Working Holiday in Irland – Henrik im Interview

  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview
  • Working Holiday in Irland – Henrik im Interview

Henrik aus Bannewitz in Sachsen hat sich die Zeit genommen, der »Weltneugier« Rede und Antwort zu stehen. In einem Interview berichtet uns der 19-Jährige über seinen Work and Travel-Aufenthalt in Irland und warum er danach in Irland geblieben ist.

Ha'penny Bridge über die Liffey, DublinFirst things first:
Warum hast du dich für Work and Travel in Irland entschieden?

Ich habe mich für Work and Travel entschieden, da dieses Programm nahezu unendlich viele Möglichkeiten liefert, sein Abenteuer zu erleben. Bevor ich mich für Irland entschieden hatte, habe ich mir zwei Kriterien gesetzt:
Es musste ein englischsprachiges Land sein und es sollte innerhalb der EU liegen. Da ich immer schon mal nach Irland wollte, war es dann schnell klar.

Während meiner Zeit in Irland wusste ich nie so wirklich, wo ich in den kommenden Tagen sein und wohin es mich als Nächstes verschlagen würde. Außerdem haben sich die unterschiedlichsten Jobangebote eröffnet. Hatte ich keine Lust mehr auf den einen Job, habe ich mir einfach einen anderen gesucht. Ich konnte mir individuell aussuchen, wie ich meine Zukunft gestalte.

Seitengasse im Zentrum von GalwayAnreise, Unterkunft, Jobs – wie reibungslos lief die Organisation?
Die Anreise war natürlich sehr aufregend, da ich mich zum ersten Mal alleine in einem mir unbekannten Land zurechtfinden musste. Ich wusste nur, wohin ich ungefähr musste, um zu meinem schon vorher organisierten Hostel zu gelangen. In der Unterkunft angekommen, traf ich direkt eine Mitreisende und gemeinsam sind wir zum Partnerbüro gelaufen, um uns anzukündigen.

Mit den Jobs hatte ich anfangs so meine Probleme, da ich viel zu nervös war und zuvor noch kein Bewerbungsgespräch hatte. Das Gute an Irland ist jedoch, dass sich dort auch große Unternehmen, wie Apple oder Amazon niedergelassen haben, die unter anderem Personen mit Deutsch-Englisch-Kenntnissen suchen.

St. Colman's Cathedral, CobhHat alles geklappt bei der Ankunft in Irland? Wie war der erste Kontakt mit der Partnerorganisation vor Ort?
Ich habe mich anfangs oft in der Stadt verlaufen, da mir alles neu war. Ansonsten verlief aber alles reibungslos und auch der Erstkontakt mit der Partnerorganisation war sehr freundlich und informativ. Am zweiten Tag hatten wir unser Einführungsseminar, bei dem wir alles Wissenswerte über das Leben in Irland erfahren haben.

Was waren deine Jobs bzw. deine Aufgaben? Wie lief ein typischer Tag ab?
Anfangs habe ich für die Hotelkette Marriott in Cork als Telefonist gearbeitet. Die Kollegen waren nett und die Bezahlung war ok. Manchmal war die Arbeit etwas stressig, aber das ist ja normal. Derzeit arbeite ich als Tester von Computerspielen bei Activision, wo ich nach meinem Work and Travel-Aufenthalt übernommen wurde. Mein Team ist lustig und freundlich und wenn ich samstags arbeiten muss gibt es Gratis-Pizza. :-)

Wie warst du untergebracht? Wie lief das mit der Verpflegung?
Street Art in IrlandDie ersten zwei Monate war ich in Hostels oder »Ferienwohnungen« (Wohnungen, die man mit Freunden für ein bis zwei Wochen mieten kann) untergebracht. Während dieser Zeit bin ich viel gereist und habe die Kultur und Landschaft Irlands genossen.

Stichwort Kulturschock: Welche Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Irland sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Deutsche sind kalt. Das ist nun mal so. Umso mehr fällt mir die Freundlichkeit der Menschen in Irland auf. Als mich ein Kassierer das erste Mal gefragt hat, wie es mir geht, war ich etwas verwundert, da es mir komisch vorkam.

Auch meine Mitmenschen waren schon fast erschreckend freundlich. Ich habe meine Kreditkarte mehrere Male in einer Selbstbedienungskasse vergessen und habe sie immer wiederbekommen, da ein anderer Kunde sie abgegeben hatte. Ich kann es nicht so gut beschreiben, aber im Allgemeinen finde ich Irland und seine Mentalität viel offener, freundlicher und hilfsbereiter als die Deutsche.

Wie hast du deine Freizeit gestaltet? Wie hast du Freunde gefunden? Welche Highlights/Sehenswürdigkeiten kannst du empfehlen?
Meine Freizeit habe ich immer mit Freunden und Bekannten verbracht, die ich zuvor in den Hostels kennengelernt habe. Ich habe unglaublich viele Menschen unterschiedlichster Nationalitäten kennengelernt, sodass ich irgendwann aufgehört habe, zu zählen.

Long Room des Trinity College, DublinMeine Highlights: Obwohl ich eigentlich kein Bücherwurm bin, habe ich mir die Uni-Bibliothek in Dublin angeschaut und war begeistert. Ich kann auch das Lighthouse-Cinema in Dublin, in der Nähe der Old Jameson Distillery, empfehlen, weil man sich da alte Filme, wie Ghostbusters oder Touch of Evil anschauen kann – sehr unterhaltsam.

Außerdem kann ich jedem raten, einfach mal in die Stadt zu fahren und sich dort die typischen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Mein Lieblingsort ist allerdings Cobh, wo die Titanic das letzte Mal von Land ging. Es ist so ein friedlicher und wunderschöner Ort. Während man auf das Meer hinaus schaut, kann man dem ganzen Trubel der Stadt einfach mal aus dem Weg gehen.

Worauf sollten sich zukünftige Teilnehmer in Irland einstellen/vorbereiten?
Da ich mich immer gerne ins Ungewisse stürze, habe ich mich im Vorfeld kaum informiert und musste feststellen, dass es in Irland milde Winter und Sommer gibt, sodass ich weder Winterjacke noch kurze Hosen benötigt habe. Ich kann jedem Teilnehmer empfehlen, sich am Anfang ein 1-Tages-Datenpaket fürs Handy zu besorgen, da man Google Maps dringend braucht, um sich zu Recht zu finden und man die irische SIM-Karte erst am zweiten Tag während der Einführung bekommt. Zudem kann ich jedem eine Visa- oder MasterCard empfehlen, weil Kreditkarten das Bezahlen in Irland deutlich einfacher machen als das Zahlen mit EC-Karte, wie wir es in Deutschland gewohnt sind.

Vernagelter Strommast in CorkInzwischen lebst du ja in Irland:
Wie kam es zu der Entscheidung, was tust du jetzt so und wo und wie lebst du? Was reizt dich so an Irland und lässt dich nicht nach Deutschland zurückkehren?

Nach meinem Work and Travel-Aufenthalt bin ich kurzzeitig zurück in Deutschland gewesen und mir ist bewusst geworden, wie glücklich ich in Irland bin. So habe ich mich dazu entschieden, dort zu bleiben, auch wenn meine Familie in Deutschland lebt. Ich vermisse sie zwar, aber die Flugverbindung zwischen Dublin und Berlin ist Dank Ryanair sehr billig, sodass ich oft zu Besuch kommen kann.

Was möchtest du unbedingt noch loswerden?
Wie es Shia LaBeouf gesagt hat: JUST DO IT!
Wenn du nach der Schule nicht direkt an die Uni willst, dann kann ich Irland oder ein Auslandsjahr generell absolut empfehlen. Man lernt so viel über andere Kulturen, über das Leben an sich und natürlich über sich selbst.

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>