High School USA – Mailyn goes America

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Aus Niedersachsen raus in die große Welt – Mailyn ist seit 150 Tagen als Austauschschülerin in Tennessee. Die Hälfte ihres Auslandsjahres ist bereits vorbei und sie kann es noch gar nicht fassen, was sie schon alles erlebt hat. Die 16-Jährige verbringt insgesamt 10 Monate an einer High School im Süden der Vereinigten Staaten. In ihrem Erfahrungsbericht verrät sie uns unter anderem, wie man im Ausland am besten neue Freunde findet.

In diesen 150 Tagen habe ich unglaublich viel gelernt, gesehen und erlebt. Mein Englisch hat sich um einiges verbessert, ich habe eine neue Kultur kennengelernt, eine zweite Familie und viele neue, tolle Freunde gefunden.

Ein aufregender Start

flug nach amerikaIch habe meine Gastfamilie kurz vor meiner Ausreise im Sommer 2015 zugewiesen bekommen. Ich erinnere mich noch sehr genau: Stepin hat mich angerufen, um mir zu sagen, dass ich eine Gastfamilie hätte und wenige Zeit später bin ich in mein Abenteuer gestartet. Am 15. August ging es um 3:00 Uhr nachts zusammen mit meinen Eltern und ein paar Freunden zum Flughafen.

Dann hieß es auch schon Abschiednehmen. Das hört sich schlimm an, ist es aber eigentlich gar nicht. Meine Freunde hatten mir ein Abschiedsbuch gebastelt, das ich erst im Flugzeug lesen durfte. Ich hätte gedacht, dass ich heulen muss, aber ich war einfach viel zu aufgeregt auf mein neues Leben in Amerika. Im Flugzeug saß ich neben einer anderen Austauschschülerin, die ich davor in einer WhatsApp-Gruppe kennengelernt hatte. Ich hatte wirklich Glück, dass ich nicht alleine fliegen musste.

Ankunft in Amerika

mailyns high schoolAm Flughafen in Knoxville hat mich meine Gastfamilie abgeholt. Meine zwei Gastgeschwister (15 Jahre und 11 Jahre alt) waren am Anfang sehr zurückhaltend, aber meine Gastmutter war total aufgeschlossen und hat mir ganz viel erzählt. Ich habe während der ersten paar Tage zwar kaum etwas verstanden, aber immer freundlich genickt und »yes« gesagt. So ist das nun einmal am Anfang. :-)

Zwei Tage später bin ich auch schon zum ersten Mal zur Schule gegangen. Da ich auf meiner High School die erste Austauschschülerin bin, waren in den ersten Wochen alle Schüler sehr interessiert an mir. Nach einiger Zeit musste ich selbst auf die Leute zugehen, was aber auch nicht wirklich schlimm war. Bei mir war es so, dass sich alle gefreut haben, wenn ich auf sie zugekommen bin, weil ich für sie etwas Besonderes war und alle etwas mit der neuen Austauschschülerin machen wollten.

Meine High School-Zeit

mailyn smoky mountains usaMeine Schule ist richtig gut. Ich gehe hier echt gerne hin. Montags, dienstags, donnerstags und samstags habe ich Schwimmtraining, mittwochs habe ich »Youth Group« (von der Kirche organisierte Treffen für Jugendliche) und freitags gehe ich mit zwei Freunden zum Yoga. Sonntags gehe ich gerne zum Gottesdienst oder unternehme etwas mit meiner Gastfamilie – das kommt häufiger vor. Das hört sich vielleicht stressig an, ist es aber eigentlich gar nicht, weil mir die Aktivitäten ja alle Spaß machen. Alles besser, als nur zuhause rumzuhängen!

Ich habe hier schon so viel erlebt: Football Games, Tubing, Zoo, Wandern in den Smoky Mountains, Campen, Trampolinpark,… Ich habe sowohl Halloween, Thanksgiving und Black Friday als auch das wahrscheinlich letzte Labor Day Feuerwerk in Knoxville miterlebt, war Skifahren und beim Lasertag – und das alles in nur 150 Tagen.

Ich habe echt Glück mit meiner Gastfamilie. Wir waren schon in NYC, in Washington D.C., am Grand Canyon, in Las Vegas und in Phoenix. Ich möchte damit nicht sagen, dass man so viel machen muss, um ein tolles Auslandsjahr zu erleben. Ich denke, dass ich ein genauso schönes Jahr gehabt hätte, wenn ich mit meiner Gastfamilie nicht so viel unternehmen würde, denn ich habe ja hier auch noch meine Freunde und das Schwimmteam.

Freunde finden im Ausland

Eine meiner größten Sorgen war, im Ausland keine Freunde zu finden. Im Nachhinein war das total unsinnig. So lange man offen mit den Leuten spricht, passt das alles. Klar ist man am Anfang etwas schüchterner und ich bin eigentlich gar keine schüchterne Person.

freunde usaNach etwa 1,5 Monaten habe ich mich einfach so wie in Deutschland verhalten und dadurch habe ich echt gute Freunde gefunden. Ich möchte gar nicht daran denken, wie schwer es sein wird, »Goodbye« zu sagen.

Wo ich meine Freunde gefunden habe? Wie schon gesagt, ich gehe jeden Mittwoch zur »Youth Group« und sonntags in die Kirche. In Deutschland bin ich nie in die Kirche gegangen, außer an Weihnachten. Ich bin zwar getauft, aber der Gottesdienst in Deutschland ist einfach viel langweiliger als in den USA. Meine Gastfamilie ist nicht religiös und geht daher auch nicht in die Kirche, das ist hier aber eher selten. In Amerika gehen fast alle in die Kirche, einfach weil es Spaß macht. Seitdem ich zur »Youth Group« gehe, habe ich tolle Freundschaften geschlossen. Ich wünschte, wir hätten so etwas auch in Deutschland.

Amerikanisches Essen

Zum Essen hier… Ich habe schon 7kg zugenommen und dabei bin ich Vegetarierin. Wir essen eigentlich fast jeden Tag Pizza oder halten bei einem Fast Food Restaurant an. Man darf aber auch nicht vergessen, dass ich echt viel Sport mache und schon viele Muskeln bekommen habe. Meiner Meinung nach ist es nicht schlimm, dass man im Ausland ein wenig zunimmt. Genieße dein Leben in Amerika, achte nicht auf deine Figur. Man nimmt das schon alles wieder ab. ;-)

Eure Mailyn

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