Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis

  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis
  • Farmarbeit auf Island – Larissa im Land von Feuer und Eis

Larissa aus Erkrath in Nordrhein-Westfalen hat 2015 ein halbes Jahr am Programm Farmarbeit in Island teilgenommen. Die 19-Jährige berichtet uns unter anderem von einem typischen Tagesablauf auf einer isländischen Farm.

Benjamin und Hulda waren sehr nett und ich habe mich auf ihrer Farm echt wohl gefühlt.

Eine Reise durch IslandIsland – Das Land von Feuer und Eis
Die raue Landschaft zeichnet sich vor allem durch ihre Gegensätze aus. Nicht umsonst wird dieses Land auch oft das Land von Feuer und Eis genannt. Auf der einen Seite die bedrohlichen Vulkane und heiß sprudelnde Geysire, auf der anderen Seite eisige Gletscher und spektakuläre Wasserfälle. Das ist Island.

Für mich war Island schon immer ein faszinierendes und magisches Land, nicht zuletzt wegen der wohl bekanntesten Einwohner, den Islandpferden.
Als mein Abitur näher rückte, suchte ich nach Möglichkeiten für ein Auslandsjahr und stieß dabei auf das Programm „Farmarbeit in Island“.

Vorbereitungen
Ich sammelte alle meine Unterlagen, füllte Papiere aus, schickte E-Mails und wartete ab. Ungefähr einen Monat vor meinem geplanten Ausreisedatum erhielt ich eine E-Mail mit einer möglichen Platzierung.

Ich setzte mich mit dem Farmer in Verbindung und besprach die Einzelheiten mit ihm. Das Gespräch verlief sehr gut und der Farmer war mir auf Anhieb sympathisch. Nachdem die Formalitäten geklärt waren, buchte ich meinen Flug und fing an, meine Koffer zu packen.

Larissa mit einem Pferd auf der KoppelAnkunft in Reykjavik
Anfang Januar flog ich dann also nach Island. Mein Flugzeug landete am späten Nachmittag in Reykjavik, wo mich fast vollkommene Dunkelheit erwartete. Mit dem Flybus fuhr ich direkt bis zu meinem Hotel. Das Wetter war sehr schlecht, also kaufte ich mir nur schnell eine Kleinigkeit zu Essen und verbrachte den restlichen Abend im Hotel.

Am nächsten Morgen holte mich Svanborg, meine Ansprechpartnerin bei der isländischen Partnerorganisation ab. In ihrem Büro bekam ich eine Menge Unterlagen, bei deren Bearbeitung sie mir zum Glück behilflich war. Auch im Laufe meines gesamten Aufenthaltes war Svanborg mir jederzeit behilflich. Von ihrer Kollegin bekam ich eine isländische SIM-Karte und eine kurze Einführung in Sprache, Kultur und Sehenswürdigkeiten Islands.

Auf zur Farm!Larissa bei der Farmarbeit in Island
Ich wurde zum Flughafen gebracht, um von dort mit dem Flugzeug weiter nach Akureyri zu fliegen, wo ich die nächsten 6 Monate verbringen sollte. Am Flughafen von Akureyri wurde ich von meinem Farmer Benjamin und seinem Enkelsohn abgeholt. Zur Begrüßung gab es Kaffee und Kuchen und Benjamin zeigte mir meine Wohnung. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich mit Auspacken und Einräumen meiner Sachen. Abends ging ich wieder zum Haus meiner Gasteltern, wo ich meine Gastmutter Hulda kennenlernte.

Am nächsten Tag fuhr Benjamin mit mir in die Stadt und wir erledigten alle Behördengänge. Auch beim Eröffnen eines Bankkontos war er mir eine große Hilfe. Am Abend zeigte mir Benjamin den Kuhstall und erklärte mir, wie die Kühe gemolken werden und was man dabei beachten muss.
Die ersten Tage war es sehr schwer sich zu merken, bei welchen Gerät man welchen Knopf drücken und wann welcher Hebel betätigt werden musste, aber nach etwa einer Woche wusste ich, wie alles funktioniert.

Mein TagesablaufLarissa auf einem Traktor

6:00 Uhr: Aufstehen
7:00 Uhr: Kühe melken
9:30 Uhr: Frühstück

12:00 Uhr: Mittagessen kochen

16:30 Uhr: Kühe von der Weide holen
17:00 Uhr: Kühe melken
19:30 Uhr: Abendessen

Vormittags und nachmittags hatte ich ganz verschiedene Aufgaben, je nachdem was grade notwendig war. Ich habe zum Beispiel das Haus geputzt, die Melkanlage gesäubert, Plastik eingesammelt, Wäsche aufgehängt, Unkraut gezupft und vieles mehr. Oft hatte ich aber auch Freizeit und bin geritten oder bin in die Stadt gefahren. Meine Arbeitszeit betrug ungefähr 8 Stunden am Tag. Am Wochenende jedoch weniger, da ich meistens nur gemolken habe.

Larissa fährt Ski in IslandFreizeit in Island
Sonntags war in der Regel mein freier Tag, den ich meistens mit Freunden verbracht habe, die ich über die myStepin-Community kennengelernt habe. Da mir zum Glück ein Auto zur Verfügung stand, war es uns möglich, viel zu unternehmen. Wir waren Ski fahren, wandern, schwimmen, reiten oder haben manchmal auch einfach nur gemeinsam gekocht.

Mit der Zeit wurden die Tage immer länger und die Sonne kam immer öfter zum Vorschein. Diese Zeit nutzten zwei meiner Freundinnen aus Deutschland, um mich zu besuchen. Benjamin war einverstanden und in meiner Wohnung war genug Platz.

Ein paar Tage konnten sie mir und Benjamin beim Melken helfen, bevor wir uns mit einem Mietwagen auf den Weg machten. In wenigen Tagen sahen wir viel von der Insel und genossen die gemeinsame Zeit. Der Abschied viel uns allen schwer, doch es sollte nicht mehr lange dauern, bis wir uns wieder sehen würden.

Als die Sommerferien in Island anfingen, half uns fast jeden Tag unser Nachbarsjunge bei Melken. Wir haben uns sehr gut verstanden und mit ihm hat das Melken sogar noch mehr Spaß gemacht, sodass die Zeit in Island viel zu schnell verging. Trotzdem freute ich mich, dass meine Eltern mich an meinem letzten Tag besuchten und wir noch eine gemeinsame Rundreise machten.

Mein FazitLarissa bei Sonnenaufgang auf der Koppel
Alles in allem bin ich super glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, einen solchen Auslandsaufenthalt zu machen und dass ich eine solch nette Gastfamilie hatte. Benjamin und Hulda waren sehr nett und ich habe mich auf ihrer Farm echt wohl gefühlt. Natürlich gab es auch Tage, die anstrengend waren und an denen ich keine Lust mehr hatte, aber die waren doch eher selten.

Ich wäre gerne länger geblieben, aber leider musste ich zurück. Irgendwann werde ich aber mit Sicherheit wieder nach Island reisen und die Beiden und die Kühe und Pferde, die ich alle so lieb gewonnen habe, besuchen.

Takk fyrir allt!!!

Eure Larissa

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Unsere Gratis-Kataloge

Zu unseren Programmen

Stepin auf Facebook

Stepin auf Instagram