Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt

  • Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt
  • Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt
  • Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt
  • Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt
  • Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Nepal – Erdbeben-Wiederaufbau-Projekt

Patrick aus Hagen in NRW hat im Juli diesen Jahres am Nepal Earthquake Relief and Rebuilding Efforts-Projekt in Nepal teilgenommen. Für zwei Wochen hat der 20-Jährige in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kathmandu, dem Zentrum des schlimmen Erdbebens im März 2015, geholfen, ein Waisenhaus wieder aufzubauen. Vor Ort hat er als freiwilliger Helfer Trümmer beseitigt, komplette Mauern neu gebaut und sich um die hier lebenden Kinder gekümmert. In seinem Erfahrungsbericht lässt er uns an seinen Eindrücken von seiner Freiwilligenarbeit in Nepal teilhaben.

Etwas Neues sehen, Erfahrungen sammeln und anderen Menschen helfen – das ist der Grund, weshalb ich mich für meine Nepal-Reise entschieden habe.

Tempelplatz in NepalOrganisation meiner Reise
Bei der Auswahl des Reiseziels überlegte ich, wo derzeit am meisten Hilfe benötigt wird. Schnell kam mir das Erdbeben in Nepal (Kathmandu) in den Sinn. Ich habe nicht lange gezögert, sondern im Internet nach einer Organisation gesucht, die alles für mich koordiniert. Meine Wahl viel direkt auf Stepin. Im Nachhinein kann ich sagen: Nach einer unkomplizierte, schnellen Buchung der Reise habe ich schnell mein Flugticket gekauft und schon ging es los. Auch vor Ort war alles – zum Beispiel der Transfer – von Anfang bis zum Ende perfekt organisiert. Egal wo ich in meiner Freizeit hin wollte, alles lief einwandfrei. Ich konnte an den Wochenenden alles bestaunen, was das wunderschöne Nepal zu bieten hat und hatte rund um die Uhr einen Ansprechpartner.

Erste Eindrücke
Meine ersten Eindrücke in Nepal waren sehr nette Einheimische, neues Essen, ein Kulturschock und Verkehrschaos. Erst einmal ist alles neu und man braucht ein paar Tage, um sich an das „neue Leben‘“ zu gewöhnen. Es waren jedoch alle sehr freundlich, ich musste mir um nichts Gedanken machen und habe mich direkt sehr wohl gefühlt. Auch mit den anderen Volunteers kam ich schnell ins Gespräch und wir haben uns unter anderem über die unterschiedlichsten Projekte vor Ort unterhalten.

Ankunft im ProjektPatrick und die Kinder im Waisenhaus in Nepal
Stepin vermittelte mich an ein Projekt, in dem es darum ging, ein Waisenhaus nach dem schweren Erdbeben wieder aufzubauen. Nachdem ich in Nepal angekommen war und das Wochenende in Kathmandu verbracht hatte (jedes Wochenende kommen alle neuen Volunteers in ein Haus, wo sie sich entspannen und austauschen können), hat uns der „Waisenhausvater“ abgeholt und nach Bakhunde, 55 km außerhalb der Stadt Kathmandu, gebracht.

Nach einer unvergesslichen Autofahrt auf der Ladefläche eines Jeeps, auf ungesicherten Straßen mit steilen Abhängen und purem Verkehrschaos, kamen wir im Dorf an – so eine Fahrt muss man erlebt haben! Angekommen wurden wir von 26 Kindern empfangen. Sie lebten derzeit in einer provisorischen Wellblechhütte, die nach dem Erdbeben errichtet wurde.

Wiederaufbau in NepalMeine Zeit im Projekt
In den zwei Wochen, die ich vor Ort war, erbauten wir eine komplette Mauer neu, beseitigten Trümmer, verputzten Wände, strichen Hauswände und kümmerten uns um die Kinder.
Es war unglaublich zu sehen, wie fröhlich und dankbar sie waren und was sie für harte Schicksale, nur 2 Monate zuvor, erlitten hatten.

Abends haben alle zusammen gesungen, gegessen und getanzt. Fernab von dem zerstörten Kathmandu, konnten die Kinder mit uns zumindest ein bisschen das Geschehene vergessen.

Mein Fazit
Bis heute ist das viele Leid in Nepal in meinem Kopf. Viele Menschen brauchen dort unten sehr viel Hilfe. Zusammen mit zwei Mitreisenden aus China und drei Mitreisenden aus Holland werde ich unsere Zeit in Nepal nie vergessen.

Wenn man die Erfolge sieht, die man durch seine Anwesenheit von Tag zu Tag verzeichnet, ist man sehr stolz und die Einheimischen sind einem sehr dankbar. Es war schön zu sehen, dass nach meiner Abreise acht weitere Helfer angekommen sind und uns abgelöst haben. Jeder Einzelne wird dort unten, gerade in diesen Monaten und Jahren, benötigt.

Volunteers in NepalIch kann nur sagen, dass ich diese Reise immer wieder machen würde. Jedem, der dort helfen möchte, kann ich nur sagen: Mit der Reise nach Nepal könnt ihr die Menschen dort unten sehr glücklich machen und ihnen in ihrer sehr schweren Situation ein Stück weit helfen. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall noch einmal an einem Freiwilligenprojekt teilnehmen und weil alles so perfekt funktioniert hat, alles einfach, schnell und gut organisiert war, würde ich Stepin zu 100% weiterempfehlen.

Zuletzt noch ein großes Dankeschön an Stepin. Ich hoffe, dass ich all jenen, die überlegen nach Nepal zu fliegen, mit meinem Bericht ein wenig beim Entscheidungsprozess helfen und einen kleinen Einblick verschaffen konnte.

Viele Grüße,
Patrick

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>