Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze

  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze
  • Farmarbeit in Island – Juliana im Land der vielen Schätze

Sei es beim Schafabtrieb im Herbst oder dem Nordlicht-Zauber im Winter – Juliana aus NRW hat ihre Zeit in Island in vollen Zügen genossen. Die damals 18-Jährige hat 2014 vier Monate lang in Selfoss, einer größeren Stadt im Süden Islands gearbeitet und gelebt. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie ihre Aufgaben auf der Farm und andere Erlebnisse aus dem »Land der vielen Schätze«.

Ich habe mich noch in keinem anderen Land so sicher gefühlt, wie in Island.

Bevor ich nach Island ging, habe ich mich nicht wirklich über das Land informiert – ich habe mich einfach überraschen lassen. Und das ist der Insel auch gelungen: Die Menschen sind unwahrscheinlich freundlich, hilfsbereit und offen für andere Kulturen. Die Tourismusbranche ist sehr gut aufgestellt, was es uns Ausländern einfach macht, das Land zu erkunden. Es gibt das ganze Jahr über viele Touren und Angebote, die dich in die schönsten Ecken führen.

Mein Tagesablauf auf der Farm

Schaf im Gras in IslandIm Rahmen meiner Farmarbeit in Island arbeitete ich zusammen mit meinem Gastvater auf einem Hof mit ca. 160 Milchkühen, Rindern, Bullen, über 200 Schafen und 20 Pferden.

Mein Arbeitstag fing morgens um 7:30 Uhr mit der ersten Runde melken an. Danach gab es ein gemeinsames Frühstück mit meinen Gasteltern. Zwischen dem Melken morgens und abends um 17:30 Uhr, war ich für den Haushalt und auch die Reinigung der Ställe verantwortlich. Zwischendurch hatte ich genug Zeit mir die Landschaft anzuschauen.

Der Schafabtrieb

Ich kam im September in Island an. Wenige Tage nach meiner Ankunft fand der alljährliche Schafabtrieb statt (die Zeit, in der die Schafherden aus den Bergen zurück auf die eigenen Wiesen geholt werden). Das ist für die meisten Isländer noch wichtiger als Weihnachten. Zu diesem Anlass kam die ganze Familie auf unseren Hof. Wir haben gebacken, gekocht, geputzt und damit alles für das Wochenende auf Hochglanz gebracht.

Als es dann endlich soweit war, kamen die Männer, Frauen und Kinder auf den Pferden die Straße entlang. Vor, neben und hinter Ihnen Tausende von Schafen. Sie wurden alle zusammen auf eine Weide getrieben, von wo aus sie den zugehörigen Höfen zugeteilt wurden. Das Erkennungszeichen ist neben der Ohrnummer auch ein besonderer Einschnitt im Ohr. Es dauerte den ganzen Tag, die Tiere in die richtigen Gatter zu zerren. Als endlich jeder Hirte seine Schäfchen beisammen hatte, setzten wir uns wieder auf die Pferde und trieben sie zu uns nach Hause. Abends wurde bis in den Morgen rein gegessen, getrunken und gefeiert. Ein unglaubliches Ereignis – und typisch isländisch.

Winter Time

Polarlicher in IslandIm Winter verzaubern einen die Nordlichter. Dieses Erlebnis wird man sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen. Auch wenn ich lange Abende im Kalten ausharren musste, um die »perfekten« Lichter zu sehen, hat sich das Warten ohne Zweifel gelohnt. Das allein ist Grund genug, um nach Island zu fahren.

In der kalten Jahreszeit gibt es noch einen weiteren großen Vorteil: die heißen Quellen! Natürlich sind diese das ganze Jahr über erreichbar, aber es hat viel mehr Flair bei Minusgraden im Schnee im heißen Wasser zu entspannen. Hinzu kommt der Sternenhimmel, der mitten auf dem Land, ohne Straßenlaternen, viel imposanter ausfällt.

Leider ist der Streudienst nicht ganz so verbreitet wie in Deutschland, das heißt auch schon mal kein Weiterkommen mit dem Auto und Ausharren im Haus. Deswegen mein Tipp (der auch ganzjährig beherzigt werden sollte): Wenn ihr reist, ist ein Plan B immer ratsam! Denn irgendwo in Island stecken zu bleiben, ist nicht so harmlos wie in Deutschland.

Mein Fazit

Rückblickend kann ich sagen, dass Island ein Land ist, in dem Stress ein Fremdwort ist. Zudem habe ich mich noch in keinem anderen Land so sicher gefühlt, wie dort. Auch wenn die Lebenshaltungskosten hoch sind, man bekommt auch einfach mehr Lebensqualität. Und Qualität hat halt seinen Preis! :-)

Eure Juliana

Mehr Infos zum Programm

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>