Freiwilligenarbeit in Südafrika – Till im Monkeyland

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Von Bamberg in Franken raus in die weite Welt – Till hat sich im vergangenen Jahr in das Abenteuer »Freiwilligenarbeit in Südafrika« gestürzt. Der 18-Jährige hat im Affen-Projekt die besten zwei Monate seines Lebens verbracht und bereut keine Sekunde, diesen Schritt gewagt zu haben. Nur 5 Minuten entfernt von den schönsten Stränden des Landes, hat er mitten im Wald dabei geholfen, misshandelten Affen ein besseres Leben zu ermöglichen. Was es mit dem »crazy house in Plett« auf sich hat, verrät euch Till in seinem Erfahrungsbericht.

Ich kann das Affen-Projekt wirklich nur jedem empfehlen, denn die Zeit dort wird man nie vergessen. Mitbringen muss man bloß ein bisschen Offenheit und Mut, dann wird daraus ein großartiges Erlebnis.

Das Abenteuer kann beginnen!

Volunteers in SüdafrikaMit Mantel und Hut bin ich im Herbst 2015 in Frankfurt in den Flieger gestiegen und elf Stunden später in Südafrika gelandet. So warm angezogen, bin ich mir ziemlich dämlich vorgekommen. Egal, ich war angekommen! Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die besten zwei Monate meines Lebens vor mir lagen.

Ein Taxi hat mich zur Unterkunft gebracht, die von Steph gemanagt wird. Sie ist Mutter von drei »naughty boys« und kennt daher das Leben mit vielen jungen, verrückten Menschen. Es ist ein »crazy house« – täglich gehen Leute ein und aus und immer passiert etwas. Man muss sich keine Sorgen machen, dass es langweilig werden könnte. Das Haus ist cool, es gibt einen Pool, W-LAN und man teilt sich mit zwei anderen Volunteers ein Zimmer.

Das Affen-Projekt

Das Monkeyland besteht hauptsächlich aus Wald: Auf einer zwölf Hektar großen Fläche laufen bzw. klettern und springen hier ungefähr 550 Affen frei um einen herum. Überall hat es geraschelt und man hat Affen quieken, kreischen und singen gehört. Ich war begeistert!

Gibbon im Monkeyland SüdafrikaIm Affen-Projekt herrscht eine »No touching, no feeding«-Policy. Das heißt für jeden der den Wald betritt – auch für die Angestellten des Monkeylands, dass kein Affe berührt werden darf, egal wie kuschelig sie auch aussehen mögen. Das ist vollkommen verständlich, denn die Affen, die das Monkeyland aufnimmt, wurden meist gerettet – sie kommen teilweise aus schrecklichen Zuständen: Zoos, Zirkussen, privaten Haushalten und leider auch manchmal aus Laboren.

Mit bemerkenswerter Arbeit versucht das Monkeyland, den Affen ein normales, wildes Leben unter ihren Artgenossen zu ermöglichen. Und das merkt man: Den Affen hier geht es gut, sie spielen und raufen, fressen und entspannen.

Jedes Mal, wenn ich den Wald betreten habe, gab es etwas Neues zu sehen. Was die Affen alles so anstellen, will ich gar nicht erzählen, das muss man schon mit eigenen Augen sehen. In jedem Fall ist es oft sehr »affig«, auch wenn sie uns Menschen tatsächlich in vielen Dingen sehr ähnlich sind. Natürlich muss man den Tieren mit Respekt begegnen, sie haben alle eigene Persönlichkeiten und sind nicht immer nett.

Meine Aufgaben als Volunteer

Till im Monkeyland in SüdafrikaAm Anfang läuft man auf sehr vielen Touren durch das Projekt mit. Eine Tour dauert eine Stunde und dient dazu, sich Wissenswertes über die Affen anzueignen. Nach ungefähr zwei Wochen ist man meistens selber bereit, Führungen für deutsche oder auch englische Touristen zu leiten. Das macht unheimlich Spaß, stärkt das Selbstbewusstsein und endet manchmal sogar mit ein wenig Trinkgeld. Zwischen den Touren sitzt man vorne am Tor und zeigt Touristen die Rezeption oder säubert Käfige und füttert die Affen.

Es gibt auch Momente, in denen nicht besonders viel zu tun ist und man sich etwas langweilt, aber es sind schließlich immer Leute um einen herum, mit denen man sich unterhalten und gleichzeitig sein Englisch verbessern kann.

Freizeit in Südafrika

Neben der Arbeit mit den Tieren verbringt man natürlich viel Zeit mit den anderen Freiwilligen. Die sind im Normalfall super drauf und kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus aller Welt. Sie werden dort zu deiner Familie, einfach, weil man zu jeder Tages- und Nachtzeit mit ihnen zusammen ist. Man isst, chillt, lacht, feiert, arbeitet und weint zusammen… Es sind verrückte Leute, im positiven Sinn :-). Genauso logisch ist es, dass es auch mal Streit gibt – wie in einer echten Familie eben. Aber das gehört dazu und am Ende kann man meistens darüber lachen.

Plettenberg Bay Strand SüdafrikaIn der Woche hat man zwei Tage frei, die man am Strand (nur 5 Minuten zu Fuß entfernt) oder mit den anderen bei actiongeladenen Aktivitäten verbringen kann. Da wären zum Beispiel Quad-Biking, Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, Safaris, Bootstouren und vieles mehr. Die Natur in der Umgebung ist ein Festessen für das Auge.

Und abends, na klar, wird gefeiert, bis spät in die Nacht. Wenn man will, kann man natürlich auch mal einen ruhigen Abend mit Kartenspielen zuhause verbringen. Aber sei vorgewarnt: Die Afrikaner halten nicht viel von Langeweile!

Es ist eine entspannte Zeit, die man in »Plett« (Plettenberg Bay) verbringt. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, den langen Flug auf sich zu nehmen, denn die Zeit im Affen-Projekt wird man nie vergessen. Mitbringen muss man bloß ein bisschen Offenheit und Mut, dann wird daraus ein großartiges Erlebnis.

Viel Spaß wünscht euch Till!

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3 Kommentare

  1. Sophie

    29. August 2016 at 13:42

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich interessiere mich schon seit einiger Zeit für das Projekt „Monkeyland“.
    Selbst war ich bereits im Jahr 2014 vorort und fand das Konzept, sowie die Umsetzung großartig. Ich absolviere dieses Jahr (2016/2017) mein Abitur und werde dann im November 2018 volljährig. So schaue ich mich zur Zeit nach Freiwilligen Projekten auf der ganzen Welt um und Monkeyland steht bei mir auf der Liste ganz vorne.

    In wie fern habe ich die Möglichkeit mit Ihnen diesbezüglich in Kontakt zu treten?
    MfG Sophie

    Antworten

    • Sophie

      29. August 2016 at 13:44

      Noch eine kleine Schusseligkeit! Natürlich werde ich im November 2017 volljährig :)

      Antworten

    • Miriam (Stepin)

      Miriam (Stepin)

      29. August 2016 at 14:08

      Hallo Sophie,

      schau dir mal die Stepin-Webseite an, dort findest du alle Informationen zum Affenprojekt: https://www.stepin.de/freiwilligenarbeit-suedafrika/affen/

      Du kannst auch unsere Volunteer-Expertin Lara gerne direkt kontaktieren, sie kann dir alle offenen Fragen beantworten! Einfach in unserem Büro in Bonn anrufen unter (0228) 956 95 – 20 oder schreib eine Mail an volunteer(at)stepin.de

      Viele Grüße,
      Miriam von der Stepin Online-Redaktion

      Antworten

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