Auslandspraktikum in China – Teilnehmer Konrad im Interview

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Teilnehmer Konrad ist Student an der technischen Hochschule Friedberg, an der er Logistik studiert und hat mit unserer Hilfe im Sommer diesen Jahres in einem Pekinger Logistikunternehmen ein 9-wöchiges Auslandspraktikum in China absolviert. Auf der Weltneugier berichtet er in einem Interview von seinen Eindrücken aus Asien, seiner Zeit als Praktikant und seiner Reise durch China und die Mongolei.

Berg MongoleiFirst things first: Warum hast du dich für ein Auslandspraktikum und speziell in China entschieden?
Die asiatische Kultur hat mich seit einiger Zeit interessiert, auch weil die chinesische Wirtschaft oft Teil der Vorlesung während meines Logistikstudiums ist. Demzufolge fiel die Wahl für ein Auslandspraktikum schnell auf China.

Inwiefern hast du dich vorbereitet? Wie gefiel dir die Vorbereitung durch Stepin?
Im Vorfeld der Chinareise habe ich mich eher wenig vorbereitet. Neben dem Check der Bewerbungsunterlagen hat Stepin den Kontakt zur Partnerorganisation hergestellt. Weiterhin habe ich von Stepin Reiseinformationen und ausführliche Informationen über China erhalten. Die Organisation war rundum sehr gut und zügig, da ich mich erst wenige Wochen vor dem Ausreisetermin entschieden habe nach China zu fliegen.

Hat alles geklappt bei der Ankunft in Peking? Wie war der erste Kontakt vor Ort?
In Peking wurde ich von einem Mitarbeiter der Partnerorganisation vor Ort (Hotong School) erwartet. Wir sind zusammen zur Wohnung gefahren. Der Mitarbeiter hat mir alles Wichtige vor Ort, wie den nächsten Supermarkt, Busverbindungen und eine Bank, gezeigt. Am folgenden Tag sind wir auch zusammen zur Polizeistation gegangen, um alle vorgeschriebenen Formalitäten zu erledigen.

Wie warst du untergebracht? Und wie lief das mit der Verpflegung?Wüste Innere Mongolei
Zusammen mit drei weiteren Praktikanten (aus verschiedenen Ländern Europas) habe ich in einer Wohngemeinschaft gewohnt. Das war ziemlich cool! Die Wohnung war im 14. Stockwerk eines Hochhauses. Sie war sehr gut ausgestattet, inklusive 2 Badezimmern und Wohnzimmer. Wir hatten einen grandiosen Ausblick über einen Großteil des Stadtzentrums von Peking und konnten sogar vom Balkon aus einige Sehenswürdigkeiten sehen.

Was waren deine täglichen Aufgaben in deinem Praktikumsunternehmen? Wie lief ein typischer Tag ab?
Das Praktikum habe ich in einem „Sourcingunternehmen“ absolviert. Dieses Unternehmen bekommt Produktanfragen von Unternehmen weltweit (Europa, USA, …) und vermittelt ausländischen Unternehmen Produzenten aus China. Meine Aufgabe war es, Produktbeschreibungen zu erstellen. Diese habe ich später als Anfrage zu potenziellen Produzenten in China gemailt und Fragen zu den Produkten beantwortet.

Außerdem habe ich kleinere Übersetzungsaufgaben übernommen, sowie zusammen mit einem anderen Praktikanten eine wöchentliche „Englishcorner“ veranstaltet. Dies war eine Gesprächsrunde, um über Europa und speziell Deutschland zu berichten, da meine Kollegen viele Fragen zu länderspezifischen Themen hatten.

Stichwort Kulturschock: Welche Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und China sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Erinnerungsfoto mit chinesischen StudentenDer Kulturschock ist natürlich auch an mir nicht vorüber gegangen. In Peking waren überall unglaublich viele Menschen unterwegs. Es war faszinierend, wie reibungslos dort das tägliche Leben abläuft und welche Rücksicht aufeinander genommen wird.
Für mich war es ungewohnt, die gewohnten Internetseiten (google, googlemaps, facebook, youtube,…) nicht benutzen zu können. Ich habe erst hier bemerkt, wie oft ich das mobile Internet für bestimmte Dienste in Deutschland benutze, was in China ausgeschlossen war. Für jeden Trip ist eine sehr detaillierte Vorbereitung nötig gewesen, da schnell einmal nachschauen halt nicht möglich war. Ich habe mich zum Beispiel täglich mit normalen Faltkarten orientiert. Die chinesischen Gerichte waren sehr lecker, auch wenn es sehr unterschiedlich zu deutschen Speisen war.

Wie hast du deine Freizeit gestaltet? Welche Highlights/Sehenswürdigkeiten kannst du empfehlen?
In meiner Freizeit war ich abends nach der Arbeit war ich fast immer zusammen mit anderen Studenten in verschiedenen Restaurants. Wir haben viele verschiedene Gerichte durchprobiert und sind manchmal danach feiern gewesen.
An den Wochenenden und manchmal nach der Arbeit bin ich zu Sehenswürdigkeiten in Peking gefahren, welche mit der U-Bahn sehr gut und schnell zu erreichen sind.

Chinesische Mauer Teil unseres WanderwegesChinesische Mauer: 2 Tages Trip
Die Chinesische Mauer war ein absolutes Highlight. Ich bin 2 Mal an verschiedenen Stellen auf der Mauer gewesen. Das erste Mal auf einem gut erhaltenen Teil der Mauer, das zweite Mal zusammen mit einer kleinen Gruppe Studenten. Wir haben unsere Rucksäcke mit Verpflegung für 2 Tage und einem Schlafsack gepackt. Samstagmorgen ging es los zu einem entlegenen, teilweise zerfallenen Teil der Mauer. Wir sind zwei Tage die Mauer entlang gewandert bzw. geklettert. Die Mauer mit den vielen Treppen und kleinen, zerfallenen Häusern war sehr interessant. Da die Mauer im Gebirge auf den Berggipfeln entlang verläuft, haben wir viel von der Landschaft gesehen. Während der Nacht haben wir auf der Mauer gecampt und die Abgeschiedenheit genossen.

Innere Mongolei:
Anfang Oktober war ich zusammen mit Freunden in der Mongolei. Wir sind von Peking aus nach „Hohhot“ geflogen, der Hauptstadt der Mongolei. Als Gepäck hatten wir nur unsere Rucksäcke dabei. Den ersten Tag haben wir uns ein paar Hotspots in Hohhot angeschaut. Dazu gehörte ein Nationalmuseum, wo es Geschichte und Aktuelles rund um die Mongolei zu bestaunen gab. Wir waren auf verschieden Märkten und in Tempeln in Hohhot und haben zwischendurch immer wieder mongolische Spezialitäten probiert. Typisch waren Gerichte mit Schafsfleisch.
Am nächsten Tag haben wir uns einer Reisegruppe angeschlossen und sind in das mongolische Grasland gefahren. Dort haben wir in einer „Jorte“ (großes Zelt) übernachtet. Für mich war die Weite der Landschaft, die Einfachheit und Abgeschiedenheit der Einheimischen beeindruckend.

Nach drei Tagen und einigen hundert Kilometern durch die Landschaft waren wir wieder zurück in Hohhot. Wir sind einen Tag zu den „Hotsprings“ gefahren. Dies war ein Erlebnisbad gespeist von heißen Quellen. Die letzten 3 Tage unserer Tour sind wir mit einem Guide in die Wüste gefahren und haben in der Wüste gezeltet. Wir sind in der Wüste Kamele geritten und haben ein Feuerwerk gemacht. Auf dem Rückweg nach Hohhot haben wir einen Berg erklommen, haben einen Temple besucht und haben in der Nähe von einer Pferderennbahn Mittag gegessen. Zurück in Hohhot haben wir uns für die finale Zugfahrt nach Peking gestärkt und haben ein Zugticket gebucht. Lange Strecken mit dem Zug zurücklegen, ist in China absolut eine Erfahrung wert. Es dauert viel länger als mit dem Flugzeug, allerdings habe ich viel von der Landschaft gesehen und im Zug einige lustige Begegnungen gehabt.

Olympiapark:Olympiastadion Peking bei Nacht
Das Olympiastadion von den olympischen Sommerspielen 2008 ist sehr beeindruckend, besonders abends wenn es in den chinesischen Farben rot und gelb erleuchtet wird.
Auf dem Platz davor und dem Park rund um den Olympiapark bin ich mehrmals joggen gewesen. Es ist sehr schön dort und ich habe meist noch ein paar Chinesische Läufer getroffen, die sich mir angeschlossen haben.
Mitte Oktober fand dort die finale Etappe der Pekingrundfahrt (Radrennen) statt, diese Sportveranstaltung ist sehr speziell in China.

Worauf sollten sich zukünftige Teilnehmer in China einstellen/vorbereiten?
Fahrt mal raus aus der Stadt (auch wenn es etwas umständlich ist)! Die Landschaft und Dörfer zu sehen, ist auch sehr interessant, vor allem die Begeisterung und das einfache Leben der Bewohner dort. Nehmt so wenig Sachen wie möglich mit nach China, damit auf dem Rückflug das Gewichtslimit und Volumen des Koffers nicht überstiegen wird. In den großen chinesischen Städten gibt es in den Shoppingmalls einfach alles was man braucht.

Was möchtest du unbedingt noch loswerden?
China ist immer eine Reise wert, da das Land so groß ist, dass es einfach immer etwas zu sehen gibt!

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