Erfahrungsbericht: Hotelarbeit in England

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Franziska aus Berlin hat im letzten Jahr für 6 Monate an unserem Programm Hotelarbeit in Bournemouth teilgenommen, bei dem unsere Teilnehmer in Hotels oder Gastronomiebetrieben einen festen Job vermittelt bekommen. Von ihren Eindrücken aus England, ihrem Arbeitgeber, der Sprachschule und ihrem Leben neben der Arbeit berichtet die 19-Jährige heute auf der Weltneugier.

Mich einmal wie eine echte Britin fühlen… das wollte ich schon immer. Einmal den schönen britischen Akzent hören und in meinem Traumland wohnen und arbeiten. Anfang September letzten Jahres sollte sich mein Traum erfüllen.

Abschied, Unterkunft & Kontakte knüpfenLasertag
Früh ging es los zum Flughafen und es hieß Abschied nehmen von meiner Familie und meinen Freunden. Nach gut zwei Stunden Flug und drei Stunden Busfahrt war ich dann endlich in Bournemouth angekommen – meinem neuen Zuhause für die nächsten 6 Monate.
Ich erfuhr erst in meiner zukünftigen Unterkunft, mit wem ich ein Zimmer für die nächsten Monate teilen würde. Erst hatte ich ein wenig Angst, mit einem fremden Mädchen zusammen zu wohnen, weil man ja nicht wusste, ob man sich versteht, aber schon nach den ersten zwei Tagen wurde mir klar, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin super gut verstehe und wir echt gute Freunde werden würden.

Am Montag gingen wir dann zusammen zur Sprachschule und bekamen nach dem Einstufungstest unsere Stundenpläne. Ich entschied mich am Programm „Work Experience Bournemouth“ teilzunehmen. So hatte ich die ganze Zeit 2 Mal pro Woche Unterricht in der Sprachschule und sollte nebenbei arbeiten gehen. Als ich mich in Berlin auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet hatte, konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass ich durch die Schule gut Anschluss finden würde. Wie es sich herausstellte bestätigte sich meine Vermutung. An meinem ersten Tag in der Sprachschule machten meine Mitbewohnerin und ich gleich Bekanntschaft mit anderen Neulingen. In dem tollen Städtchen an der Südküste Englands war es jedoch generell nicht schwer Anschluss zu finden.

Mein Arbeitgeber
Als ich erfuhr, dass ich bei Subway arbeiten soll, würde mir schon ein wenig mulmig, da ich mir eine solche Arbeit eigentlich nicht gut vorstellen konnte und auch nicht sonderlich viel darüber wusste. Auch dachte ich, dass ich lieber in einem Hotel arbeiten wollen würde, doch abschließend kann ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen zufrieden bin, dort gearbeitet zu haben. Am meisten gefiel mir die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen. Wir kamen alle aus unterschiedlichen Ländern. Ich bekam also nicht nur etwas von der englischen Kultur mit, sondern auch etwas von der Schwedischen und Spanischen. Außerdem konnte ich viel von meinen Kollegen aus Tschechien und Frankreich lernen.
Auch war es amüsant, die Stammkunden zu bedienen, da man sich mit denen immer zusätzlich unterhalten konnte. Dadurch, dass meine Filiale immer sehr gut besucht wurde und man viel arbeiten musste, wurde umso schneller ein vertrautes Umfeld geschaffen.

Die Sprachschule
Der Unterricht in der Sprachschule gestaltete sich abwechslungsreich. Die Lehrer waren immer sehr verständnis- und humorvoll und der Unterricht war auch nicht so, wie man es aus einer deutschen Schule gewohnt war. Den kleinen Klassengruppen war es zu verdanken, dass die Lehrer individuell auf Fragen eingehen konnten und man sich über das Wohlbefinden und erste Erlebnisse der Schüler in der neuen Umgebung austauschen konnte. Es war kein Problem, wenn ich aus Krankheitsgründen oder wegen der Arbeitszeiten nicht zum Unterricht erscheinen konnte. Es gab immer eine Möglichkeit den verpassten Stoff nachzuholen oder eben einfach frisch ins neue Thema einzusteigen.

Ausflug zum Brighton PierDas Leben neben der Arbeit
Nach einer gewissen Zeit hatte ich mich schon gut eingelebt. Ich kannte die Straßen, ich kannte die besten Einkaufsmöglichkeiten und ich kannte das Nachtleben in meiner neuen Heimat an der Südküste Englands.

Ich dachte, dass mich zur Weihnachtszeit und zu Silvester eine erste große Heimwehwelle ereilen würde. Als ich mich jedoch dazu entschied, die gesamte Zeit in Bournemouth zu bleiben und nicht über die Weihnachtsfeiertage zu meiner Familie zu fliegen, verbrachte ich ein schönes Weihnachtsfest mit meinen neugewonnen Freunden. Das war eben mal ein ganz anderes Weihnachten und das war wirklich eine tolle Erfahrung, die ich so nur im Ausland erleben konnte.

Außerdem steckt in der 185.000 kleinen englischen Stadt mehr, als es am Anfang den Anschein hat. Den Ruf Bournemouths als Studentenstadt kann ich nur bestätigen. Zusätzlich zu den vielen ausländischen Gästen in der Stadt lernte ich bei vielen Events auch einheimische Studenten kennen. Zwei davon studierten und wohnten in Ringwood und kamen mal am Wochenende nach Bournemouth. Denn so richtig das Nachtleben genießen konnte man in der Stadt überall. Ob man jetzt der enthusiastische Clubber war, oder eher der chillige Bar-Typ, für jeden war was dabei und es war wirklich immer ein Erlebnis, wenn ich mich mit meinen Freunden abends getroffen habe, um den Tag ausklingen zu lassen.

Ich komme nun aus Berlin, der Großstadt schlechthin, und habe nie etwas anderes erlebt. Da war es eine schöne Erfahrung in einer Stadt zu leben, in der sich das Stadtzentrum auf einen eher kleineren Raum beschränkt. Ich finde aber, dass man in Bournemouth trotzdem nichts vermisst. Es gibt genug Möglichkeiten Sport zu treiben, sich mit Freunden in der Stadt (oder am Strand) zu treffen, sich abends in einen gemütlichen Pub zu setzen oder das Nachtleben in diversen Clubs zu genießen. All das bietet die kleine Stadt am Meer.

FazitFranziska am Strand
Ich möchte nochmal zusammenfassen, wie froh ich bin, den Schritt gewagt zu haben, mich allein in die große weite Welt aufzumachen, auch wenn es nach England nur 2 Stunden Flug sind.
Ich habe in diesem halben Jahr viel dazu gelernt und möchte die Menschen, die ich in England kennengelernt habe nicht mehr in meinem Leben missen. Ich danke Stepin (Lara Lehnen) für die Vermittlung und Organisation meiner Reise und der Schule bzw. den Lehrern und Ansprechpartnern für die gute Unterstützung vor Ort.

Ich hoffe, mein kleiner Bericht hat euch ein bisschen geholfen, sich das Leben in England besser vorstellen zu können. Auch möchte ich jedem, der überlegt, solch einen Schritt ebenfalls zu wagen, die Angst nehmen. Ich möchte nur sagen, wenn ihr euch traut, könnt ihr auch etwas erleben.

In diesem Sinne,

Liebe Grüße

Eure Franzi

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