Erfahrungsbericht: Demi-pair in Australien

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Anna ist 18 Jahre alt und kommt aus Wien. Nach ihrer Matura 2014 wusste sie genau, was sie wollte: Für 6 Monate als Demi-pair nach Australien. Heute berichtet sie auf der Weltneugier von ihrer Zeit bei einer australischen Gastfamilie in Brisbane und ihren Reisen quer durch den Kontinent.

Es ist Ende Juni 2014: Fast jeder aus meiner Klasse plant nach der Matura direkt mit dem Studium zu beginnen.
Mein Plan heißt: Australien! Jetzt, fast ein Jahr später, kann ich behaupten, ich habe eine zweite Familie am anderen Ende der Welt!

Demi-Pair Australien: Eric, mein-GastbruderLife as a Demi-pair
Ich bin in einer tollen Familie, 20 Minuten außerhalb von Brisbane, gelandet. Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter Helen, meinem 7-jährigen Gastbruder Eric und gelegentlich Studenten aus der Sprachschule, die ich auch besucht habe.

Unter der Woche habe ich Eric morgens mit dem Fahrrad zu Schule gebracht. Dann bin ich mit dem Zug nach Brisbane in die Schule gefahren, wo wir von 9 bis 14 Uhr Unterricht hatten. Wir hatten super viel Spaß mit unseren Lehrern und jetzt kenne ich jetzt jedes australische Slang-Wort. Natürlich lernt man auch Vokabeln und Grammatik, aber da ich in der „advanced class“ war, war es sehr entspannt bei uns.

Nachmittags konnte ich meinen Gastbruder zwischen 15 und 17.30 Uhr vom „Hort“ abholen. Das heißt, ich hatte auch unter der Woche viel Zeit für Freunde, Sport oder einfach einen Kaffee nach der Schule. Als ich dann mit Eric Zuhause war, wurden Hausaufgaben gemacht, Fußball gespielt, gemalt und sehr viel Blödsinn gemacht.

Manchmal musste ich auch staubsaugen oder den Boden wischen und von Montag bis Freitag abends habe ich gekocht. Danach habe ich meinen Gastbruder in die Badewanne gesetzt, ihn in seinen Pyjama gesteckt und meistens haben wir am Abend noch ferngesehen, gelesen oder ein Spiel gespielt.

WeekendsDemi-pair Australien: Surfers Paradise
An den Wochenenden wurde ich verlässlich um 7:00 Uhr von Eric geweckt, weil ihm war ja langweilig – und ich musste etwas dagegen tun…
Helen, Eric und ich sind oft an die Gold Coast zu Erics Oma gefahren, die direkt am Strand wohnt. Dort wurde dann fleißig gebadet und Sandburgen gebaut.

Oft gab es auch von der Sprachschule Angebote für Wochenend-Trips, die ich auch zwei Mal mit Freunden in Anspruch genommen habe. Ansonsten war ich viel mit Freunden aus der Sprachschule unterwegs und wir haben Brisbane erkundet, waren shoppen, sind zum Strand gefahren oder waren einfach nur gemütlich im Kino. Brisbane ist eine unglaubliche Stadt, aber auch ein paar Surf Lessons an den nahe gelegenen Stränden durften natürlich nicht fehlen…

Bis Weihnachten (dieses Jahr bei 35 Grad) war ich in der Schule – dann gabs ein Zertifikat, eine Abschlussparty, ein paar Tränen und viele Umarmungen und Glückwünsche. Weihnachten haben wir mit Helens ganzer Familie gefeiert. Australische Weihnachten am Strand… ein etwas anderes Erlebnis, dass ich nie vergessen werde!

Demi-pair Australien: Unter den Sternen schlafenTravelling
2 Tage später, am 27. Dezember, hieß es erstmals Abschied nehmen von meiner Gastfamilie, denn ich bin Richtung Sydney aufgebrochen – 1 Monat Backpacking an der Ostküste!

In Sydney habe ich eine Freundin aus Wien getroffen, mit der ich dann 24/7 bis Ende Januar unterwegs war. Los ging es mit New Years Eve in Sydney – ein Muss wenn man in Australien ist – und dem unglaublichsten, atemberaubendsten, schlaflosesten Silvester meines Lebens: Ein Wahnsinns-Spektakel!

Danach gings weiter ins Outback, wo wir eine 3-tägige Tour zum Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuta (The Olgas) und Kings Canyon gebucht hatten. Wir haben irgendwo im nirgendwo unter einem wunderschönen Sternenhimmel geschlafen, Kamelfleisch gegessen und einfach mal die Stille genossen. Aber auch 7-stündige Wanderungen, beginnend bei Sonnenaufgang und aufhörend in der Mittagshitze bei 44 Grad durften bei der Tour nicht fehlen!

Bucket listDemi-pair Australien: Koala
Auch von meiner „bucket list“ kann ich jetzt einiges abhaken: Wir waren in Cairns, auf Magnetic Island, in Airlie Beach und in Noosa.
Überall haben wir eine Menge erlebt: Wir sind getaucht, haben Koalas in der Wildnis und den schönsten Strand Australiens gesehen und haben Leute von überall auf der Welt kennengelernt. Wir haben in ekelhaften, aber dann auch wieder super netten Hostels geschlafen und eine 3-tägige self guided Kanu-Tour gemacht:
Es war der Wahnsinn!

Nach dem Monat voller Erlebnisse ging es noch einmal zurück zu meiner Gastfamilie.
Die Wiedersehensfreude war irrsinnig groß und es war schön, noch einmal „nach Hause“ zu kommen. 2 Tage später gings dann aber (endlich?) in Richtung österreichisches Zuhause. Nach einer 28-stündigen Reise wurde ich in Wien von meiner Familie und meinen Freunden herzlich empfangen.

Fazit
Ich kann ohne zu zögern sagen, dass das die beste Entscheidung meines Lebens war, ich bereue nichts und kann nur jedem empfehlen, nach der Schule ein Gap Year zu machen! Wie viele Leute können schon behaupten eine zweite Familie in Australien und Freunde auf der ganzen Welt zu haben? :-)

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