Freiwilligenarbeit Indonesien: Ginas Bali-Abenteuer

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Gina aus Saarbrücken wollte nach ihrem Abi die Welt erkunden, das stand schon lange für sie fest. Doch wohin? Für ihre Auslandszeit hat sie etwas gesucht, was nicht jeder macht. Es sollte eine Mischung aus Urlaub und Abenteuer sein und so ist sie auf Bali gestoßen,wo sie im vier Wochen verbracht hat. Was sie während ihrer Freiwilligenarbeit auf Bali und bei ihrer Abenteuer- und Kulturwoche alles erlebt hat, verrät sie uns in ihrem Erfahrungsbericht.

Kulturwoche in Ubud

Mein Bali-Abenteuer startete in Ubud, einer Kleinstadt, die als kulturelles Zentrum Balis gilt und uns auch genauso präsentiert wurde. In unseren Unterkünften – kleinen Volunteer-Häusern umgeben von balinesischen Einwohnern – bekam man einen ganz eigenen Einblick in die fremde Kultur.

Gina im Monkey Forest in Ubud, IndonesienIch war alleine unterwegs, aber fand sofort neue Freunde. Zusammen mit unserer einheimischen Koordinatorin erkundeten wir das traditionelle Bali.

Die Woche startete mit einem Ausflug in den »Monkey Forest«, einem extra für Affen angelegten Park, in dem man die Tiere hautnah erleben kann. Weiter ging es mit einem gemeinsamen Batik-Malkurs, bei dem jeder sein eigenes Tuch entwerfen konnte. Ein Kochkurs und ein kleiner Bahasa Indonesia-Sprachkurs rundeten die Woche ab.

Spaß während der Abenteuerwoche

Für die Abenteuerwoche blieb ich in Ubud und wurde jeden Tag zu einem neuen kleinen Abenteuer abgeholt. Die Woche begann mit einer Fahrradtour und dem Besuch einer Kaffeeplantage, bei der wir unter anderem den berühmten »Kopi Luwak« (»Katzenkaffee«) probieren durften.

Gina auf dem Vulkan Mount Batur in IndonesienDie am Tag darauf folgende Rafting-Tour auf dem »Ayung River« zählt zu meinen ganz besonderen Erlebnissen: Wir sind mitten durch den Dschungel, mit nichts als einem kleinen Schlauchboot. Das Highlight der Woche war jedoch die zwar sehr anstrengende, aber nicht minder überwältigende nächtliche Wanderung auf den Vulkan »Mount Batur«, um anschließend auf 1.717 Metern Höhe den Sonnenaufgang zu bestaunen. Zum Abschluss der Woche konnten wir eine traditionell-balinesische Massage genießen.

Meine Arbeit im Schildkröten-Projekt

Das »Turtle Conservation«-Projekt befindet sich auf einer kleinen Insel vor Bali. Die Insel heißt Nusa Penida und ist bislang kaum vom Tourismus erschlossen.

Babyschildkröte auf BaliAnstatt großer Luxushotels, sieht man hier direkt am Strand kleine Hütten und Häuser der einheimischen Fischer und Anwohner. Alle freiwilligen Helfer waren in einem großen Volunteer-Haus untergebracht. Jeden Tag bekamen wir liebevoll zubereitetes balinesisches Essen, aber auch bekannte Speisen wie Toast und Marmelade in ausreichenden Mengen.

Unsere Betreuer Putu und Agus waren einfach die Besten. Sie erklärten uns am ersten Abend anhand eines Filmes, welcher Problematik die dort lebenden Meeresschildkröten ausgesetzt sind und wie wir helfen können. Die Schildkröten-Station befand sich in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft und war innerhalb von einer Minute zu erreichen. Wenn man ein paar Schritte weiter ging, befand man sich direkt an einem sehr schönen weißen Sandstrand.

Meine Aufgaben als Volunteer

Jeden Tag durften wir morgens (9:00 Uhr) und abends (17:00 Uhr) die Schildkröten füttern und ihre Becken säubern. Man hatte sehr viel direkten Kontakt mit den Tieren, die man unter normalen Umständen nur schwer zu Gesicht bekommt. In der Station war von frisch geschlüpften Babyschildkröten bis zu älteren verletzten Tieren alles vertreten.

Gina bemalt die Wände der Turtle Conservation auf BaliZu den anderen Aufgaben der Freiwilligen gehörte es, den Strand zu säubern, Seegras einzusammeln und Krabben zu fangen. Zu einer meiner persönlichen Lieblingsaktivitäten zählte das »Painting«. Dabei durfte man sich mit einem Handabdruck oder Kunstwerk auf den Wänden der Station verewigen und diese somit aktiv mitgestalten.

Als Highlight jeder Woche gab es donnerstagabends ein großes gemeinsames Essen am Strand mit anschließendem Lagerfeuer, Gitarrenmusik und Gesang. Freitagmorgens fand das sogenannte »Turtle Release« statt: dabei wurde eine Schildkröte, die in der Station gesund gepflegt wurde, wieder ins offene Meer entlassen. Diese Momente sind mir besonders in Erinnerung geblieben, da sich all die Mühen der Volunteers und einheimischen Angestellten der Organisation in diesem Augenblick, der so viel Bedeutung für die Tiere und die Natur auf Bali hatte, widerspiegelten.

Freizeit auf Bali

In Ubud (Kultur- & Abenteuerwoche) verbrachten wir unsere Freizeit hauptsächlich mit Ausflügen in die Umgebung, zum Beispiel in einen Elefantenpark. Die Abende gestaltete man oft gemeinsam mit der Gruppe in Restaurants oder Bars.

Strand auf Nusa Penida auf BaliAuf Nusa Penida (Schildkröten-Projekt) verbrachten wir tagsüber die meiste Zeit, wenn wir gerade keine Aufgaben hatten, am Strand und entspannten, spielten Karten oder lasen Bücher. Abends gingen wir oft zusammen in die nahegelegene Strandbar oder schauten gemeinsam Filme.

Das Wochenende stand jedem Volunteer frei zur Verfügung. Diese Zeit nutzte ich dazu, Bali auf eigene Faust zu erkunden und so viel wie möglich von der Insel und ihrer Umgebung zu sehen. Es fanden sich immer mehrere Leute, die zusammen Unternehmungen planten. Dabei waren spontane Übernachtungen in Hostels kein Problem. Mein Lieblingsziel waren die Gili Inseln, die man einfach einmal erlebt haben muss. Zu diesem Ort fällt mir nur ein Stichwort ein: Paradies!

Mein Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass die Zeit auf Bali einfach traumhaft war. Ich bin mit jeder Herausforderung, die so eine weite Reise mit sich bringt, gewachsen. Ich durfte viele tolle Menschen aus ganz verschiedenen Ländern kennenlernen und habe in ihnen wirklich gute Freunde gefunden. Zusätzlich durfte ich meinen kleinen Teil zur Erhaltung der balinesischen Umwelt beitragen und bin mit dem Gefühl nach Hause gefahren, etwas wirklich Bedeutsames getan zu haben. Ich kann das Schildkröten-Projekt jedem empfehlen, der etwas komplett Neues erleben möchte. Frei nach dem Stepin-Slogan »Hör nie auf, neugierig zu sein!«.

Eure Gina

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