Hallo und willkommen zurück! Da ich jetzt schon sechs Monate im derzeit eisigen Wisconsin verbringen durfte, dachte ich, es wäre mal wieder an der Zeit für ein kleines Update über mein Auslandsjahr in den USA.

Nachdem ich euch beim letzten Mal ja von meinen Weihnachtsferien berichten durfte, ging bei mir wieder das normale Leben weiter und der Alltag ist zurückgekommen. Das bedeutete für mich natürlich noch immer, ganz viel Zeit mit und beim Basketball zu verbringen, denn wir hatten viele Spiele und noch mehr Training. Nun ist die Basketball-Saison – zumindest für das Junior Varsity Team – zu Ende und ich genieße es, wieder mehr Zeit für Freunde und Familie zu haben. Glücklicherweise hat meine Schule in Bezug auf Sport dieses Jahr ein absolut tolles Jahr und so stehen die Chancen gut, dass es eine lange Saison wird und ich noch ein paar Spiele miterleben darf.

Ein Paradebeispiel des altbekannten amerikanischen High School Spirits, das ich erleben durfte, war, als eine Teamkollegin bei einem Spiel ihren 1000. Punkt für unser High School-Team erzielt hat. Da man ja nur zwei oder drei Punkte pro Korb bekommt, ist das nur ein einziges Mal in der Geschichte meiner Schule vorgekommen, deswegen waren wir natürlich mit Schildern und Ballons gewappnet.

Die Basketball Saison ist nun leider vorbei, aber unser letztes gemeinsames Spiel war etwas ganz besonderes

Eine weitere wundervolle Erfahrung mit meinem Basketball-Team war die »Senior Night«. Dort werden vor dem Spiel des Varsity-Teams alle Seniors, also die 12.-Klässler, vorgestellt und dann hält das Junior Varsity-Team, für das ich spiele, Reden für jede einzelne Person. So stand ich also – wegen meines eigenen Spiels, das nur fünf Minuten her war, völlig verschwitzt – vor einer Menschenmasse von circa 150 Menschen mit der Aufgabe, meine Rede zu halten. Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie aufgeregt ich in diesem Moment war. Allerdings war das völlig unbegründet, denn alles ist gut gegangen und die »Senior Night« war ein voller Erfolg, der mit einem hohen Sieg geendet hat.

Ein Thema, das ich hier bisher noch gar nicht thematisiert habe, wurde Anfang Januar dann doch wichtig für mich: Covid. Warum ich euch bislang nichts davon berichtet habe, ist ganz einfach: Weil das Virus hier schlichtweg kaum präsent ist. Bis Januar mussten wir nirgendswo Masken tragen, es wurde kaum getestet und auch Abstand wurde nicht gehalten. Anfang Januar gingen die Fallzahlen dann aber so hoch, dass all das zurückkam. So hat es Ende Januar also auch mich erwischt. Nachdem ich erste Symptome gezeigt habe, hat der Test dann auch den zweiten Strich gezeigt, was in mir zugegebenermaßen doch etwas Angst ausgelöst hat. Nach einigen Tagen Bettruhe ging es mir aber bald wieder besser und meine Angst war unbegründet.

Promkleider anzuprobieren ist auch so eine Sache, von der ich vor einem Jahr nur träumen konnte.

Die Woche in kompletter Isolation zu verbringen war aber zugegebenermaßen mental herausfordernder als erwartet und ich hatte zum ersten Mal während meines Auslandsjahres wirklich Heimweh. Da ich meine Gastmutter angesteckt habe, war meine Isolationszeit lang, aber sobald ich das erste Mal wieder mit meinen Freunden im Auto saß, war alles wieder gut.

Ein weiteres kleines Highlight der letzten Zeit war ein Wochenendtrip nach Iowa, wo wir meine ältere Gastschwester am College besucht haben. Da das ganze College-System hier natürlich ganz anders als das deutsche ist, war es super interessant zu sehen, wie amerikanische Studenten in kleinen Wohngemeinschaften leben und wie wichtig dort die »Sororities«, die Studentenvereinigungen, sind. Was mir auch immer wieder auffällt, ist der extreme Stolz auf die eigene Schule oder Uni, der in Deutschland nicht denkbar wäre. Hier ist es ganz normal, Pullis, Deko oder sogar Geschirr mit dem Uni-Logo zu besitzen, was ich ehrlich gesagt wundervoll finde, da es ein mir zuvor unbekanntes Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt.

Glücksgefühle, als ich das hier morgens an meinem Locker gefunden habe.

Ansonsten gibt es nicht all zu viel zu berichten. Ich lebe meinen amerikanischen Alltag, treffe Freunde und lebe mein bestes Leben. In zwei Wochen haben wir allerdings endlich Frühlingsferien, also werdet ihr bestimmt bald von mir hören.

Das war’s auch schon von mir, bleibt neugierig!

Eure Emmy


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