungen. Ich gebe zu, am Anfang schien mein Körper noch nicht zu verstehen, dass ich es eigentlich vermeiden sollte, Salzwasser zu schlucken, aber nach einer Weile klappte es dann.

Dann sollte es auch schon zu meinem ersten Tauchgang gehen. Es war auch gar nicht so eigenartig nur durch seinen Mund zu atmen. Natürlich gab es zuerst eine kleine Grundregelstunde zum Tauchen: wir lernten die Zeichen für »Ich bin ok« und »Hai«, wie wir atmen und dass wir nichts anfassen dürfen. Wir sahen (ungefährliche) Riffhaie, Meeresschildkröten, Rochen, Clownfische und so viele andere Fische, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Große Fische, kleine Fische, Fische mit Schnäbeln, kunterbunt…

Tauchgang Nummer 2

Es war einfach so toll, dass ich sogar noch am zweiten Tauchgang teilnahm, welcher nochmal besser war als der erste. Wir gingen bis zu einer Tiefe von 6 Metern und sahen wieder Unmengen an Leben im Riff, aber vor allem sind wir dieses Mal um einiges näher zum Riff geschwommen. Wir sind nur wenige Zentimeter über den Korallen lang getaucht und gegen Ende brachte uns unser Tauchlehrer, gegen deren Regeln, dazu, eine Seegurke zu halten, die zu meiner Überraschung äußerst groß war.

Es war einfach ein unglaublicher Tag, nur zu meinem Pech war meine Kamera nicht wasserdicht, weshalb ich keine Fotos vom Riff machen konnte. Dazu kam, dass ich beim Tauchen Probleme hatte, den Druck auf meinen Ohren auszugleichen. Deshalb bekam ich höllische Ohrenschmerzen und konnte auf meinem rechten Ohr nichts hören. Aber das hielt glücklicherweise nur für einen Tag an.

Fabienne und ihre internationalen Freunde in CairnsDen weiteren Abend verbrachte ich mit einer kleinen Gruppe beim Kartenspielen. Es klingt vielleicht relativ langweilig, aber das war es ganz und gar nicht. Jeder hatte seine eigene Geschichte zu erzählen. Manche erzählten, wie perfekt ihr Auslandsjahr ist, während andere von ihren Problemen sprachen. Es war äußerst interessant und die Gruppe hatte einen guten Humor, weshalb es auch immer etwas zu lachen gab.

Meine letzten 24 Stunden in Cairns

Am nächsten und gleichzeitig letzten Tag des Trips fuhren wir zu einem Wildlife-Park, wo es Emus, Kängurus, Pelikane und so viel mehr zu sehen gab. Da ich den Tag zuvor fast keine Bilder gemacht hatte, wollte ich an diesem Tag besonders viele machen. Als wir dann am Ausgang des Parks waren, kaufte ich mir etwas zu trinken. Mit Kamera, Handy, Portemonnaie und Wasserflasche stand ich an der Kasse, aber als wir bereits mit dem Bus zu unserem nächsten Ziel fuhren, fiel mir auf, dass irgendetwas fehlte. Ich hatte mein Handy an der Kasse vergessen. Eine der Koordinatoren rief bei dem Wildlife-Park an und die Mitarbeiter versprachen, mein Handy zu suchen.

Fabienne und ein EmuWir gingen auf eine Bootstour, bei der wir einige Krokodile bestaunen konnten. Doch während alle Fotos mit ihren Kameras machten, saß ich mehr oder weniger voller Sorge um mein Handy da. Es ging mir dabei nicht um all meine Kontakte, sondern um all die Fotos, die ich gemacht hatte, die ich natürlich, so intelligent wie ich bin, nicht auf einem USB-Stick oder irgendwo anders abgespeichert hatte.

Nach der Bootstour kam dann die erlösende Nachricht von Sam, einer der Koordinatoren. Ein Mitarbeiter im Wildlife-Park hatte mein Handy gefunden. Am Abend holten wir dieses ab, aber zuvor hieß es noch unseren Tagesplan abhaken. Wir sollten eigentlich zu einem weiteren Boardwalk fahren, aber entschieden dann stattdessen am Strand entlang zu gehen. Es war unglaublich schön! Am liebsten wären wir dort schwimmen gegangen, aber das Warnschild »Vorsicht, Krokodile leben hier« ließ uns unsere Idee zweimal überdenken. Glücklicherweise trafen wir am Strand auf keine Krokodile.

Mossman Gorge bei CairnsUnser letzter Tagespunkt war der Besuch des Mossman Gorge – ein kleiner Fluss mit glasklarem Wasser, wo riesige abgerundete Steine aus dem Wasser ragen. Die kleinen Wasserfälle machten das Bild perfekt.

In der kurzen Zeit, die wir hatten, zogen wir uns alle schnell um und sprangen ins Wasser. Unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir alle im Pool.

Nun heißt es Abschied nehmen

Der nächste Morgen brachte den Abschied mit sich. Ich war eine der ersten, die ihren Flug nehmen musste und ich kann sagen, niemand von uns war glücklich zu gehen. Ich hatte die kleine Gruppe, mit der ich jeden Abend Karten gespielt hatte, in mein Herz geschlossen. Wir haben aber bereits gesagt, dass wir uns nochmal treffen wollen. Es war einfach zu toll, um das das Ende sein zu lassen. Mit diesem Trip hatte ich Freunde aus aller Welt gewonnen. So nahm dann auch leider mein perfektes Abenteuer nach Cairns sein Ende…

Bis bald,
Eure Fabienne

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About Fabienne

Fabienne

Fabienne ist 15 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Dortmund. 2016 verbringt die Austauschschülerin im Rahmen ihres Vollstipendiums fünf Monate in Australien. Von ihrem Auslandsjahr erhofft Fabienne sich eine eigenständigere und selbstbewusstere Person zu werden und viele schöne Erinnerungen zu sammeln.


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