Freiwilligenarbeit in Kanada – Vanessa auf der Husky-Farm

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Sich einmal von Huskys ziehen lassen und dabei die Schönheit Kanadas bewundern – Stepin-Teilnehmerin Vanessa hat sich diesen Traum erfüllt und im Sommer 2015 zehn Wochen auf einer Husky-Farm in British Columbia, Kanada verbracht. Im Rahmen ihrer Freiwilligenarbeit hat sie dabei geholfen, die Schlittenhunde zu versorgen und vieles über die Zucht und das Training von Huskys gelernt. Kanada ist für für die 18-Jährige zu einem zweiten Zuhause geworden und die Erfahrungen, die sie während ihres Auslandsaufenthalts gemacht hat, können so schnell nicht getoppt werden!

»Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte! Von daher kann ich das Husky-Projekt nur weiterempfehlen.«

Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen, nach meinem Abitur ins Ausland zu gehen, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Erfahrungen zu sammeln. Ich denke, eine solche Erfahrung ist für jeden Menschen sehr wichtig, um andere Kulturen kennenzulernen. Für mich war mein Auslandsaufenthalt auf jeden Fall eine Bereicherung!

Organisation und Planung

Auf Grund vieler positiver Rückmeldungen, habe ich mich sehr schnell für Stepin entschieden und damit die richtige Entscheidung getroffen.

Vanessa mit Kanadaflagge und Hund vor SchneelandschaftIch wollte für 10 Wochen nach Kanada gehen und dort als Volunteer bei einem Husky-Projekt helfen. Letztendlich habe ich meinen Aufenthalt in Kanada sogar noch um mehr als das doppelte verlängert und bin insgesamt ein halbes Jahr dort geblieben.

Stepin war bei den Vorbereitungen immer zuverlässig und für Fragen jederzeit erreichbar, auch während ich schon in Kanada war. Zu der Vorbereitung gehörte unter anderem die Beantragung des Visums, der Abschluss einer Versicherung und die Flugbuchung.

Lediglich bei der Kanada-Einreise hatte ich ein paar Probleme, da ich das Working-Holiday-Visum von der kanadischen Botschaft zu spät bekommen hatte und so erstmal mit einem »Work Permit«-Visum einreisen musste. Daran konnte Stepin jedoch nichts ändern; die kanadische Botschaft war einfach ein wenig zu langsam. Und auch bei dem »Work Permit« hat Stepin mich unterstützt und mir die nötigen Informationen direkt zukommen lassen.

Mein Husky-Projekt

Meine Gastfamilie lebt in Salmo, einer kleinen Stadt in British Columbia. Dort haben sie Schlittenhunde (Alaskan Huskies), mit denen sie in der Wintersaison Touren für Touristen anbieten, aber auch an Rennen teilnehmen. Neben dem Husky-Projekt bieten sie auch eine Hundepension und eine Therapie für Hunde mit Verhaltensstörungen an. Das heißt, dass sie auch mit Hunden arbeiten, die entweder Probleme mit anderen Hunden oder Menschen haben und aggressiv sind. Therapiert werden sowohl Hunde aus Tierheimen, als auch Hunde von Privatpersonen.

Husky-Hütten in Kanada im SommerDie Hunde, die aus Tierheimen kommen, suchen noch nach einem richtigen Zuhause. Sie können jedoch auf Grund von ihren Problemen nicht direkt vermittelt werden. Deshalb therapieren meine Gasteltern diese Hunde und arbeiten an ihren Problemen, damit diese Hunde bald sicher an einen neuen Besitzer vermittelt werden können. Ohne diese Hilfe hätten sehr viele der Hunde keine Chance auf ein Zuhause. Als Helfer muss man sich aber keine Sorgen machen, dass es zu gefährlich ist, dort zu arbeiten. Man hat erst dann etwas mit den Therapie-Hunden zu tun, wenn diese im Umgang mit Menschen sicher sind.

In der Regel waren noch ein bis zwei andere Helfer vor Ort, die ebenfalls bei meiner Gastfamilie gewohnt und gearbeitet haben. Wir haben uns immer gut verstanden und die Arbeit aufgeteilt. Neben der Arbeit mit den Hunden habe ich ab und an im Haushalt mitgeholfen. Einfache Sachen wie spülen, kochen oder waschen habe ich übernommen, wobei es nicht von mir erwartet wurde.

Meine Zeit in Kanada

Als ich im Sommer bei meiner Gastfamilie angekommen bin, wurde ich sofort herzlich begrüßt und habe unsere sechs Haushunde kennengelernt. Mir wurden mein Zimmer, das Haus und der Hof gezeigt, was bei mir schon einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen hat. An meinem ersten Tag habe ich sofort mitgeholfen, die Schlittenhunde zu versorgen. Zu meiner Arbeit gehörte das tägliche Saubermachen, Wassergeben und natürlich auch Streicheln der Hunde. Im Winter gehörte das Füttern dann ebenso zu den Aufgaben der Helfer wie die Mithilfe beim Training der Schlittenhunde oder das Assistieren bei Touren für Touristen.

Herbstlicher Wald in British Columbia, KanadaIn der ersten Zeit hat jeder neue Helfer erst einmal nur mit den Schlittenhunden gearbeitet, da diese besonders lieb und umgänglich sind. Später, wenn die Hunde sich an einen gewöhnt hatten, konnte man auch mit den anderen Hunden, welche zur Therapie da waren, spazieren gehen oder diese mit dem Quad spazieren fahren. Viele Dinge konnte ich natürlich nicht sofort ab dem ersten Tag machen, da ich erst eingearbeitet werden musste, jedoch habe ich immer etwas gefunden, wo ich mithelfen konnte.

Sowohl im Sommer, als auch im Winter, war es schön, bei dem Husky-Projekt zu helfen. In Kanada kann man alle vier Jahreszeiten mitbekommen, da es im Sommer Temperaturen von über 30° Celsius geben kann und im Winter aber auch genügend Schnee für Wintersportarten vorhanden ist. Von unserem Haus aus brauchte man nur 10 Minuten bis zum nächsten Ski-Gebiet. Der Winter hatte natürlich auch den großen Vorteil, dass man bei den Schlittenhunden mitfahren konnte.

Zwar hat bereits im Herbst das Training begonnen, bei dem statt Schlitten ein Quad benutzt wurde, es war aber doch nochmal etwas anderes, mit dem Schlitten zu fahren. Im Sommer war es zu warm für ein Training mit den Schlittenhunden, deshalb hatten wir dann die Möglichkeit, viele Spaziergänge zu machen und das Wetter sowie die schöne Natur zu genießen. Nur 5 Minuten entfernt von unserem Haus hatten wir beispielsweise einen Fluss und viele Wandermöglichkeiten. Jede Jahreszeit hat daher ihre Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen lohnt es sich aber, das ganze Jahr über an dem Projekt teilzunehmen.

Mein Fazit zum Husky-Projekt

In der Zeit, die ich im Husky-Projekt verbracht habe, konnte ich sehr viel Neues über Hunde im Allgemeinen und ganz besonders über die Zucht sowie das Training von Schlittenhunden lernen. Für jeden, der Hunde mag und vielleicht auch ein wenig Erfahrung mit eigenen Hunden mitbringt, der gerne in der Natur ist und dem es nichts ausmacht, wenn man auch mal schmutzig wird, für den ist das Projekt genau das Richtige.

Schlittenhunde mit Quad in KanadaZwar ist es in Kanada anders, als man es von zuhause gewöhnt ist – hier wird ein ganz anderer Lebensstil, bei dem sich alles um die Hunde dreht, geführt – jedoch habe ich die Zeit sehr genossen und würde jederzeit noch einmal nach Kanada kommen. Wenn man engagiert und mit Interesse dabei ist, dann kann man im Herbst/Winter auch selbst lernen, wie man ein Schlittenhund-Team fährt – sowohl mit dem Schlitten, als auch mit dem Quad – was für mich eine wunderbare und einmalige Erfahrung war, die sicherlich nicht jeder in seinem Leben gemacht hat.

Für mich ist meine Gastfamilie zu einer zweiten Familie geworden und Kanada quasi zu meinem zweiten Zuhause. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte! Von daher kann ich das Husky-Projekt nur weiterempfehlen. Es ist eine gute Sache, den Hunden zu helfen und die Menschen, die mit den Hunden aus den Tierheimen arbeiten, zu unterstützen. Ob man nun in Kanada auf einer Husky-Farm arbeiten möchte oder sich für ein anderes Projekt entscheidet, es ist immer eine gute Sache, seinen Horizont zu erweitern, Neues zu sehen und zu lernen und dabei auch noch etwas Gutes tun zu können.

Eure Vanessa

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