Denise in Kanada #1: Erste Eindrücke vom Wildlife-Projekt

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Endlich ist es soweit: Denise ist in Kanada angekommen! Genauer gesagt in Alberta, in der Nähe von Spruce View im Alberta Wildlife-Projekt. Warum sie sich für dieses Freiwilligenprojekt entschieden hat und, wie sie ihre ersten paar Tage in Kanada erlebt hat, berichtet sie in ihrem ersten Blogpost der neuen On Tour-Serie »Denise in Kanada«.

Abi, und was dann?!

Seit Dezember letzten Jahres freue ich mich nun schon auf mein dreimonatiges Auslandsabenteuer, welches Stepin mir ermöglicht. Ich habe lange überlegt, was ich nach meinem Abitur machen will. Direkt ein Studium anfangen und gleich weitermachen mit Lernen und Klausuren schreiben, wollte ich nicht. Mir blieben also Praktika, Nebenjobs oder eben ein Auslandsaufenthalt. Ich habe mich für letzteres entschieden, weil ich etwas von der Welt sehen wollte und das Reisen liebe.

Ins Ausland, aber wohin?

Wetlands in Alberta, KanadaBlieben nur noch zwei Fragen: Wohin? Und was mache ich da? Kanada hat mich schon immer sehr interessiert. Mit seiner einzigartig vielfältigen Natur- und Tierwelt war schnell beschlossen, wohin die Reise gehen sollte.

Mir war klar, dass ich Kanada nicht nur oberflächlich bereisen wollte. Ich wollte dort leben und die Menschen und deren Lebensstil kennenlernen. Ich war auf der Suche nach etwas, an das ich mich in ein paar Jahren noch erinnere und dabei möglichst auch noch etwas Gutes tue. So formte sich langsam die Idee, auf Basis eines Freiwilligenprojektes mit Tieren zu arbeiten, da mir diese sehr am Herzen liegen. Mit genau diesen Bedingungen fand ich bei Stepin das perfekte Programm für mich: Alberta Wildlife.

Mit einer Flugzeit von insgesamt fast 14 Stunden, einer Übernachtung im Hostel und einer zweistündigen Busfahrt, ging mein Kanada-Abenteuer los. Vor Ort angekommen, wurde ich von Grant, dem Mann der Gründerin des Wildlife-Projektes, Carol, abgeholt. Er bezeichnet sich selbst als freiwilliger Helfer und geht seit Jahren nicht nur seinem Hauptberuf nach, sondern greift auch seiner Frau unter die Arme.

Ankunft in Kanada

Carol selbst fokussiert sich auf die organisatorischen Aufgaben: Sie nimmt am Tag bis zu 80 Anrufe von Menschen entgegen, die ein verletztes Tier gefunden haben und Hilfe benötigen. Des Weiteren sorgt sie für Nachschub was Futter, Arbeitsmaterial und letztlich auch Patienten betrifft.

Zwei GreifvögelJedoch packt sie auch im Wildlife Center tatkräftig mit an. Das heißt: Jeder neue Patient wird von ihr begutachtet und wir bekommen von ihr Anweisungen, wie wir ihn zu pflegen haben. Hier kommt Brittany ins Spiel: Sie ist unsere Chefin, was die tägliche Pflege der Tiere angeht und arbeitet von morgens bis abends mit uns in der Tierauffangstation. Ich fühlte mich im Team sofort wohl und willkommen.

Meine Aufgaben im Wildlife-Projekt

Schon nach drei Tagen hatte ich mich eingelebt. Ich verstehe mich gut mit den anderen Freiwilligen und kenne so langsam den Tagesablauf: Morgens wird jedes Tier gewogen, um sicher zu gehen, dass keines an Gewicht verliert. Falls es an Gewicht verlieren sollte, bekommt es mehr oder anderes Futter. Danach müssen die Gehege gesäubert werden und schließlich werden die Tiere gefüttert.

Das Wiegen kann manchmal bis zu einer Stunde dauern, da sich hier unzählige Tiere befinden: Von kleinen »Swallows« (Schwalben) und »Chipping Sparrows« (Schwirrammer) über »Gulls« (Möwen) und »Merlins« (Zwergfalken) bis hin zu »Bats« (Fledermäusen) und Eichhörnchen.

EuleSo variiert natürlich auch das Futter. Das heißt, manche bekommen ihre Körner, Mehlwürmer oder Fische ins Gehege gestellt und andere wiederum müssen mit der Hand gefüttert werden. In den Außengehegen befinden sich »Fawns« (Rehkitze), ein kleiner »Moose« (Elch), ein paar »Skunks« (Stinktiere) und einige »Owls« (Eulen), »Eagles« (Adler) und »Hawks« (Falken), welche drei Mal die Woche mit toten, kleinen Nagetieren gefüttert werden.

Babyvogelfütterung

Einer meiner ersten Hauptaufgaben in der Woche, die ich täglich – in diesem Fall sogar stündlich – erledigen muss, ist das Füttern der Babyvögel. Zurzeit haben wir hier: »Swallows«, »Chipping Sparrows«, »American Robins« (Wanderdrossel) und »Blue Jays« (Blauhäher). Insgesamt sind es 17 Jungvögel und auch diese müssen jeden Morgen gewogen werden.

Beim Füttern gibt es schon manche Vögel, die ihr Essen verschlingen. Andere wiederum müssen wir dazu zwingen. Hierbei greifen wir beherzt ihren Nacken und führen eine Art Spritze, welche mit dem Futter gefüllt ist, tief in ihren Schnabel. Oft weigern sie sich natürlich, schütteln ihren Kopf, spucken das Futter wieder aus und es landet auf unserer Arbeitskleidung – dementsprechend schmutzig sieht diese auch aus.

Vögel im blauen HimmelDoch auch wenn es manchmal etwas nervenaufreibend ist, all diese kleinen Schnäbel zu öffnen und zu füttern, mache ich es gerne. Ohne uns könnten diese aus dem Nest gefallenen Babys nicht überleben.

Ich freue mich schon, wenn sie bald alt genug sind, um alleine zu essen und letztlich zu fliegen – manche versuchen es schon. Wenn dies dann eingetreten ist, können wir sie frei lassen.

Andere Aufgaben

RehkitzfütterungNebenbei helfe ich natürlich wo ich kann: Andere Vögel wie Krähen oder Zwergadler sind nicht so einfach zu handhaben, weswegen ich sie halte, während ein anderer Freiwilliger sie füttert. Das Baby-Stinktier Eliott habe ich schon waschen dürfen, sowie das Außengehege der Gänse und Enten gereinigt. Den Rehkitzen durfte ich auch schon die Flasche geben.

Ich kann jetzt nach den ersten Tagen und Eindrücken schon sagen: Jedes Tier, egal wie groß oder klein, macht sehr viel Arbeit und braucht viel Zuneigung. Es ist manchmal sehr anstrengend und bereits nach einer Woche könnte ich schon einen freien Tag gebrauchen. Aber die Arbeit mit den Tieren macht auch sehr viel Spaß. Wer sonst kann schon sagen, dass er schon mal ein Stinktier gebadet oder Adler und Rehkitze gefüttert hat?

Freizeit in Kanada

Außerdem ist mein Aufenthalt hier nicht nur Arbeit. Mir steht ein freier Tag pro Woche zu und ein Mal pro Woche können wir Freiwilligen hier etwas zusammen unternehmen. So waren wir schon bei Red Deer Burger, Eis essen und im Kino.

Ich freue mich auf die weiteren Wochen – sowohl mit den Tieren, als auch auf die freie Zeit und das Erkunden der Gegend hier.

Bis bald,
Eure Denise

Mehr Infos zum Freiwilligenprojekt

P.S.: Wenn ihr immer auf dem aktuellsten Stand sein wollt dann schaut gerne mal bei meinem Blog vorbei: lebenlachenreisen.wordpress.com

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About Denise

Denise

Abiturientin Denise ist 18 Jahre alt, kommt aus Hessen. Sie hat den Entschluss gefasst, die Zeit zwischen Schule und Studium zu nutzen, um etwas Gutes zu tun. So verbringt Denise Rahmen ihrer Freiwilligenarbeit 2016 zwölf Wochen in Alberta, Kanada. Hier auf der »Weltneugier« berichtet sie regelmäßig über ihre Erlebnisse im Wildlife-Projekt.


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