Erfahrungsbericht: Farmarbeit in Island – Vom Schreibtisch in den Schafstall

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Oda Könnecke hat mit unserer Hilfe an dem Programm Farmarbeit in Island teilgenommen. Die 25-Jährige hat sechs Monate im Land der Geysire auf einer Farm verbracht. Nach dem Motto Schafe scheren und Kühe melken statt Uni und Lernstress hat Oda sich damit einen Kindheitstraum erfüllt. Die Jugendzeitung YAEZ hat unsere Teilnehmerin interviewt und einen Artikel über sie veröffentlicht. Lest hier von ihren Beweggründen nach Island zu gehen und ihrem Alltag auf einer isländischen Farm.

Island – Land der Elfen und Trolle, Land der Geysire. Schon immer war der kleine Staat auf der Nordhalbkugel das Traumreiseziel von Oda. „Bereits mit vier Jahren erzählte ich meinen Eltern und Freunden ständig, dass ich Urlaub auf Island machen wollte.“ Dennoch sollte es fast 20 Jahre dauern, bis die Kölnerin das erste Mal die Insel betrat – aber nicht als Touristin, sondern als Farmarbeiterin. Gegen Kost und Logis verbrachte Oda insgesamt sechs Monate auf Island, um die Bauern bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

oda-farm-island2Nach ihrem Bachelor in Umweltingenieurwissenschaften brauchte Oda einen Tapetenwechsel: „Ich wollte einfach raus und dachte zunächst an eine Reise nach Großbritannien, um mein Englisch aufzubessern, aber da fiel mir mein alter Traum von einer Islandreise wieder ein.“ Nur zwei Tage nach ihrer letzten Uniprüfung saß die 25-Jährige im Flugzeug nach Reykjavik.

„In Selfoss, einem Ort in der Nähe der Hauptstadt, wurden mein Mitpraktikant David und ich von unserem Chef Jökull mit dem Auto abgeholt.“ Von dort aus ging es weiter nach Osabakki, dem winzigen Dorf, das für die nächsten Monate ihr Zuhause sein sollte – bestehend aus fünf Häusern und dem Hof ihrer Gastfamilie.

„Wir wurden herzlich von Jökulls Frau Hildur begrüßt, bekamen etwas zu essen und Kaffee.“ Das erste Kennenlernen verlief für beide Seiten zufriedenstellend: „Wir waren uns gleich sympathisch“, sagt Oda, „und haben in den nächsten Wochen viel Zeit miteinander verbracht. David und ich waren nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Familie. Sogar Weihnachten habe ich auf Island verbracht.“

oda-farm-islandIm Stall musste Oda dann ihr Talent unter Beweis stellen. Zum ersten Mal Kühe melken – gar nicht so einfach. Ihr Fazit: „Ich glaube, ich habe mich aber nicht so doof angestellt.“ Nach einiger Zeit gehörte das Melken zum Alltag, Oda lernte die Tiere zu unterscheiden und konnte sich nach einiger Zeit sogar deren isländischen Namen merken. Außerdem verbrachte Oda viel Zeit auf den Weiden, um die Tiere zu füttern und zu scheren. „Wer einmal versucht hat, Schafe einzufangen, weiß, was das für eine kräfteraubende Aufgabe ist, abends hatte ich Blasen an den Händen.“

Nach drei Monaten wechselte Oda, wie es bereits vor ihrer Abreise aus Deutschland geplant war, ihren Arbeitsplatz und zog in das acht Kilometer entfernte Dorf Engi. Dort half sie einer Familie, die Gemüse anbaut, beim Ernten, Pflegen und Verkaufen der Pflanzen.

Eine tolle Zeit! „Klar, für einen Schreibtischmenschen, wie ich es bin, war die körperliche Arbeit manchmal schon anstrengend“, erzählt Oda, „aber genau das war es ja, was ich gesucht hatte.“

Quelle: YAEZ

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