Howdy, mein Name ist Helene aus Berlin, ich bin 17 Jahre alt und ich habe ein halbes Jahr ein Auslandsjahr in den USA gemacht, genauer gesagt in Texas. Ich muss ehrlich gestehen, der Abschied von meiner Familie ist mir ziemlich leicht gefallen. Nachdem ich alleine im Flieger war, sind mir dann doch die Tränen gekommen, doch diese gingen schnell wieder weg, da die Aufregung viel stärker war als die Trauer. Am Flughafen in Texas wurde ich direkt von meiner Gastfamilie abgeholt mit einem großen Plakat wo »Welcome to Texas Hela« draufstand.

Meine Gastfamilie

Ich habe mit meinen Gasteltern und meinen zwei kleineren Gastschwestern in Helotes, einem Vorort von San Antonio gewohnt. Wir hatten ein ziemlich großes Haus und mein Zimmer war das vorherige Gästezimmer in der oberen Etage. Das war das einzige Zimmer, was in der oberen Etage war, somit hatte ich im Prinzip eine ganze Etage für mich alleine.

So wurde ich am Flughafen begrüßt!

Meine Gastfamilie ist zu meiner zweiten Familie geworden, denn sie haben mich so herzlich aufgenommen, das ich mich seit Tag eins pudelwohl gefühlt habe. Von meinen Gasteltern wurde ich wie eine Tochter und von meinen Gastgeschwistern wie eine Schwester behandelt.

Ich durfte glücklicherweise meinen Geburtstag mit ihnen feiern. Meine Gastfamilie hat das ganze Haus für mich geschmückt, da sie wussten das ich ein sehr dekorierfreudiger Mensch bin. Sie sind besonders auf meinen Geburtstagswunsch eingegangen und somit sind wir zusammen zu einem Park gefahren und haben dort gepicknickt. Während des Picknicks haben wir geredet und getanzt und hatten sehr viel Spaß. Danach sind wir zusammen durch den Wald spaziert.

Die Zeit mit meiner Gastfamilie habe ich sehr genossen. Somit habe ich sehr viel über jeden einzelnen erfahren. Meine Gastmama ist mit mir und ihrer Schwester sogar einmal nach Los Angeles geflogen. Dieser Trip hat uns noch mehr zusammenwachsen lassen.

Meine 15-jährige Gastschwester und ich sind zur gleichen Schule gegangen, auf die Sandra Day O´Connor High School. Eine sehr große Schule mit tausenden von Schülern. Um sich dort zurechtzufinden, bin ich am ersten Schultag mit meiner Gastmama in das Schulbüro gegangen. Wir haben mit der Schulleiterin meinen Stundenpan zusammengestellt und man hat eine riesige Auswahl an Schulfächern. Ich würde dir empfehlen Fächer zu nehmen, die man bei dir nicht hat. Dadurch bekommst du ein ganz neues Schulgefühl.

Es hat bei mir aber trotzdem mindestens eine Woche gedauert, bis ich mich dort zurecht gefunden habe. Aber mir haben immer Leute geholfen die nächste Klasse zu finden und somit habe ich viele Freundschaften schließen können. Ich hatte ein wenig Glück, denn auf meiner Schule war auch ein anderer Austauschschüler aus Deutschland. Mit ihm habe ich mich auf Anhieb gut verstanden und wie der Zufall es so will, war er auch mit Stepin hier.

Das erste gemeinsame Foto mit meiner Gastfamilie

Meine Freunde

Mit meinen Freunden habe ich mich dann immer öfter außerhalb der Schule getroffen. Ich durfte dort auch an einer Seniorclass teilnehmen und habe dadurch die besten Menschen kennengelernt. Durch meine Freunde in der Klasse, habe ich weitere Menschen kennengelernt. Ich bin oft mit ihnen Essen gefahren oder wir haben uns Sonnenuntergänge angeschaut. Durch eine sehr gute Freundin, habe ich angefangen zu malen. Wir haben immer in ihrem Haus auf der Terrasse gemalt, Musik dabei gehört und uns die Landschaft angeschaut.

Die zwei schönsten Erlebnisse, die ich mit meinen Freunden hatte, waren Prom mit einer Promposal und ich wurde von ihnen ins Autokino eingeladen. Ich werde mich für immer an diese zwei Abende erinnern. Durch meine Freunde habe ich vieles vom Land sehen können. Mit ihnen hatte ich eine ganz andere Freundschaft. Sie waren auf Anhieb sehr offen und neugierig. Wunder dich aber nicht, wenn du Umarmungen gewöhnt bist. Amerikaner umarmen einen nicht wirklich oft, jedoch sind sie in ihrer Art umso herzlicher.

Kim und ich auf dem Weg nach L.A.

Mein Tipp an zukünftige Austauschschüler

Ich würde dir raten, einfach immer offen und nett zu den Menschen zu sein. Sobald sie wissen das du aus einem anderen Land kommst, wirst du viele Menschen kennenlernen. Aber auch Vorurteile gehen dadurch mit ein. Werd nicht böse, wenn du ein zwei kuriose Fragen gestellt bekommst. Ich wurde einmal gefragt, ob wir in Deutschland deutsch sprechen und da musste ich mir wirklich das Lachen verkneifen.

Die Entscheidung ins Ausland zu gehen, war die beste, die ich je getroffen habe. Ich bin durch diesen Austausch viel reisefreudiger, glücklicher und besonders ausgelassener. Mein Selbstwertgefühl ist bei weitem stärker als vorher. Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Eindruck in mein Leben verschaffen und du bist motiviert ins Abenteuer zu starten.


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