Erfahrungsbericht: Demi-pair in Irland – Nicole auf der grünen Insel

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Nicole hat 2015 vier Monate als Demi-pair in Irland verbracht. Die 19-Jährige aus Hameln in Niedersachsen berichtet heute in ihrem Erfahrungsbericht von ihrem typischen Tagesablauf in der irischen Gastfamilie, ihrem Unterricht in der Sprachschule und ihrer erlebnisreichen Freizeit zusammen mit Freundin Svenja.

Das Programm »Demi-pair« ist eine super Gelegenheit, um viele Punkte unter einen Hut zu bekommen. Mir hat es wahnsinnig geholfen, mein Englisch zu verbessern.

Ankunft in Irland

Nicole beim Pizza-Dinner mit ihrer irischen GastfamilieIm Januar 2015 bin ich – zusammen mit meiner besten Freundin Svenja – für vier Monate als Demi-pair nach Irland geflogen. Mit meiner Gastfamilie hatte ich schon vorher per E-Mail Kontakt aufgenommen, weshalb ich bereits wusste, was mich ungefähr erwarten würde.

Meine Familie bestand aus drei Kindern: Josh (9), Sam (7) und Lucy (5). Nachdem Svenja und ich in Irland gelandet sind, haben mich meine Gastmutter und Lucy sehr herzlich empfangen. Danach fuhren wir nach Hause, wo ich den Rest der Familie kennenlernte.

Meine Familie lebt in Bray, wo ich vormittags auch zur Sprachschule gegangen bin. Bray ist eine sehr schöne, kleine Stadt 20 km südlich von Dublin. Die Schule liegt direkt an der Strandpromenade und ist mit dem Bus gut erreichbar. Von hier aus lassen sich mit der DART (Zug) schnell sehr viele kleine Küstenorte erreichen. Bis nach Dublin braucht man ca. 40 Minuten. Alle Orte in der Umgebung – Dublin eingeschlossen – sind wirklich schön und sehenswert.

Mein Tagesablauf

Mein Unterricht fand täglich von 9 bis 11 Uhr statt. Danach konnte ich meine Freizeit genießen, da die Kinder in der Schule waren und die Eltern auf der Arbeit.

Demi-pair Nicole mit ihrem Gastkind Lucy in IrlandMeine Arbeitszeit begann dann um 14 Uhr: Zwischen 14 und 15 Uhr musste ich die Küche aufräumen, fegen, saugen, die Kinderzimmer aufräumen oder Wäsche waschen. Jeden Tag stand etwas Anderes auf dem Plan.

Um 15 Uhr kamen die Kinder aus der Schule und haben von mir einen kleinen Snack bekommen. Danach fingen wir mit den Hausaufgaben an. Josh hat seine Hausaufgaben meistens eigenständig gemacht, während Sam und Lucy noch viel Hilfe und Betreuung brauchten. Ihre Aufgaben waren Lesen, Rechnen und Schreiben, alles was auch ein Au-pair aus Deutschland hinkriegt.

Zwei Mal im Monat musste ich abends Babysitten, was für mich aber kein Problem war, da dies mich und die Kinder nur noch mehr zusammengeschweißt hat. Während des Abends war ich Ihre Aufsichtsperson und das haben sie auch eingesehen.

Meine Sprachschule

Die Schule ist eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen. Wir haben so viele nette Menschen, aus der ganzen Welt getroffen, mit denen wir abends oft in Pubs waren. Aber auch der Unterricht macht einfach Spaß, da er sehr locker und auf den Alltag bezogen ist. Wer möchte, kann bestimmte Zertifikate erwerben und man wird nach einer bestimmten Zeit einem höheren Level zugeteilt, woran man merkt, dass einem das tägliche Sprechen wirklich hilft, sein Englisch zu verbessern.

Meine Gastfamilie

Demi-pair Nicole mit ihren Gastkindern Sam, Lucy und JoshZurück zur Familie – nachmittags waren die Kinder und ich oft draußen oder wir haben zusammen mit der ganzen Familie etwas unternommen. Als die ganze Familie über Ostern nach Wexford in den Urlaub gefahren ist, haben sie mich sogar mitgenommen. Was ich an meiner Familie sehr geschätzt habe, ist, dass wir abends immer gemeinsam gekocht und gegessen haben. Dabei haben wir uns gegenseitig gefragt, wie unser Tag war und jeder konnte etwas erzählen.

Ich wurde in die Familie sehr integriert, was den Abschied nicht gerade leichter machte. Mit vielen Tränen musste ich mich nach vier tollen Monaten von meinen Kindern und meinen Gasteltern verabschieden. Ich hätte nie erwartet, dass mir das wirklich so schwer fallen würde, da es eben »nur« vier Monate waren. Aber auch in dieser Zeit wachsen einem besonders die Kinder wahnsinnig ans Herz. Ich habe immer noch Kontakt zur Familie und habe vor, sie irgendwann wieder einmal zu besuchen.

Freizeit in Irland

Gruppenfoto bei der Kerry-Ring-TourAn den übrigen Wochenenden waren Svenja und ich sehr viel unterwegs. Wir haben fast alle Teile Irlands gesehen. Über die Schule bekommt man Sonderpreise für einen Anbieter von tollen Tages- und Wochenendtouren. Ich rate jedem, so viel wie möglich vom Land zu entdecken, da die Orte und unterschiedlichen Landschaften einfach atemberaubend sind.

Mein Tipp: Den zukünftigen Demi-pairs da draußen rate ich, die Kerry-Ring- und Cliffs of Moher/Galway-Touren zu machen. Das waren meine Highlights und manche der schönsten Orte, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

Fazit

Das Programm Demi-pair ist eine super Gelegenheit, um viele Punkte unter einen Hut zu bekommen. Mir hat es wahnsinnig geholfen, mein Englisch zu verbessern. Außerdem wird man selbstständiger, da man die Verantwortung für Kinder übernimmt und einen ganzen Haushalt zu organisieren hat. Natürlich lernt man viele tolle Menschen kennen und kann ein neues Land und dessen Sitten entdecken.

Demi-pair Nicole und ihre Freundinnen auf ihrer Kerry-Ring-Tour in IrlandDie Iren sind sehr sehr nette Menschen. Sie sind immer hilfsbereit und sprechen einen offen auf der Straße an, was uns am Anfang sehr komisch vorkam. Wir haben uns einfach gefragt, warum uns alle Leute ansprechen. Aber das ist einfach deren Kultur. Man spricht mit jedem, egal ob man die Person kennt oder nicht.

Solltet ihr Probleme mit euren Gastfamilien haben, dann scheut euch nicht, es bei eurer zuständigen Kontaktperson in Irland oder auch bei den Lehrern anzusprechen. Jeder wird euch helfen, eine Lösung zu finden. Ich wünsche allen eine mindestens so schöne Zeit, wie ich sie in Irland hatte.

Eure Nicole

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