High School Australien: Unsere Stepin-Organisatorin Sandra im Interview

High School Australien: Unsere Stepin-Organisatorin Sandra im Interview

Unsere High School-Koordinatorin Sandra für einige Tage in Down Under und hat nicht nur mit Koalas gekuschelt, Kängurus belästigt oder sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Sie hat sich auch innerhalb von 14 Tagen 14 Schulen, die wir in der Region Queensland anbieten, angeschaut – eine beträchtliche Zahl, wie wir finden! Welche Eindrücke sie von Australien und den dortigen Schulen sammeln konnte, wem sie ein High School-Jahr in Australien empfiehlt und was man in Queensland unbedingt sehen sollte, erzählt sie uns in einem Interview.

Stepin: Hallo Sandra, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst und dir so viele Löcher in den Bauch fragen lässt, obwohl du bis zu den Ohren in Arbeit steckst! Aber verrate uns einmal, warum genau warst du in Australien? Welche Punkte und Veranstaltungen standen auf deiner Agenda?

Sandra: Ich bin der Einladung unseres Queensland-Partners zu seiner Info-Tour gefolgt, auf der wir innerhalb von zwei Wochen insgesamt 14 Schulen in verschiedenen Regionen von Queensland besucht haben. Wir starteten in Cairns, im hohen tropischen Norden, flogen nach Brisbane und fuhren dann weiter an der Sunshine Coast entlang. Am Ende der Tour besuchte ich noch eine Schulung des Partners zu den Programmen und den Programmneuerungen, um bestens informiert nach Deutschland zurückzukehren!

Stepin: Das klingt nach einem straffen Programm! Warst du eigentlich zum ersten Mal in Australien?

Sandra: Ja, ich war zum ersten Mal in Australien. Jetzt kann ich natürlich aus eigener Erfahrung sprechen, wenn ich unseren Teilnehmern von Down Under berichte – immerhin hatte ich auch einen Koala auf dem Arm, war am Great Barrier Reef schnorcheln und konnte die unglaubliche Natur entdecken!

Stepin: Ich bin ein wenig neidisch! Da ich noch nie in Australien war, verrate mir doch einmal, wie du dich gefühlt hast, als du aus dem Flieger gestiegen bist und wie deine ersten Eindrücke von Queensland waren?
Cairns aus dem Flugzeug
Sandra: Als ich in Sydney umsteigen musste, um nach Cairns zu kommen, war alles noch dunkel. Doch dann als ich von Sydney aus startete, ging die endlich Sonne auf und ich konnte Sydney bei Sonnenaufgang bewundern. Während die Landschaft, die ich aus dem Flugzeug aus sehen konnte, erst trocken und karg war, wandelte sie sich im Norden in eine grüne Fläche.

Übrigens, da man das Great Barrier Reef auch aus dem All sehen kann, konnte ich es auch (zum ersten Mal in meinem Leben) aus dem Flieger bestaunen.

Stepin: Was macht Australien für dich so besonders? Würdest du noch einmal dorthin fahren wollen?

Sandra: Australien ist nicht nur ein enorm großer Kontinent, den selbst viele Australier noch nicht vollständig erkundet haben, sondern besitzt auch eine unglaubliche Vielfalt, sei es die Natur, die Landschaften oder die Menschen. Während an den Küsten viele Einwohner zu finden sind, sinkt diese Zahl, je weiter man ins Landesinnere fährt. Im Norden hat mich der immergrüne und sogar älteste Regenwald der Welt, der Daintree Forest, in seinen Bann gezogen. Gleich nebenan befindet sich das unfassbar schöne Great Barrier Reef und einige hundert Kilometer weiter findet man rotes Gebirge auf roter Erde. Auch die Menschen in Australien habe ich als sehr freundlich und ausgeglichen erlebt.

Stepin: Neben dem beruflichen Aspekt deiner Reise hattest du auch die Möglichkeit Australien zu bereisen, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder bei spannenden Ausflügen mitzumachen?

Sandra: In Cairns habe ich einen Ausflug  in den Daintree Forest und zum Cape Tribulation gemacht, wo zwei Weltnaturerbestätten direkt am Strand aufeinander treffen: Regenwald und Riff. Wir haben auch eine Schlucht besucht, wurden von einem Aborigine über seine Jagdgeräte, örtliche Pflanzen und ihre Bedeutung für den dortigen Stamm oder die verschiedenen Farben zur Körperbemalung und deren Bedeutungen informiert und sind auf dem Daintree River auf der  Suche nach hungrigen »Salties« (Salzwasser-Krokodile) herumgefahren. Außerdem war ich einen Tag lang draußen am Outer Reef, um einen Schnuppertauchgang zu erleben und an drei verschiedenen Tauchspots die bunte Unterwasserwelt zu beobachten.

Strand an der GoldküsteDann habe ich noch einen kurzen Ausflug nach Kuranda gemacht, um mit einem alten Zug den einzigartigen Regenwald dort zu durchfahren und nach einem kurzen Besuch in einem kleinen Tierpark (inklusive Koala auf dem Arm) mit dem Skyrail – einer Seilbahn – über den Regenwald hinweg zu schweben.

Einen sehr lehrreichen Tag habe ich im Australia Zoo verbracht: dort stieß ich auf Koalas, Kängurus, Wombats, Tasmanische Teufel, Dingos, Cassowarys, Emus und Krokodile. Wir hatten auch einen Strandtag in Noosa. In Queenslands Hauptstadt Brisbane haben wir die Skyline von der Southbank bestaunt, eine Schiffstour auf dem Brisbane River gemacht, uns im öffentlichen Pool direkt neben dem Fluss abgekühlt und die dortige Parklandschaft, Kunstmuseen und vielfältigen Restaurants genossen.

Stepin: Da du ja wirklich einiges sehen konntest: Gibt es Ausflüge, Sehenswürdigkeiten oder Gegenden, die dir besonders gut gefallen haben und die du als absoluten »Place-to-visit-in-your-lifetime« bezeichnen würdest?

Bahn im RegenwaldSandra: Regenwald und Korallen-Riff fand ich wirklich einzigartig, aber auch den australischen Busch, wie er um Coolum wächst und Noosa als »St. Tropez Australiens« haben mir besonders gut gefallen. Außerdem habe ich gehört, dass Tasmanien sehr toll sein soll, besonders wenn man nicht in eine große Stadt möchte und dennoch Stadtleben mit Natur und Outdoor-Aktivitäten kombinieren möchte.

Stepin: Jetzt habe ich noch ein paar Fragen zu unserem Stepin-Programm: Was kannst du mir über unser High School-Programm in Australien erzählen? Wie kann man sich die Schulen dort eigentlich vorstellen? Inwiefern sind sie anders als die deutschen Schulen?

Sandra: In Australien sind die Schulgebäude und Anlagen sehr weitläufig, sehr modern und bestens ausgestattet. Im Kunstunterricht zum Beispiel trocknet die Tonware an der einen Seite des Raums, während an einer anderen Wand Bilder auf die Weiterbearbeitung warten, ein Schüler macht einen Linoleumdruck und andere zeichnen und werkeln.

Kunstraum einer High SchoolNeben den großen Kunsträumen gibt es oftmals auch naturwissenschaftliche Labore, Musikräume, voll ausgestattete (Industrie-)Küchen, Werkstätten für Holz- und Metallverarbeitung, große Turnhallen und Fitnessräume, riesige Sportplätze, Schwimmbecken, Tanzräume, Vorführungssäle für Theater- oder Musicalaufführungen.

Je nach Lage der Schule, sogar Boote, Angelzubehör und Surfboards. Kurioserweise gibt es z. T. auch sogenannte »Schulbauernhöfe«, auf denen Ziegen, Schafe, Alpakas und Lamas, Rinder und Schweine zu Hause sind. Auch Gemüse wird dort angebaut. In der Regel haben die Schüler pro Tag vier Fächer, die aber je 90 Minuten dauern, sodass man zwischen 15:00 und 15:30 Uhr nach Haus gehen kann. Nach der Schule hat man die Möglichkeit, sich verschiedenen Clubs anzuschließen, wie zum Beispiel dem Chor, der Big Band, irgendeinem Sportteam oder der Theatergruppe. Die meisten unserer Schüler wohnen nicht weit von der Schule entfernt, sodass sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Zwei Schülerinnen beim TurnenDie Gastfamilien wohnen größtenteils in Einfamilienhäusern in ruhigen Wohngegenden und manche haben sogar einen Pool im Garten :-)! Die Gasteltern waren mal ein älteres Ehepaar ohne Kinder, aber mit Hund, oder eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern – Familien aller Variationen und Couleur eben, genau wie bei uns auch.

Stepin: Von Chemielabor bis hin zu Surfunterricht und Bauernhof – welchen Schülern würdest du Australien empfehlen? Was macht das Programm in Australien so besonders?

Sandra: Das Select-Programm in Australien bietet durch die unterschiedlichen Regionen und vielfältigen Schulangebote für jeden Geschmack etwas. Schülern, die nach Queensland wollen, empfehle ich gerne Schulen, die so ganz anders ausgestattet sind, als wir es von unseren deutschen Einrichtungen kennen, denn in designten Sport- oder Kunstschulen kann man Talente besonders gut fördern.

Surfzubehör in einem SchuppenNatürlich verstehe ich aber auch, dass viele Schüler unsere Schulen in Küstennähe bevorzugen, denn dort sieht man nicht nur vom Klassenzimmer aus das Meer, sondern kann auch Fächer wie Rudern, Surfen oder Tauchen belegen. Doch selbst Schulen, die keine direkte Strandlage haben, bieten häufig Surfcamp-Ausflüge an.

Der Australier an sich ist ja auch nicht wasserscheu und so macht man auch mit der Gastfamilie viele tolle Ausflüge ans Meer.

Stepin: Kommen wir nun zur abschließenden Frage: Gab es etwas, was dich besonders beeindruckt oder nachhaltig berührt hat?

Sandra: Die putzigen Koalas und die witzigen Kängurus, die einfach so in der Gegend herumhüpfen, haben mir definitiv am besten gefallen! Aber natürlich auch die tollen Landschaften, die unglaublich grüne und schöne Natur und das Tauchen am Great Barrier Reef, um das ich schon von vielen beneidet wurde!  Nette Menschen um einen herum und leckeres Essen runden einen gelungenen Besuch in Down Under ab – da ist der lange, anstrengende Flug ganz schnell vergessen.

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