Sabrina aus Dormagen hat 2014 fast ein ganzes Jahr als Au-pair in den USA verbracht. In McLean, einem winzigen Ort nahe der Hauptstadt Washington, D.C., durfte sie bei ihrer Traumgastfamilie leben und arbeiten und hat mit den Kindern und ihren neuen Freundinnen Amerika hautnah erlebt. Heute berichtet sie uns von ihren Erwartungen, Erfahrungen und Erkenntnissen nach zwölf Monaten in den USA.

USA, USA, USA… Ja, ungefähr so hab ich die Amerikaner in Erinnerung. Stolze, immer freundliche, strahlende Amerikaner.

Turbulenter Einstieg und Freunde fürs Leben

Ich war das komplette Jahr 2014 in den USA, um genauer zu sein, in Washington D.C., der Hauptstadt und einer der schönsten Städte der USA. Mein Jahr begann etwas turbulent mit einem Familienwechsel, der aber dank meiner Koordinatorin vor Ort super einfach war.

Sabrina mit ihrer GastfamilieNach meinen ersten zwei Wochen bin ich dann also in Washington angekommen und hier war ich sofort glücklich. Alle Bedenken und Sorgen waren wie weggeweht. Ich mochte die Kinder und war erleichtert, dass ich mich für diese Familie entschieden hatte. Ich habe im Vorort McLean gelebt, was genau genommen zum Bundesstaat Virginia gehört.

Dort ist eine Hochburg von Au-Pairs, ich habe direkt Anschluss mit den zwei besten Freundinnen gefunden, die ich mir nur hätte wünschen können. In den USA hatten wir alle die gleichen Sorgen und konnten uns über die selben Sachen freuen – das hat uns sehr zusammengeschweißt.

Erwartungen

Ich persönlich hatte mir das Leben in den Staaten ganz anders vorgestellt. Es war nicht immer alles so einfach… Ein riesig großer Kontinent, eine ganz andere Kultur und vor allem Mentalität, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Nicht nur einmal wäre ich am liebsten heimgefahren. Ja, auch solche Gedanken kommen einem, wenn man ein ganzes Jahr weg ist von Zuhause.Sabrina und eine Freundin beim Colour Festival

Trotzdem währten solche Gedanken nie lange. Meine Gastfamilie hat mich immer unterstützt, sei es bei der Suche eines geeigneten College-Kurses oder bei Fahrten zu Events – und davon gab es viele – die wirklich einen Heidenspaß gemacht haben :-)!

Eine Reise durch die USA

Das Tollste für mich während der zwölf Monate vor Ort war das Reisen! Ich musste dank meiner super Gastfamilie meinen »Reisemonat« nicht einmal nutzen, sondern bin pünktlich zu Weihnachten nach Hause geflogen. Meine Gastfamilie hat mir ermöglicht, den kompletten August frei zu nehmen. Genutzt wurde dieser in vollen Zügen: Als erstes Ziel stand Virginia Beach auf dem Programm, da bin ich mit meinen zwei besten Freundinnen hingefahren und wir hatten wirklich eine tolle Woche.

Sabrina und Freundinnen in Santa MonicaWieder zu Hause gab es jedoch keine Pause. Ich habe mich entschieden, eine Woche lang alleine nach Chicago zu reisen und es war wirklich klasse! Amerikanische Städte sind perfekt zum Reisen. Man findet sich überall super schnell zurecht und auch alle Mitmenschen helfen einem immer sehr gern!

Die letzten zwei Wochen des Augusts wurde dann der Bundesstaat Kalifornien auf den Kopf gestellt. Mit dem Mietwagen den Highway Number 1 runter zu fahren, ist genau das, wovon ich, wie auch viele andere, immer geträumt habe. Diese ewige Weite des Meeres, die lange Küste, die Wüste innerhalb des Staates und dann diese riesigen Wälder. All das in nur einem einzigen Bundesstaat, das hätte ich mir von Deutschland aus niemals ausmalen können.

Sabrina vor einer Steilküste in den USADas interessanteste Erlebnis meines Auslandsaufenthaltes war jedoch, dass unser Nachbar mich zum Schießen mitgenommen hat. Er hat einen Waffenschein und irgendwann erfahren, dass ich das zu gern einmal ausprobieren würde. Das war auf jeden Fall das Außergewöhnlichste, was ich in Amerika gemacht habe.

Alles in allem würde ich jeder Zeit wieder in dieses tolle Land reisen, vielleicht nicht wieder so lange, aber eine Reise ist dieser Kontinent immer wieder wert!

Eure Sabrina

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