Farmarbeit in Norwegen – Die Erfahrung meines Lebens

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Laura aus Schwerte in NRW hat dieses Jahr für vier Monate an unserem Programm Work and Travel in Norwegen teilgenommen. In einem Erfahrungsbericht verrät uns die 20-Jährige, warum sie sich für Norwegen entschieden hat, was ihre täglichen Aufgaben auf der Rinderfarm waren und wie sie ihre Zeit im Land der Fjorde genossen hat.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das die tollste Erfahrung war, die ich bisher in meinem Leben machen durfte.

Laura an einem See in NorwegenDie Entscheidung für Norwegen
Schon immer liebte ich das Reisen und Kennenlernen von anderen Kulturen und Sprachen. Für mich stand deshalb früh fest, dass ich nach meinem Abitur ins Ausland gehen würde und ich entschied mich für Norwegen. Obwohl ich noch nie dort gewesen war, faszinierte mich das Land schon immer, alleine wegen der unbeschreiblich schönen Natur. Außerdem hatte ich gehört, dass die Menschen dort sehr nett und aufgeschlossen sein sollen. Das wollte ich nun selbst herausfinden.

Bewerbungsphase
Um alles hautnah miterleben zu können, entschied ich mich für das Programm Farmarbeit. Das Stepin Team schickte mir alle nötigen Unterlagen für meine Bewerbung, schnell hatte ich alles beisammen und dann hieß es erst einmal abwarten. Bereits eine Woche nach Einsenden meiner Bewerbungsunterlagen, erhielt ich eine Anfrage einer norwegischen Familie. Ich war auf Anhieb begeistert und diese erste Anfrage war direkt ein Volltreffer.

Einen Monat später war es dann so weit: Im Februar 2015 flog ich auf die kleine, aber wunderschöne Insel namens Tysnes, welche in der Nähe von Bergen liegt und aus knapp 2.800 Einwohnern besteht. Am Tag meines Abflugs war ich nervöser denn je, zugleich aber auch neugierig und glücklich.

Ankunft in meiner GastfamilieEin Hund genießt die Aussicht in Norwegen
In Bergen wurde ich von dem Opa meiner Gastfamilie abgeholt. Auf der Insel angekommen, lernte ich meine Gastfamilie kennen, bei der ich fünf Monate verbringen würde. Als ich meine 30-jährige Gastmutter Hilde-Marie und meinen Gastvater Jon-Helge kennenlernte, war ich total erleichtert, denn ich wurde direkt herzlich in Empfang genommen. Nach einigen Wochen hatte ich mich eingelebt und fühlte mich in meiner Gastfamilie sehr wohl.

Meine Aufgaben
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte das Versorgen der 30 Rinder sowie das Reinigen der Gehege und das Abholen der Überbestellungen von Früchten und Brot im regionalen Supermarkt (zum Verfüttern an die Rinder). An manchen Tagen passte ich zwischendurch auf Baby Leon auf, was für mich eine schöne Abwechslung war. Da meine Gastfamilie ein Fitnessstudio besitzt, konnte ich dieses abends nutzen und ich unterrichtete zweimal wöchentlich ein 12-jähriges Mädchen im Turnen.

Bryggen - das Hanseviertel in BergenFreizeit in Norwegen
Mit der Zeit lernte ich einige Leute in meinem Alter kennen, die auch auf der Insel wohnten. An den Wochenenden verabredeten wir uns in einem Restaurant, indem oft Live-Musik gespielt wurde. Mit der Zeit fand ich viele neue Freunde, mit denen ich auch jetzt noch regelmäßig Kontakt habe.

Die Highlights meines Aufenthalts waren mein 20. Geburtstag und der Besuch meines Bruders. An meinem 20. Geburtstag verabredete ich mich mit einem Freund, der ebenfalls durch Stepin an eine norwegische Gastfamilie vermittelt worden war. Wir trafen uns am 17. Mai in Bergen, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Der 17. Mai ist der norwegische Nationalfeiertag, welchen die Norweger sehr traditionell und mit ganz viel Stolz feiern. Die ganze Stadt war brechend voll und jeder trug eine „Bunad“, die Nationaltracht der Norweger, die zu fast jeder Feierlichkeit getragen wird.

Am Abend war am Hafen ein großes Konzert mit vielen verschiedenen bekannten norwegischen Bands. Dieser Tag war einfach klasse und ich musste die vielen verschiedenen Eindrücke erst einmal verarbeiten. Zum Ende meines Aufenthalts, besuchte mich mein Bruder Leo. Er verbrachte die letzte Woche mit mir und meiner Gastfamilie und half bei den täglich anfallenden Aufgaben.

Mein FazitLaura auf der Terrasse
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das die tollste Erfahrung war, die ich bisher in meinem Leben machen durfte. Es hat sich bestätigt, dass das norwegische Volk durchweg herzlich und freundlich ist. Ich habe eine 2. Familie gewonnen und tolle Menschen kennengelernt.

Natürlich ist jeder Anfang schwer und zunächst mag auch alles sehr ungewohnt sein, doch man lebt sich schnell ein und in der heutigen Zeit ist auch der regelmäßige Kontakt zu den Liebsten daheim gar kein Problem.

Ich kann es jedem weiterempfehlen, der naturbegeistert, offen für Neues ist und sich auch mal »die Finger schmutzig« machen mag, denn die Arbeit ist teilweise auch anstrengend und wenn man wie ich auf einer Rinderfarm arbeitete, bleibt es nicht aus, dass man schmutzig wird. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen, denn ich bin als stärkere und selbstbewusstere Person wiedergekommen. Ich wünsche allen, die sich für das Programm entscheiden ganz viel Spaß. Freut euch auf die Erfahrung eures Lebens! :-)

Ganz liebe Grüße,
Eure Laura

Auch in einem Video hat uns Teilnehmerin Laura von ihrer Zeit in Norwegen berichtet:

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